Was kostet Suchmaschinenoptimierung?

Praxistipps für Auftraggeber

Von: Saša Ebach
Stand: 4. Februar 2008
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Über den Autor: Saša Ebach

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Saša Ebach ist der viSEOcoach. Unter www.viSEOcoach.de bietet er seinen Lesern im Videoformat Tipps und Tricks zum Thema Suchmaschinenoptimierung. In Deutschland bisher einzigartig ist seine Videoberatung Suchmaschinenoptimierung, mit der er Kunden dabei hilft, besser gefunden zu werden. Seine wahre Passion ist die Prozessautomatisierung mittels Programmierung. Wofür andere eine Woche Arbeit benötigen, erledigt er mit einem einfachen Klick.

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Ein Praxisbeispiel

Ein konkretes Beispiel für ein SEO-Projekt

Als nächstes wollen wir an einem Beispiel skizzieren, wie Angebotserstellung und Preisfindung in der Praxis vor sich gehen. Halten wir dazu an die Beispielsituation aus dem Beitrag "Anatomie der Suchmaschinenoptimierung": Stellen wir uns einen Online-Shop für Katzenfutter vor, der in den Suchmaschinen gut abschneiden soll. Jetzt allerdings übernimmt ein Suchmaschinenoptimierer für den Inhaber (Betreiber) des Katzenfuttershops alle notwendigen Leistungen.

Bisher hat nur ein kurzes Beratungsgespräch stattgefunden. Der Suchmaschinenoptimierer - der bis dato keine Ahnung von Katzenfutter hatte - hat lediglich in einem Zehn-Minuten-Check herausgefunden, dass die Katzenfutter-Website aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung gravierende technische Fehler aufweist. Er hat dem Betreiber diverse Fehler aufgezeigt und erklärt, warum diese Probleme machen.

Vorabangebot

Der Betreiber ist von der offenen Beratung angetan und wünscht sich jetzt ein komplettes Angebot mit allem drum und dran. Der Anbieter braucht dafür jedoch noch Zeit: Er kennt sich schließlich mit der Nische "Katzenfutter-Markt" nicht aus. Außerdem muss er sich mit der Website besser vertraut machen und diverse Analysen erstellen. Er schlägt dem Betreiber deshalb vor, zunächst einen Sitecheck zu machen. Der ist recht günstig, die Ergebnisse dieser Analyse eignen sich hervorragend als Basis für ein seriöses und umfassendes Angebot.

(Der Betreiber ist jetzt erstmal verdutzt. Er hatte ein Suchmaschienoptimierungs-Standardpaket erwartet, mit dem dann alles erledigt ist. Jetzt erklärt der Suchmaschinenoptimierer ihm, was Suchmaschinenoptimierung eigentlich ist bzw. bedeutet - also in etwa das, was im "Anatomie-Artikel" steht).

Das erste Angebot enthält folgende Punkte:

  • Fehleranalyse: Der Anbieter überprüft die Website auf Fehler und zeigt für alle gefundenen Probleme Lösungsmöglichkeiten auf.

  • Strategieberatung: Was muss der Betreiber tun, um in den Suchmaschinen bessere Positionen zu erreichen? Es geht darum, teils durch eigene Recherche, teils in weiteren Gesprächen mit dem Kunden folgende Fragen detailliert zu beantworten:

    • Worum geht es bei Katzenfutter?

    • Welche Art der Inhalte lassen sich im Internet zum Thema "Katzenfutter" / "Katze allgemein" finden?

    • Wer verkauft sonst noch Katzenfutter?

    • Wie viele ernst zu nehmende Mitbewerber gibt es?

    • Wie weit gehen die Mitbewerber, um in den Suchmaschinen gut gelistet zu werden?

    Das sind nur einige der Fragen, die gestellt werden müssen. Basierend auf den Antworten entwickelt der Suchmaschinenoptimierer verschiedene Strategien.

Der Preis für diese Vorabanalyse: 1000 Euro

In der Vorabanalyse macht sich der Suchmaschinenoptimierer mit der Situation vertraut: Er sucht Probleme, erklärt deren Lösungen und - das ist am wichtigsten- entwickelt Strategien. Jetzt kann er den Umfang des Projektes genauer einschätzen. Er fasst alles zusammen und legt es dem Betreiber in Form einer Beratung oder als schriftliches Dokument vor.

Das detaillierte Angebot zur Suchmaschinenoptimierung

Jetzt stellt sich als nächstes die Frage nach den Kosten: Der Suchmaschinenoptimierer fragt, welches Budget zur Verfügung steht. Nur dann lässt sich entscheiden, welche Strategien am sinnvollsten ist.

Der Betreiber kann/will nicht mehr als insgesamt 10.000 Euro ausgeben. Daraufhin schlägt der Anbieter vor, erstmal langsam zu beginnen und bietet eine monatliche Flatrate an. Sie ermöglicht, dass der Betreiber keinen großen Betrag vorab zahlen muss und die notwendigen Implementationen in aller Ruhe und mit Vorsicht gemacht werden können. Schließlich braucht Suchmaschinenoptimierung Zeit und so lassen sich die in kleinen Schritten Monat für Monat ausgeführten Arbeiten ideal auswerten und beurteilen.

Das Angebot des Suchmaschinenoptimierer umfasst folgende Optionen (eine Erklärung der einzelnen Posten finden Sie im Beitrag "Anatomie der Suchmaschinenoptimierung"):

  • Abrechnungsmodell: Monatliche Flatrate (5 Monate lang 2000 Euro im Monat).

  • Leistungen:

    • Keyword-Analyse: Der Anbieter erarbeitet eine umfangreiche Liste von Keyword-Clustern.

    • Inhalte: In Absprache mit dem Auftraggeber definiert der Anbieter mögliche Inhalte für die Keywordcluster. Das Budget reicht nicht für die Erstellung der Inhalte, die übernimmt der Betreiber selbst.

    • On-Page-Optimierung: Der Anbieter hilft bei der Beseitigung der technischen Mängel auf der Website und optimiert die eingestellten Artikel solange, bis sie bessere Positionen haben.

    • Links: Der Anbieter sorgt dafür, dass andere Websites auf die Katzenfutter-Website verlinken.

    • Kontrolle: Der Anbieter richtet eine Analysesoftware für die Besucherzahlen und für die Positionen in den Suchmaschinen ein. Der Betreiber erhält ab sofort wöchentliche Berichte über die alle relevanten Daten.

    • Voodoo: Jeder Suchmaschinenoptimierer hat so seine eigenen Tricks, von denen gibt es auch ein bisschen. Aber es wird nicht verraten, was!

Und dann ...

Angepeilt ist folgendes: Nachdem die ersten fünf Monate abgelaufen sind, haben sich die ersten messbaren Erfolge eingestellt. Das beflügelt den Betreiber, weiter in die Suchmaschinenoptimierung zu investieren. Das nächste Angebot wird erarbeitet - diesmal mit einem höheren Budget.

SEO-Specials: Spezielle Dienstleistungen

Über die genannten Standardleistungen hinaus, gibt es noch ein geradezu unendliche Anzahl an weiteren Dienstleistungen. Das Internet ändert sich rapide, stets kommt etwas neues hinzu. Vor ein paar Jahren waren es die Blogs, heute sind es die Social Networks wie Digg.com, Facebook, MySpace oder Yigg.de. Wer durch seine originellen Inhalte dort Aufmerksamkeit gewinnt, handelt sich blitzschnell hunderte oder tausende von Links ein: Ein enormer Ranking-Vorteil gegenüber Mitbewerbern, die nur die Links aus der eigenen Branche haben, wie das so oft der Fall ist.

Das Ausbeuten solcher Internet-Trends kann eine sehr erfolgreiche Suchmaschinenstrategie sein. Eine spezielle Dienstleistung des Suchmaschinenoptimierers kann also in der Erstellung von viralen Inhalten (Artikel, lustige Videos, Zusatzdienste, ...) und deren Vermarktung durch aktive Teilnahme an diesen neuen sozialen Netzwerken.

Dann gibt es da noch die Profitricks, die sich im Grunde dadurch charakterisieren lassen, dass sie besonders kreativ sind. Meist sind das Standardtechniken, die sich jedoch durch Automatisierung und gewitzte Kombination von reinen Basistechniken abheben.

Allgemein gilt jedoch: Suchmaschinenoptimierung ist Marketing. Es gewinnt immer die Website, deren Strategie am kreativsten und originellsten ist. Das gilt bei der Suchmaschinenoptimierung genauso wie für das klassische Marketing (TV, Radio, Print).

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Hallo, die Idee für diesen Artikel ist gut, aber leider enthält er viele Unstimmigkeiten, Fehler und ist insgesammt gesehen zu sehr aus der Perspektive eines SEOs geschrieben. Im Grunde wirkt es so, als würden Sie versuchen beim potentiellen Kunden die hohen Kosten zu legitimieren. Gerade beim Beispiel vom Stundensatz a 1.000,00 schießen Sie über das Ziel hinaus. Ich würde diesen Artikel komplett überarbeiten, so ist mein Eindruck eher negativ.

Vielen Dank für den doch sehr informativen Artikel.

An meinen Vor-Vorredner: Schade, dass Sie die "Unstimmigkeiten" und "Fehler" nicht genauer benennen. Ja, es ist selbstverständlich ein Motiv für diesen Text, klarzumachen, dass Dumping-Preise bei SEO-Dienstleistungen - wie übrigens bei allen anderen Webdienstleistungen ja auch - letztlich rausgeworfenes Geld auch für den Auftraggeber sind. Der Stundensatz von SEOmoz ist nach deren eigenen Angaben - siehe den Link oben - ja tatsächlich 1000 $. Dass das aber ein Extrembeispiel ist, wird im Text ja kenntlich gemacht. Das gilt aber eben auch für den Schüler, der für 18 Euro Stundensatz "Suchmaschinenoptimierung" anbietet.

Simon Hengel
Redaktion akademie.de

Ein hervorragender Artikel. Lesens- u. Empfehlenswert!

Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel!!

Zuerst einmal Danke für den guten Artikel.
Nicht so gut finde ich folgenden Ausschnitt:
"innerhalb von einer Stunde mit 100 qualitativ hochwertigen Links versorgen"
Dem Autor ist sicherlich klar, dass man besser nicht 100 Links in einer Stunde setzt. Das würde nicht einem normalen Linkzuwachs entsprechen und somit von Google kritisch begutachtet werden.

Dem unwissenden Leser wird hierdurch vermittelt, dass eine eine gute Platzierung von 0 auf 100 quasi innerhalb einer Stunde möglich ist. Auch wenn es das ist, was viele gerne möchten ;-)

Aber sonst wirklich ausgezeichneter Beitrag.

Lieber Anonym,

Sie haben natürlich Recht, indem Sie auf die Problematik des unnatürlich schnellen Linkwachstum hinweisen. Ich glaube jedoch nicht, dass ein Linkwachstum von 100 pro Tag Probleme bereiten würde. Sowas ist für einen guten Artikel, der durch die Presse geht, ganz normal. Bei 10.000 am Tag wäre ich aber vorsichtig. Entscheidend ist ein organisches Linkwachstum, also X neue Links über Zeitraum Y, denn das wäre auch ein natürliches Signal für die Suchmaschinen. Die Suchmaschinen betrachten bei Ihren Kalkulationen auch den Zeitraum. Ein einzelner "Burst" ist dann vielleicht wirklich nichts besonders.

Vielleicht kann der Power-SEO seine Stunde über 3 Wochen verteilen? Er ist schließlich mit den eigenen Projekte so beschäftigt, dass er es sich gar nicht leisten kann eine Stunde am Stück für jemanden zu arbeiten ;)

-Sasa Ebach

Interessanter Artikel! Aus meiner Sicht fehlt jedoch ein wichtiger Aspekt: Der Leser könnte den Eindruck gewinnen, es sei normal, erst einen WWW-Auftritt erstellen zu lassen, von mir aus von einem Grafiker low-cost, technisch schlecht, aber super im Aussehen, und dann in einem zweiten Schritt eine Suchmaschinenoptimierung zu beauftragen. Aus meiner Sicht ist es allein professionell und auch preiswerter von vorn herein einen marketinggerechten, technisch und funktional ordentlichen, grafisch ansprechenden und juristisch einwandfreien Auftritt mit redaktionell professionellen Texten zu beauftragen. Für mich ist eine nachträgliche Suchmaschinen immer so etwas wie das nachträgliche, provisorische Ausmerzen von vorher gemachten Fehlern. Sehr oft habe ich auch den Eindruck, dass vorher die Fehler sogar absichtlich eingebaut werden.

Lieber Anonym,

da sprechen Sie mir ganz schön aus der Seele. Ein Suchmaschinenoptimierer sollte grundsätzlich in die Planungsphase mit einbezogen werden. Das geht jedoch zur Zeit nicht selten völlig an der Realität vorbei. Dafür zahlt der Kunde dann später eine Premiumgebühr. Nicht nur in Form von Reparaturkosten, sondern auch in Form von verlorenen Rankings. Die Grundlagen für eine technisch einwandfreie Lösung (CMS/Shop/etc.) - man könnte auch von Best Practices sprechen - sind schon seit Ewigkeiten (mind. 2002) bekannt. Trotzdem stelle ich fest, dass immer noch die Mehrzahl der bei mir anfragenden Interessenten massive Probleme haben, nur weil diese technischen Grundlagen nicht ordentlich implementiert wurden. Meistens wurden diese Systeme erst in den letzten 24 Monaten implementiert. Und oft ist es so, dass das ganze Website-Budget dafür verbraucht wurde, so dass das effektiv zur Einstellung des Projektes führt. Hätte man hier vorher die technische Umsetzung prüfen lassen, wäre das bestimmt nicht passiert.

Sehr geehrter Herr Ebach,

Ihre Artikel generieren Verständnis. Als IT-technisch eher nachrangig gebildeten Kaufmann spricht mich Ihre Darstellungsweise an - sie weckt Interesse an der Entdeckung Ihrer "Geheimnisse".

Dirk Fricke
Beton-Werk Wegener GmbH