Vorleistung ohne Vertrag? - So begrenzen Sie das Risiko!

Vorsicht mit Vorleistungen ohne schriftliche Auftragsbestätigung!

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Stand: 10. Mai 2012 (aktualisiert)

Das Projekt ist besprochen, Sie könnten eigentlich loslegen - wenn da nicht die schriftliche Auftragsbestätigung noch fehlen würde. Was nun?

Warten auf Godot

Wer sich selbstständig macht, glaubt noch an ein geordnetes Nacheinander im Auftragsablauf. Der Theorie nach könnte es so ablaufen:

  1. Ein potentieller Kunde beschreibt eine Aufgabe,

  2. Sie geben ein Angebot ab,

  3. der Kunde nimmt Ihr Angebot sogar an,

  4. erteilt Ihnen einen Auftrag mit allen notwendigen Angaben und Regelungen,

  5. Sie erledigen alles und

  6. schreiben eine Rechnung,

  7. die zügig bezahlt wird.

Schön wär's! Mal abgesehen davon, dass und wann überhaupt die Rechnung bezahlt wird: Auch der Anfang ist oft viel mehr hopplahopp, als man sich das vorstellen kann. Dabei ist vieles davon gar nicht böswillig, sondern firmeninternen Abläufen beim Kunden geschuldet. Vor allem große Firmen arbeiten anders, als Selbstständige sich das vorstellen.

Während eine Fachabteilung das Ergebnis Ihrer Arbeit dringend benötigt, möchte das Controlling erst einmal das Budget kalkulieren und in der IT-Abteilung prüfen lassen, ob das nicht preiswerter im eigenen Haus erledigt werden kann. Dazu wendet die Fachabteilung ein, dass sie dort längst nachgefragt habe und auf Monate vertröstet worden sei, das Projekt müsse aber bis zum Monatsende fertig sein. Also braucht es die ausdrückliche Erlaubnis der nächsthöheren Vorgesetzten, dass ausnahmsweise auch mal ein Externer beauftragt werden dürfe.

Das alles dauert. Selbst bei gutem Willen aller Beteiligten braucht jede dieser Entscheidungen locker eine Woche, die Personen haben schließlich alle noch etwas Dringenderes zu tun. Und wenn man ehrlich ist: Controlling und IT-Abteilung interessieren sich sowieso nicht für dieses Problem, denn es kostet sie bloß Zeit und bringt ihnen nichts.

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