Unternehmenswert selbst ermitteln?
In der Praxis wird - zumindest in einigen Branchen, wie z.B. bei Freiberufler-Praxen - aber auch nach wie vor die "Transaktions-Multiplikatoren-Methode" eingesetzt, bei der sich der Unternehmenswert als Ergebnis einer Berechnung auf Basis von Betriebsergebnis ergibt. Es geht dabei um nichts anderes als um die Multiplikation des operativen Gewinnes vor Steuern (bzw. des EBITs) mit einem - je nach Branche unterschiedlichen - Faktor (Multiplikator). Es gibt auch den Ansatz zur Multiplikation des durchschnittlichen Jahresumsatzes mit einem solchen Faktor, aber da wird die Ungenauigkeit dann noch einmal größer.
Das Verfahren betrachtet im Prinzip die Preise, die für vergleichbare Unternehmen der gleichen Branche in der jüngsten Vergangenheit im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen oder Börsengängen bezahlt wurden. Das Risiko bzw. Problem dabei ist natürlich: Wirklich exakt vergleichbare Unternehmen sind in der Regel schwierig zu finden. Und alle anderen Aussagen aus den vorangestellten Kapiteln gelten unverändert: Die Multiplikatoren-Methode ist nur für sehr wenige Branchen (Freiberufler-Praxen) noch üblich und gängig und generell für alle anderen Unternehmen kein akzeptierter Ansatz.
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