Vereinsfinanzen: Was Sie über Spendenbescheinigungen wissen sollten

Hier lesen Sie, wie Sie korrekte Spendenbescheinigungen ausstellen und was Sie aufbewahren müssen

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Stand: 17. Dezember 2014

Weihnachtszeit ist Spendenzeit: Viele Vereinskassierer freuen sich dieser Tage über einen warmen Geldsegen. Grund genug, die steuerlichen Vorschriften über Geld- und Sachzuwendungen zu beachten. Damit die Großzügigkeit der Spender auch vom Finanzamt anerkannt wird – und der Verein sich auch in Zukunft über willkommene Zuwendungen freuen kann!

Schnell mal übernehmen? Besser nicht

Eines gleich vorweg: Im Internet kursieren eine Menge Vordrucke für Spendenbescheinigungen. Lassen Sie Vorsicht walten, bevor Sie fremde Formulierungen oder gar komplette Dokumente unkritisch übernehmen. Die Finanzämter nehmen es sehr genau: Schließlich hat der Gesetzgeber den genauen Wortlaut für alle wichtigen Spendenarten zugunsten unterschiedlicher Zuwendungsempfänger ausdrücklich festgelegt.

Amtliche Bestätigungsvordrucke

Sie finden den jüngsten O-Ton (Stand: 12/2014) im Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung. Für steuerbegünstigte gemeinnützige Vereine sind vor allem die folgenden drei Bestätigungsmuster von Bedeutung:

Komfortable 200-Euro-Grenze – oder doch lieber korrekte Bestätigung?

Bis zur Bagatellgrenze von 200 Euro ist eine förmliche Spendenbescheinigung grundsätzlich entbehrlich. In dem Fall genügt ein „vereinfachter Spendennachweis“ in Form des Zahlungsbelegs (zum Beispiel Überweisungsträger, Buchungsbestätigung der Bank oder Bareinzahlungsbeleg, Kontoauszug). Laut § 50 Abs. 2 Nr. 2b der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung müssen jedoch auch dem vereinfachten Spendennachweis der steuerbegünstigte Verwendungszweck sowie die Freistellung des Vereins zu entnehmen sein. Genau genommen erwartet der Gesetzgeber sogar, dass die Informationen „auf einem von ihm (= dem Empfänger) hergestellten Beleg aufgedruckt sind“.

Um die Steuervorteile ihrer Spender zu sichern, stellen die meisten Vereine daher auch bei Beträgen unter 200 Euro richtige Zuwendungsbestätigungen auf Basis des amtlichen Musters aus. Das macht zwar Arbeit – bietet aber auch Möglichkeiten: Eine Spendenbescheinigung lässt sich gut mit dem ausdrücklichen Dank für vergangene Wohltaten und der Werbung für künftige Zuwendungen verknüpfen. Nach der Spende ist bekanntlich vor der Spende!

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Spende beruflich oder privat machen

Ich habe bitte eine Frage. Ich möchte gerne wissen welcher Unterschied es ist, ob ich als ein kleiner Freiberufler eine Spende an den Sportverein gebe oder ob ich es privat mache? Ich denke es ist das gleiche aber meine Frau sagt es macht doch einen Unterschied für die Steuer. Ich danke für Ihre Auskunft!

Antwort: Spende beruflich oder privat machen

Guten Tag,
aus meiner Sicht macht das steuerlich keinen Unterschied: In beiden Fällen mindert der Spendenbetrag das zu versteuernde Einkommen.

Viele Grüße
Robert Chromow

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