Vorleistung ohne Vertrag? - So begrenzen Sie das Risiko!

Vorsicht mit Vorleistungen ohne schriftliche Auftragsbestätigung!

Von: Lorenz Hölscher
Stand: 10. Mai 2012 (aktualisiert)
5
(2)
Anmelden um Kommentare zu schreiben

Downloads zu diesem Beitrag

Über den Autor: Lorenz Hölscher

bild80517

Lorenz Hölscher ist freiberuflicher Dozent, Berater und Programmierer mit Schwerpunkt Anwendungs-Programmierung. Vorrangig widmet er sich Access, Word und Excel sowie begleitenden grafischen Arbeiten. Er legt viel Wert auf benutzerfreundliche Oberflächen und ordentliches Design in Optik und Programmierung. Zu Hilfe kommen ihm da seine langjährigen "branchenfremden" Erfahrungen als Architekt, Layouter und Designer.

Lorenz Hölscher bietet eigene Hilfeseiten an und hat bei Microsoft Press mehrere Bücher veröffentlicht zu Access 2007, Access 2007 VBA, Word 2007 VBA und Access 2010.

Beiträge des Autors als Atom-Feed Atom-Feed: Neues von akademie.de

Das Projekt ist besprochen, Sie könnten eigentlich loslegen - wenn da nicht die schriftliche Auftragsbestätigung noch fehlen würde. Was nun?

Warten auf Godot

Wer sich selbstständig macht, glaubt noch an ein geordnetes Nacheinander im Auftragsablauf. Der Theorie nach könnte es so ablaufen:

  1. Ein potentieller Kunde beschreibt eine Aufgabe,

  2. Sie geben ein Angebot ab,

  3. der Kunde nimmt Ihr Angebot sogar an,

  4. erteilt Ihnen einen Auftrag mit allen notwendigen Angaben und Regelungen,

  5. Sie erledigen alles und

  6. schreiben eine Rechnung,

  7. die zügig bezahlt wird.

Schön wär's! Mal abgesehen davon, dass und wann überhaupt die Rechnung bezahlt wird: Auch der Anfang ist oft viel mehr hopplahopp, als man sich das vorstellen kann. Dabei ist vieles davon gar nicht böswillig, sondern firmeninternen Abläufen beim Kunden geschuldet. Vor allem große Firmen arbeiten anders, als Selbstständige sich das vorstellen.

Während eine Fachabteilung das Ergebnis Ihrer Arbeit dringend benötigt, möchte das Controlling erst einmal das Budget kalkulieren und in der IT-Abteilung prüfen lassen, ob das nicht preiswerter im eigenen Haus erledigt werden kann. Dazu wendet die Fachabteilung ein, dass sie dort längst nachgefragt habe und auf Monate vertröstet worden sei, das Projekt müsse aber bis zum Monatsende fertig sein. Also braucht es die ausdrückliche Erlaubnis der nächsthöheren Vorgesetzten, dass ausnahmsweise auch mal ein Externer beauftragt werden dürfe.

Das alles dauert. Selbst bei gutem Willen aller Beteiligten braucht jede dieser Entscheidungen locker eine Woche, die Personen haben schließlich alle noch etwas Dringenderes zu tun. Und wenn man ehrlich ist: Controlling und IT-Abteilung interessieren sich sowieso nicht für dieses Problem, denn es kostet sie bloß Zeit und bringt ihnen nichts.

Diese Seite ist für Mitglieder von akademie.de reserviert.

Möchten Sie die Mitgliedschaft 14 Tage kostenlos testen und den Beitrag komplett lesen?

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Probemitglied werden
Ich kann in den 14 Tagen Probezeit formlos z.B. per E-Mail stornieren. Wenn ich das nicht tue, entscheide ich mich für ein