Was kostet Suchmaschinenoptimierung?

Praxistipps für Auftraggeber

Von: Saša Ebach
Stand: 4. Februar 2008
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Über den Autor: Saša Ebach

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Saša Ebach ist der viSEOcoach. Unter www.viSEOcoach.de bietet er seinen Lesern im Videoformat Tipps und Tricks zum Thema Suchmaschinenoptimierung. In Deutschland bisher einzigartig ist seine Videoberatung Suchmaschinenoptimierung, mit der er Kunden dabei hilft, besser gefunden zu werden. Seine wahre Passion ist die Prozessautomatisierung mittels Programmierung. Wofür andere eine Woche Arbeit benötigen, erledigt er mit einem einfachen Klick.

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Praxistipps für Auftraggeber

Tipps für Auftraggeber

Die besten Ergebnisse werden Sie als Auftraggeber erzielen, wenn Sie offen und ehrlich Ihre Karten auf den Tisch legen und das gleiche auch vom Anbieter verlangen.

Anbieter und Kunde brauchen Zeit, sich und die Aufgabenstellung kennzulernen. Nur dann werden Sie den optimalen Partner finden.

Mit diesen Tipps sollte das erste Projekt noch besser gelingen:

  • Wenn Sie das Budget dazu haben, dann beauftragen Sie zunächst mehrere Agenturen mit einer Analyse oder mit der Erstellung eines Konzeptes. Die Dienstleistungen sind als Einstieg in die Zusammenarbeit gedacht und ermöglichen es, für wenig Geld den jeweiligen Anbieter kennen zu lernen. Vielleicht können Sie hier schon Anbieter aussortieren, die nicht gut zu Ihnen passen.

  • Fragen Sie nach Referenzen. Die Anbieter können bzw. dürfen vielleicht nicht über alle ihre Kunden reden. Aber gewisse Erfolge kann jede Agentur nachweisen. Lassen Sie sich erklären, wie diese Erfolge zustande gekommen sind.

  • Noch besser als Referenzen sind eigene Projekte. Damit zeigen Agenturen nicht nur, dass Sie die Dienstleistung Suchmaschinenoptimierung verstehen, sondern auch all das, was rundherum als Know-how gebraucht wird, um eine Website erfolgreich zu machen.

  • Fragen Sie den potenziellen Suchmaschinenoptimierer "Was ist das Wichtigste an an einem Website-Projekt?" Wenn er etwas sinngemäß anderes sagt als "Das, was hinten rauskommt!", dann hat er vielleicht noch nicht wirklich erkannt, dass es immer und vor allem auf den "ROI" (return on investment) ankommt. Wenn der stimmt, dann sind alle glücklich. Der Auftraggeber verdient mehr, also beauftragt er auch den Anbieter wieder.

Falsche Erwartungen und Enttäuschungen

Ein Großteil der Anbieter in Bereich Suchmaschinenoptimierung arbeitet - wie auch im Webdesign, der Webentwicklung und vielen anderen Dienstleistungsbranchen - für unrealistisch niedrige Sätze. Ich habe schon Angebote für 18 Euro die Stunde gesehen! Solche Anbieter arbeiten aus unternehmerischer Sicht am Rande des Existenzminimums. Die Konzequenz sind meistens schlechte Dienstleistungen. Ein Anbieter mit unrealistisch niedrigen Preisen muss so schnell wie möglich dem nächsten potenziellen Kunden hinterrennen, weil sonst die Miete für das Büro fehlt (hier spreche ich auch aus Erfahrung, wir haben schließlich alle mal angefangen). Als Folge haben sie keine oder zuwenig Zeit für bestehende Kunden. Wenn diese dann ihrerseits keine Lust mehr haben, wechseln sie den Anbieter. Sie behalten dabei aber oft genug ihre alten Preisvorstellungen.

Wenn Sie billig einkaufen, dann werden Sie dafür später bezahlen. Suchen Sie sich einen Anbieter, der nicht billig, sondern preiswert ist.Die Amerikaner haben den schönen Spruch: "You get what you pay for". Oder, wie man im Rheinland sagen würde: "Was nichts kost', is auch nix."

Negativsignale und Fallstricke

Die Branche der Suchmaschinenoptimierung hat teilweise leider einen schlechten Ruf: Es gibt durchaus auch schwarze Schafe. Wenn Sie in Gesprächen oder auf der Website auf folgende Schlagworte und Slogans treffen, sollten Sie sehr vorsichtig werden:

  • "Eintragen in Suchmaschinen": Das ist schon seit vielen Jahren nicht mehr notwendig. Ein Link von einer Seite, die indiziert ist, reicht völlig aus, dass alle großen Suchmaschinen Ihre Website entdecken.

  • "Metatags sind wichtig für die Suchmaschinenoptimierung": Auch lange vorbei. Ich glaube, das ist schon seit mindestens 1998 nicht mehr so. Metatags spielen, wenn überhaupt, nur noch eine Rolle bei der Durchklickrate von der Suchergebnissseite.

  • "Positionsgarantien: Niemand kann Ihnen gute Positionen garantieren. Das können nur die Suchmaschinen selbst und die beharren darauf, dass sie es nicht machen.

  • "Einmal optimieren reicht": Sie haben doch die Anatomie gelesen, oder?

Zwei weitere Punkte:

  • Werden Links eventuell wieder entfernt?: Es ist bei vielen Anbietern üblich, dass sie Kundenprojekte mit Links von Seiten aus der eigenen Sammlung boosten. Vergewissern Sie sich, dass das keine reinen Linkspam-Verzeichnisse oder sonst fragwürdige Webprojekte sind. Ein weiterer wichtiger Punkt: Was passiert, wenn Sie den Anbieter nach einer gewissen Zeit wechseln wollen? Entfernt der alte Suchmaschinenoptimierer dann die Links zu Ihrer Website? Achten Sie auf entsprechende Klauseln im Vertrag!

  • Die Offenheit des Anbieters: Wenn Ihnen Ihr Suchmaschinenoptimierer die Konzepte hinter der eigenen Optimierungsmethode nicht erklären kann oder will, dann wäre ich ebenfalls vorsichtig. Ein paar Geheimnisse wird er immer für sich behalten. Aber er sollte seine allgemeinen Methode so erklären können, dass es auch die Oma noch versteht.

Wie viel kostet Vertrauen?

Bei keiner Agentur ist der Preis, der auf der Website steht (vorausgesetzt dort steht einer), das beste Angebot, sondern eher eine grobe Richtlinie. Deswegen spielt es auch keine Rolle, ob da einer steht. Niemand, auch und gerade nicht der Anbieter, kann pauschal bestimmen, was genau im Laufe der Zusammenarbeit geschehen muss: Beide Parteien müssen sich erstmal kennen lernen. Der Suchmaschinenoptimierer muss erst die Branche oder Nische verstehen, in der der Auftraggeber aktiv ist. So etwas kann Wochen bis Monate dauern. Während dieses Lernprozesses kommen meist erst die wirklich guten Ideen, die einem Projekt zum Durchbruch verhelfen können. Entscheidend ist, dass zwei Parteien zusammenfinden, die auch gut zusammen passen. Vertrauen spielt dabei die größte Rolle. Egal, wie teuer oder billig ein Anbieter ist: Ohne Vertrauen gibt es auch keine fruchtbare Zusammenarbeit. Geld ist eben nicht alles.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem nächsten Webprojekt!

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Hallo, die Idee für diesen Artikel ist gut, aber leider enthält er viele Unstimmigkeiten, Fehler und ist insgesammt gesehen zu sehr aus der Perspektive eines SEOs geschrieben. Im Grunde wirkt es so, als würden Sie versuchen beim potentiellen Kunden die hohen Kosten zu legitimieren. Gerade beim Beispiel vom Stundensatz a 1.000,00 schießen Sie über das Ziel hinaus. Ich würde diesen Artikel komplett überarbeiten, so ist mein Eindruck eher negativ.

Vielen Dank für den doch sehr informativen Artikel.

An meinen Vor-Vorredner: Schade, dass Sie die "Unstimmigkeiten" und "Fehler" nicht genauer benennen. Ja, es ist selbstverständlich ein Motiv für diesen Text, klarzumachen, dass Dumping-Preise bei SEO-Dienstleistungen - wie übrigens bei allen anderen Webdienstleistungen ja auch - letztlich rausgeworfenes Geld auch für den Auftraggeber sind. Der Stundensatz von SEOmoz ist nach deren eigenen Angaben - siehe den Link oben - ja tatsächlich 1000 $. Dass das aber ein Extrembeispiel ist, wird im Text ja kenntlich gemacht. Das gilt aber eben auch für den Schüler, der für 18 Euro Stundensatz "Suchmaschinenoptimierung" anbietet.

Simon Hengel
Redaktion akademie.de

Ein hervorragender Artikel. Lesens- u. Empfehlenswert!

Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel!!

Zuerst einmal Danke für den guten Artikel.
Nicht so gut finde ich folgenden Ausschnitt:
"innerhalb von einer Stunde mit 100 qualitativ hochwertigen Links versorgen"
Dem Autor ist sicherlich klar, dass man besser nicht 100 Links in einer Stunde setzt. Das würde nicht einem normalen Linkzuwachs entsprechen und somit von Google kritisch begutachtet werden.

Dem unwissenden Leser wird hierdurch vermittelt, dass eine eine gute Platzierung von 0 auf 100 quasi innerhalb einer Stunde möglich ist. Auch wenn es das ist, was viele gerne möchten ;-)

Aber sonst wirklich ausgezeichneter Beitrag.

Lieber Anonym,

Sie haben natürlich Recht, indem Sie auf die Problematik des unnatürlich schnellen Linkwachstum hinweisen. Ich glaube jedoch nicht, dass ein Linkwachstum von 100 pro Tag Probleme bereiten würde. Sowas ist für einen guten Artikel, der durch die Presse geht, ganz normal. Bei 10.000 am Tag wäre ich aber vorsichtig. Entscheidend ist ein organisches Linkwachstum, also X neue Links über Zeitraum Y, denn das wäre auch ein natürliches Signal für die Suchmaschinen. Die Suchmaschinen betrachten bei Ihren Kalkulationen auch den Zeitraum. Ein einzelner "Burst" ist dann vielleicht wirklich nichts besonders.

Vielleicht kann der Power-SEO seine Stunde über 3 Wochen verteilen? Er ist schließlich mit den eigenen Projekte so beschäftigt, dass er es sich gar nicht leisten kann eine Stunde am Stück für jemanden zu arbeiten ;)

-Sasa Ebach

Interessanter Artikel! Aus meiner Sicht fehlt jedoch ein wichtiger Aspekt: Der Leser könnte den Eindruck gewinnen, es sei normal, erst einen WWW-Auftritt erstellen zu lassen, von mir aus von einem Grafiker low-cost, technisch schlecht, aber super im Aussehen, und dann in einem zweiten Schritt eine Suchmaschinenoptimierung zu beauftragen. Aus meiner Sicht ist es allein professionell und auch preiswerter von vorn herein einen marketinggerechten, technisch und funktional ordentlichen, grafisch ansprechenden und juristisch einwandfreien Auftritt mit redaktionell professionellen Texten zu beauftragen. Für mich ist eine nachträgliche Suchmaschinen immer so etwas wie das nachträgliche, provisorische Ausmerzen von vorher gemachten Fehlern. Sehr oft habe ich auch den Eindruck, dass vorher die Fehler sogar absichtlich eingebaut werden.

Lieber Anonym,

da sprechen Sie mir ganz schön aus der Seele. Ein Suchmaschinenoptimierer sollte grundsätzlich in die Planungsphase mit einbezogen werden. Das geht jedoch zur Zeit nicht selten völlig an der Realität vorbei. Dafür zahlt der Kunde dann später eine Premiumgebühr. Nicht nur in Form von Reparaturkosten, sondern auch in Form von verlorenen Rankings. Die Grundlagen für eine technisch einwandfreie Lösung (CMS/Shop/etc.) - man könnte auch von Best Practices sprechen - sind schon seit Ewigkeiten (mind. 2002) bekannt. Trotzdem stelle ich fest, dass immer noch die Mehrzahl der bei mir anfragenden Interessenten massive Probleme haben, nur weil diese technischen Grundlagen nicht ordentlich implementiert wurden. Meistens wurden diese Systeme erst in den letzten 24 Monaten implementiert. Und oft ist es so, dass das ganze Website-Budget dafür verbraucht wurde, so dass das effektiv zur Einstellung des Projektes führt. Hätte man hier vorher die technische Umsetzung prüfen lassen, wäre das bestimmt nicht passiert.

Sehr geehrter Herr Ebach,

Ihre Artikel generieren Verständnis. Als IT-technisch eher nachrangig gebildeten Kaufmann spricht mich Ihre Darstellungsweise an - sie weckt Interesse an der Entdeckung Ihrer "Geheimnisse".

Dirk Fricke
Beton-Werk Wegener GmbH