So vielseitig Microsofts "Persönlicher Informationsmanager" Outlook ist: Als Usenet-Newsreader taugt er standardmäßig nicht. Wer in den Tiefen der weltweiten Diskussionsforen fündig werden will, muss den Umweg über "Outlook Express" oder eine andere separate Zugangs-Software wählen. Wir zeigen, dass es auch einfacher geht.
Outlook gilt landläufig als großer Bruder von Outlook Express. Zu Unrecht, denn außer dem Hersteller, dem Namen und der Tatsache, dass man E-Mails verschicken kann, verbindet die beiden Microsoft-Programme wenig. Sie haben technisch eine völlig unterschiedliche Basis und sind auch funktional sehr verschieden. Unter der Überschrift "Outlook vs. Outlook Express" haben wir uns vor einiger Zeit etwas ausführlicher mit den ungleichen Geschwistern beschäftigt.
Dass Outlook Express mehr ist als nur der abgespeckte E-Mail-Ableger von Outlook, beweist der eingebaute Usenet-Newsreader. Auf den müssen Outlook-Anwender zurückgreifen, wenn sie Fragen oder Antworten in den weltweiten Diskussions- und Beratungsforen loswerden wollen. Dass für den Zugriff auf das Usenet lange Zeit ein solch spezieller "Newsreader" erforderlich war, ist einer der Gründe dafür, weshalb die Popularität dieser Kommunikationsplattform in den letzten Jahren gesunken ist.
Usenet!? Was'n das?
Wem das Usenet völlig unbekannt ist oder es ein wenig aus den Augen verloren hat, sollte einen Blick auf das "Usenet"-Kapitel in unserem "Internet Crashkurs" werfen.
Browser-basierter Zugriff
Über die "Google Groups" können Sie sich mittlerweile auch ohne vorherige Konfiguration eines Newsreaders einen Eindruck vom universellen "Schwarzen Brett" verschaffen: Mit geringer zeitlicher Verzögerung haben Sie dort Zugriff auf rund eine Milliarde (!) Usenet-Postings - inklusive der Archivbestände, die bis zurück in die 80er Jahre reichen.
Von einem inhaltlichen Bedeutungsverlust der "Mutter aller Netzwerke" kann überhaupt keine Rede sein: Trotz wachsender Bedeutung neuer Nachrichten- und Informationskanäle, insbesondere
der RSS-/Atom-Newsfeeds,
der Weblogs sowie
zahlloser Networking -Plattformen (wie den Experten-Netzwerken Xing oder werweisswas.de).
