Stressfrei ins Vorstellungsgespräch

Von: Dorothee Köhler
Stand: 16. Juli 2007
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Ablauf des Vorstellungsgesprächs in der Praxis

Beispiele: typische Fragen in einem Vorstellungsgespräch

Seien Sie gewappnet und überlegen Sie sich schon mal im Vorfeld, wie Sie auf diese Fragen antworten würden. Mit einer ausgeklügelten Antwort stellen Sie sich in ein positives Licht.

Fragen

Überlegungen

"Was sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?"

"Wie würden Sie sich selbst beschreiben?"

"Wie würde ein guter Freund Sie beschreiben?"

Kann sich der Bewerber selbst richtig einschätzen,

hat er Selbstbewusstsein und ein gesundes

Selbstvertrauen? Nennt er nur sehr allgemeine Eigenschaften

wie "fleißig" oder "pünktlich"oder auch solche,

durch die er sich positiv von anderen Bewerbern abhebt?

Entsprechen die Stärken, die ein Bewerber hat,

dem Anforderungsprofil für eine bestimmte Stelle?

Sind die Schwächen für diese Position unerheblich?

Kann der Bewerber die Schwächen innerhalb einer angemessenen Zeit reduzieren?

Nennen Sie auch einige Ihrer Schwächen, die nicht

entscheidend ins Gewicht fallen. Menschen ohne Schwächen gibt es nicht.

"Welches waren Ihre größten Erfolge, Ihre größten Misserfolge in Ihrem Leben?"

"Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie sowohl aus Ihren Erfolgen als auch aus Ihren Niederlagen?"

"Was haben Sie während der einzelnen Stationen Ihres Berufslebens gelernt, wovon Sie noch heute profitieren?"

Hier geht es darum zu sehen,

ob Sie Ihre Erfolge und Misserfolge reflektieren

und etwas daraus lernen und ob Sie sich selbst

realistisch einschätzen. Nennen Sie nicht nur Eigenschaften,

sondern untermauern Sie Ihre Aussagen mit Beispielen und Erfolgen.

Nicht nur behaupten, sondern auch begründen, heißt die Devise.

Unter Erfolg kann die Annahme und Bewältigung

von beruflichen und/oder privaten Zielen verstanden werden.

"Welche Aufgaben hatten Sie in Ihrer letzten Stellung?"

"Wie war die Zusammenarbeit mit den Kollegen?"

"Wie sind Sie mit Ihrem letzten Chef zurechtgekommen?"

"Dürfen wir uns bei ihm erkundigen?"

Hat der Bewerber genügend Erfahrungen

für die jetzige Stellung gesammelt?

Wie war sein Arbeitsstil im letzten Unternehmen?

Kommt der Bewerber gut mit anderen Menschen zurecht?

Ist er ein "schwieriger" Mensch?

Sucht er die Schuld auch einmal bei sich oder immer nur bei anderen?

Spricht der Bewerber positiv oder negativ über seine letzte Firma,

seine Kollegen und Vorgesetzten?

"Warum waren Sie arbeitslos?"

"Erklären Sie bitte die Lücken in Ihrem Lebenslauf!"

"Sind Sie förderungsberechtigt durch die Arbeitsagentur?"

Der Interviewer erwartet eine ehrliche und plausible Antwort.

Ein Bewerber soll nachweisen,

dass er in dieser Zeit z. B. durch Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen oder durch ehrenamtliche Betätigung

und durch andere Bemühungen seinen Wiedereintritt in das Berufsleben aktiv forciert hat.

Bleiben Sie gelassen und überzeugen Sie

durch eine glaubwürdige Argumentation.

Erkundigen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch,

ob Ihre Einstellung tatsächlich förderungsberechtigt ist.

"Warum haben Sie so oft den Arbeitsplatz gewechselt?"

Warum haben Sie noch nie den Arbeitsplatz gewechselt?"

Vertreten Sie häufige oder fehlende Stellenwechsel, ohne sich selbst oder andere in ein negatives Licht zu rücken.

"Erzählen Sie mir doch bitte, warum Sie Ihren Arbeitsplatz wechseln wollen bzw.

gerade diesen Arbeitsplatz antreten wollen!"

Reden Sie nie schlecht über frühere Arbeitgeber.

Nennen Sie zukunftsorientierte Aussagen,

veränderte Ziele, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten,

neue Herausforderungen oder positive Aspekte beim neuen Unternehmen.

Was kann der Bewerber zu seinen Gunsten anbringen?

Kann er geforderte Kenntnisse und Erfahrungen nachweisen?

Sprechen Sie über Ihre Leistungen und Erfolge.

"Welche beruflichen Ziele haben Sie in den nächsten zwei/fünf Jahren?"

Antworten Sie Ihren beruflichen Zielen entsprechend,

die mit den allgemeinen Unternehmenszielen übereinstimmen sollten.

Hoch gesteckte Ziele sind durchaus positiv,

wenn sie nicht unerreichbar sind.

Fordern Sie nicht zu viel vom Unternehmen.

Betonen Sie Ihr persönliches Engagement.

"Können Sie Referenzen vorlegen?"

Geben Sie zwei bis drei Personen an, natürlich nur nach vorheriger Rücksprache.

"Welche Aufgaben möchten Sie gerne bei uns übernehmen?"

"Welche Tätigkeiten interessieren Sie überhaupt nicht?"

Seien Sie ehrlich. Zeigen Sie,

dass Sie Ihre Stärken und Neigungen aufgrund intensiver Selbstanalyse

und von Erfahrungen richtig einschätzen.

"Wie lange wird es Ihrer Meinung nach dauern, bis Sie sich bei uns eingearbeitet haben?"

Viele Stellen erfordern eine längere Einarbeitungszeit.

Betonen Sie, dass Sie sich zwar den Anforderungen

der Stelle gewachsen fühlen, bis zur vollständigen Einarbeitung

aber bis zu sechs Monate vergehen können.

"Welche Erwartungen haben Sie an zukünftige Kollegen und Vorgesetzte?"

Ist der Bewerber an kollegialem Verhalten

und am Betriebsklima interessiert? Ist er teamfähig?

Wie wird er mit Kollegen und Vorgesetzten auskommen? Passt er menschlich in dieses Unternehmen?

Ist er lernfähig und lernwillig im Umgang mit anderen?

"Was ist Ihnen an Ihrem Arbeitsplatz besonders wichtig?"

Orientiert sich der Bewerber ausschließlich an der materiellen Ausstattung einer Stelle oder sind für ihn immaterielle Aspekte ebenfalls wichtig?

"Sind Sie in Vereinen, Verbänden oder Organisationen tätig? Bekleiden Sie ein öffentliches Amt oder ein Ehrenamt?"

Besetzt der Bewerber organisatorisches Geschick?

Ein Engagement außerhalb des Berufes zeugt von Initiative

und Kommunikationsfreude und wird daher

gerne gesehen, solange die berufliche Tätigkeit dadurch nicht

entscheidend beeinflusst wird.

"Was machen Sie in Ihrer Freizeit?"

"Welche Hobbys haben Sie?"

Hat der Bewerber einen begrüßenswerten Ausgleich zum Beruf?

Betreibt er ein unfallträchtiges Hobby?

Kostet das Hobby viel Zeit und hindert es den Bewerber daran,

auch einmal Überstunden zu machen?

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