Was kostet Suchmaschinenoptimierung?

Praxistipps für Auftraggeber

Von: Saša Ebach
Stand: 4. Februar 2008
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Kosten-Faktoren

Denken Sie darüber nach, einen Suchmaschinenoptimierer zu beauftragen, um Ihre Seiten zu pushen? Dann fragen Sie sich bestimmt: Was kostet die Dienstleistung "Suchmaschinenoptimierung", welcher Preis ist angemessen? Wie wird abgerechnet? Wie findet man einen verlässlichen Suchmaschinenoptimierer? Fragen, die hier von einem Branchen-Insider beantwortet werden.

Vorbemerkung

Wenn Sie sich zum ersten Mal mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen, sollten Sie sich vorher den Artikel "Die Anatomie der Suchmaschinenoptimierung" zu Gemüte führen: Er führt unter der Fragestellung "Was macht der Suchmaschinenoptimierer eigentlich?" in das Thema ein. Sie haben dann eine viel bessere Vorstellung davon, was alles zu einer Suchmaschinenoptimierungs-Kampagne gehört (bzw. gehören sollte) und wie sich die folgenden Preise rechtfertigen.

Allgemeine Faktoren, die die Kosten einer Suchmaschinenkampagne beeinflussen

Je nach Situation können die Kosten für Ihr Optimierungs-Projekt ganz unterschiedlich ausfallen:

  • Wie ambitioniert sind Ihre Ziele? Fangen Sie gerade mit Ihrer ersten Website an, oder geht es darum, die tägliche Besucherzahl von 5.000 auf 50.000 zu erhöhen?

  • Wie groß ist Ihr Unternehmen? Sie werden wohl kaum eine Agentur finden, die für eBay oder Amazon zu gleichen Konditionen arbeitet wie für den Dachdecker aus Buxtehude.

  • Wie groß ist die Website, die optimiert werden soll? 100 Seiten oder 10 Mio. Seiten?

  • Für wie viele Begriffe wollen Sie Spitzenpositionen erreichen?

  • Wie sieht die Wettbewerbssituation aus in Ihrer Branche? Arbeiten Sie in einer Halsabschneiderbranche (zumindest aus Suchmaschinen-Sicht), wie z.B. im Bereich Versicherungen, Kredite, Arzneimittel oder dem Buch- und CD-Handel? Oder verkaufen Sie eher ein Nischenprodukt, das außer Ihnen nur noch eine Handvoll Mitbewerber anbietet?

  • Wie groß ist die Reputation des Suchmaschinenoptimierers? Kann der Suchmaschinenoptimierer nachweisen, dass er bereits bei hartumkämpften Begriffen langfristige Erfolge erzielt hat?

  • Wie interessant ist das Projekt? Auch das kann von Belang sein: Manchmal ist nicht allein das Geld entscheidend, sondern wie viel sich aus so einem Projekt machen lässt.

Eigenleistung:

Viele Aspekte der Suchmaschinenoptimierung erfordern eher wenig SEO-Spezialwissen, dafür jedoch viel gute, ehrliche Fleißarbeit. Das gilt beispielsweise für das Verfassen von neuen Inhalten. Vielleicht haben Sie bereits einen Texter/Redakteur im Team, oder Sie sind selbst das Schreiben gewohnt? Dann müssen Sie diese Arbeit nicht nach außen geben. Wenn die Hauptstrategie bei der Optimierung darin besteht, aus Ihrer Website mit 20 Seiten eine mit 200 Seiten zu machen, dann reduziert das natürlich die Kosten.

Überhaupt trägt Arbeitsteilung zwischen Anbieter und Kunde wohl am meisten zur Kostenreduzierung dabei. Angenommen, das Projekt kostet Sie 50.000 Euro bei kompletter Abwicklung durch die Suchmaschinenoptimiererin: Dann gibt es oft auch die Möglichkeit, für einen geringeren Betrag, sagen wir 10.000 Euro, das eigene Team schulen zu lassen, um viele der Arbeiten im eigenen Haus zu erledigen. Ob sich das lohnt, müssen Sie natürlich für Ihren speziellen Fall durchrechnen, Ihre eigene Zeit bzw. die der Mitarbeiter ist ja auch nicht kostenlos.

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SEO Tuning

Meiner Meinung nach erwarten die Kunden allgemein für zuwenig Geld zuviel an Leistung. Verstehen tut den Sinn von Jahresverträgen kaum jemand, sondern es wir jemand einen Monat lang für 300 Euro beauftragt, und hinterher rumgejammert das alles nichts gebracht hat. Für 300 Euro kann jemand gerade mal ein paar Stunden an einer Homepage arbeiten, zieht man dann noch die Zeit für Konkurrenzbeobachtung, Analyse eigener Statistiken und Abschlussbericht ab, dann bleibt kaum Zeit übrig. Wer etwas mehr ausgibt, der bekommt meist mehr, wer hingegen auf Dumping setzt schadet sich manchmal mehr als es nützt.

Sehr geehrter Herr Ebach,

Ihre Artikel generieren Verständnis. Als IT-technisch eher nachrangig gebildeten Kaufmann spricht mich Ihre Darstellungsweise an - sie weckt Interesse an der Entdeckung Ihrer "Geheimnisse".

Dirk Fricke
Beton-Werk Wegener GmbH

Lieber Anonym,

da sprechen Sie mir ganz schön aus der Seele. Ein Suchmaschinenoptimierer sollte grundsätzlich in die Planungsphase mit einbezogen werden. Das geht jedoch zur Zeit nicht selten völlig an der Realität vorbei. Dafür zahlt der Kunde dann später eine Premiumgebühr. Nicht nur in Form von Reparaturkosten, sondern auch in Form von verlorenen Rankings. Die Grundlagen für eine technisch einwandfreie Lösung (CMS/Shop/etc.) - man könnte auch von Best Practices sprechen - sind schon seit Ewigkeiten (mind. 2002) bekannt. Trotzdem stelle ich fest, dass immer noch die Mehrzahl der bei mir anfragenden Interessenten massive Probleme haben, nur weil diese technischen Grundlagen nicht ordentlich implementiert wurden. Meistens wurden diese Systeme erst in den letzten 24 Monaten implementiert. Und oft ist es so, dass das ganze Website-Budget dafür verbraucht wurde, so dass das effektiv zur Einstellung des Projektes führt. Hätte man hier vorher die technische Umsetzung prüfen lassen, wäre das bestimmt nicht passiert.

Interessanter Artikel! Aus meiner Sicht fehlt jedoch ein wichtiger Aspekt: Der Leser könnte den Eindruck gewinnen, es sei normal, erst einen WWW-Auftritt erstellen zu lassen, von mir aus von einem Grafiker low-cost, technisch schlecht, aber super im Aussehen, und dann in einem zweiten Schritt eine Suchmaschinenoptimierung zu beauftragen. Aus meiner Sicht ist es allein professionell und auch preiswerter von vorn herein einen marketinggerechten, technisch und funktional ordentlichen, grafisch ansprechenden und juristisch einwandfreien Auftritt mit redaktionell professionellen Texten zu beauftragen. Für mich ist eine nachträgliche Suchmaschinen immer so etwas wie das nachträgliche, provisorische Ausmerzen von vorher gemachten Fehlern. Sehr oft habe ich auch den Eindruck, dass vorher die Fehler sogar absichtlich eingebaut werden.

Lieber Anonym,

Sie haben natürlich Recht, indem Sie auf die Problematik des unnatürlich schnellen Linkwachstum hinweisen. Ich glaube jedoch nicht, dass ein Linkwachstum von 100 pro Tag Probleme bereiten würde. Sowas ist für einen guten Artikel, der durch die Presse geht, ganz normal. Bei 10.000 am Tag wäre ich aber vorsichtig. Entscheidend ist ein organisches Linkwachstum, also X neue Links über Zeitraum Y, denn das wäre auch ein natürliches Signal für die Suchmaschinen. Die Suchmaschinen betrachten bei Ihren Kalkulationen auch den Zeitraum. Ein einzelner "Burst" ist dann vielleicht wirklich nichts besonders.

Vielleicht kann der Power-SEO seine Stunde über 3 Wochen verteilen? Er ist schließlich mit den eigenen Projekte so beschäftigt, dass er es sich gar nicht leisten kann eine Stunde am Stück für jemanden zu arbeiten ;)

-Sasa Ebach

Zuerst einmal Danke für den guten Artikel.
Nicht so gut finde ich folgenden Ausschnitt:
"innerhalb von einer Stunde mit 100 qualitativ hochwertigen Links versorgen"
Dem Autor ist sicherlich klar, dass man besser nicht 100 Links in einer Stunde setzt. Das würde nicht einem normalen Linkzuwachs entsprechen und somit von Google kritisch begutachtet werden.

Dem unwissenden Leser wird hierdurch vermittelt, dass eine eine gute Platzierung von 0 auf 100 quasi innerhalb einer Stunde möglich ist. Auch wenn es das ist, was viele gerne möchten ;-)

Aber sonst wirklich ausgezeichneter Beitrag.

Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel!!

Ein hervorragender Artikel. Lesens- u. Empfehlenswert!

An meinen Vor-Vorredner: Schade, dass Sie die "Unstimmigkeiten" und "Fehler" nicht genauer benennen. Ja, es ist selbstverständlich ein Motiv für diesen Text, klarzumachen, dass Dumping-Preise bei SEO-Dienstleistungen - wie übrigens bei allen anderen Webdienstleistungen ja auch - letztlich rausgeworfenes Geld auch für den Auftraggeber sind. Der Stundensatz von SEOmoz ist nach deren eigenen Angaben - siehe den Link oben - ja tatsächlich 1000 $. Dass das aber ein Extrembeispiel ist, wird im Text ja kenntlich gemacht. Das gilt aber eben auch für den Schüler, der für 18 Euro Stundensatz "Suchmaschinenoptimierung" anbietet.

Simon Hengel
Redaktion akademie.de

Vielen Dank für den doch sehr informativen Artikel.

Hallo, die Idee für diesen Artikel ist gut, aber leider enthält er viele Unstimmigkeiten, Fehler und ist insgesammt gesehen zu sehr aus der Perspektive eines SEOs geschrieben. Im Grunde wirkt es so, als würden Sie versuchen beim potentiellen Kunden die hohen Kosten zu legitimieren. Gerade beim Beispiel vom Stundensatz a 1.000,00 schießen Sie über das Ziel hinaus. Ich würde diesen Artikel komplett überarbeiten, so ist mein Eindruck eher negativ.

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