vCard: Aufbau, Import und Sicherheit
vCard-Aufbau
Zurück zur virtuellen Visitenkarte: Dass es sich bei der erzeugten vcf-Datei um eine reine Textdatei handelt, erkennen Sie beim Öffnen mit einem Textprogramm:
Neben den "BEGIN"- und "END"-Marken der Visitenkarte, sowie Erstellungs-Datum und -Uhrzeit ("REV:") finden Sie dort Zeile für Zeile die vCard-typischen Feldbezeichnungen (z. B. "N:" für Namen oder "ORG:" für Firma) sowie die zugeordneten Inhalte, die zum Teil durch Semikolons weiter untergliedert sind.
So setzt sich etwa die Namenszeile "N:" zusammen aus "N:Vorname;Nachname;2.Vorname;Titel". Ist, wie im Mustermann-Beispiel, eines der Felder leer, folgt direkt das nächste Semikolon.
Bild und Ton per Textdatei
Obwohl es sich bei vcf-Dateien um ein reines Textformat handelt, lassen sich mit ihnen sogar Bilder und Sounddateien übermitteln. Genau genommen handelt es sich dabei allerdings nur um die Internet-Adresse der entsprechenden Grafik- oder Soundfiles. Ein Foto-Eintrag in einer vCard sähe beispielsweise so aus:
PHOTO;VALUE=URL;TYPE=GIF:http://www.mustermann.de/images/mm.gif
Ob das Einbinden von Bildern möglich ist, hängt vom E-Mail-Programm des Empfängers einer VCard ab.
Import
Erhalten Sie umgekehrt eine vcf-Datei per E-Mail oder via Download aus dem Internet, genügt ein Doppelklick auf das Dateisymbol im Dateianhang und das Adressbuch Ihres Standard-Mailprogramms öffnet sich mit einem fertig ausgefüllten neuen Eintrag:
Per Doppelklick importierter Kontakt in Outlook Express
Sollte bereits ein Datensatz für die jeweilige Person vorhanden sein, haben Sie die Wahl, ob Sie den behalten oder durch die Angaben auf der elektronischen Visitenkarte ersetzen lassen:
vCard und Virengefahr
Normalerweise ist mit dem automatischen Import von vCards keine Virengefahr verbunden. Vor einigen Jahren sorgte allerdings ein Sicherheitsloch in den damaligen Versionen von Outlook (Versionen 97 / 2000) und Outlook Express (Versionen 5.01 und 5.5) für Unruhe: Hinterhältige Angreifer konnten Microsoft zufolge vCards so manipulieren, dass beim Öffnen gefährlicher Code ausführbar wurde. Die Sicherheits-Lücken sind längst geschlossen, bei späteren Programmversionen ist der Fehler nicht mehr aufgetreten.
