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Sie brauchen eine Website? Sie möchten aber weder ein Vermögen ausgeben noch programmieren lernen? Dann ist ein Website-Baukasten die ideale Lösung. Außer ein bisschen Zeit kostet Sie das nichts und die Chance einer doppelten Überraschung ist groß: Erstens geht es sehr einfach und zweitens ist das Ergebnis oft beeindruckend. Peter Müller erklärt, welche Website-Baukästen sich eignen und welche Anbieter in Frage kommen.

Für wen kommt ein Website-Baukasten in Frage?

Noch vor wenigen Jahren waren die Ergebnisse von Baukastensystemen kaum der Rede wert. Sie waren zu umständlich, zu aufwändig oder es waren schlicht zu viele Vorkenntnisse nötig. Inzwischen gibt es aber einige Baukästen, bei denen selbst eingefleischte Quelltextfans aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Große Sites benötigen nach wie vor eine maßgeschneiderte Lösung mit individueller Programmierung oder einem Content-Management-System (CMS) wie TYPOlight, Joomla, Drupal oder TYPO3. Aber für viele kleine und mittelgroße Websites reicht ein Baukasten völlig aus.

Eine Wunschliste für den Webauftritt könnte so aussehen:

  • attraktives Layout mit eigenem Kopfbereich und Logo,

  • ungefähr fünf bis zehn Webseiten (können ruhig auch ein paar mehr sein),

  • einfache Aktualisierung der Inhalte auf den Webseiten,

  • einfache Erstellung interaktiver Bildergalerien,

  • Anfahrtskizze für Besucher (z. B. mit Google Maps),

  • Kontaktformular (ohne eigene Programmierung).

Diese Wunschliste wird von den meisten modernen Website-Baukästen problemlos erfüllt und bei vielen gibt es noch zahlreiche andere Features wie z. B. passwortgeschützte Bereiche, Suchmaschinenoptimierung oder Newsletter-Systeme dazu.

Zielgruppen der Anbieter sind neben Privatpersonen unter anderem Schulen, Vereine, kleine Firmen, Läden, Kneipen und Cafes, Handwerker, öffentliche und kirchliche Einrichtungen (Kindergärten etc.) und natürlich Selbstständige und Existenzgründer.

Kurzum: Ein Website-Baukasten kommt für alle in Frage, die eine Website brauchen und denen die Kombination aus wenig Webwissen und begrenztem Budget bekannt vorkommt.

So funktionieren Website-Baukästen

Ein Website-Baukasten ist technisch gesehen ein "gehostetes CMS". Das klingt vielleicht nicht besonders einladend, ist aber gar nicht so schwer zu verstehen:

  • Ein CMS ermöglicht Ihnen, die Inhalte Ihrer Website selbst zu aktualisieren.

  • Ein "gehostetes CMS" läuft auf den Servercomputern des Anbieters und muss nicht erst installiert oder konfiguriert werden. "Host" ist eigentlich nur ein anderes Wort für "Server".

Ein "gehostetes CMS" ist also sofort startklar; es ist keine Installation notwendig. Nach der Fertigstellung müssen Sie sich "nur" noch um die Inhalte Ihrer Website kümmern. Wartung und Aktualisierung des Systems werden automatisch vom Anbieter erledigt.

"Gehostetes CMS" bedeutet aber auch, dass der Wechsel zu einem anderen Anbieter meistens nicht möglich ist, da der Baukasten an den Anbieter gebunden ist!

Die Erstellung einer Website funktioniert bei fast allen Baukästen nach dem gleichen Prinzip:

  • Sie wählen ein Layout aus. Dieses Layout kann natürlich nachträglich verändert und mit eigenen Grafiken und Farben individualisiert werden.

  • Sie fügen die gewünschten Webseiten ein und füllen diese mit Inhalt (Text, Grafiken, Audio oder Video).

  • Sie bauen Funktionen, wie interaktive Bildergalerien, ein Kontaktformular oder Anfahrtskizzen mit Google Maps auf Ihren Seiten ein.

In den kostenlosen Versionen ist meist ein bisschen Werbung auf den Seiten, aber zum Ausprobieren und Abchecken der Funktionalität stört das nicht weiter.

Im Folgenden möchte ich Ihnen einige dieser modernen Website-Baukästen kurz vorstellen, wobei die Reihenfolge keine Wertung darstellt.

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Zwei der besten Homapage Baukästen am Markt

Sehr gute Zusammenfassung zu zwei der stärksten Baukastensystem am deutschen Markt. Mit dem Artikel schaffen Sie einen sehr guten Überblick zu dan Basisdaten, die sich auch in den letzten Jahren nur unwesentlich verändert haben. Wir konnten bei unseren ausführlichen Tests ähnliche Erfahrungen mit Webnode machen.
Im Produktbereich selber, das heißt in der Funktions- und Designvielfalt hat sich einiges getan und die Produkte werden immer besser. Neben den beiden oben beschriebenen Produkten sollte man noch Weebly erwähnen, was ebenfalls ein solides Tool zur Webseiten Erstellung anbietet. Gerade durch den Konkurrenzkampf sidn die Unternehmen gezwungen ihre Produkte weiter zu optimieren, was unter dem Strich immer dem Nutzer zu gute kommt.

Meine Meinung: Website-Baukästen sind sehr häufig sehr schlecht für kleine Unternehmen.
(Bezieht sich nicht auf die technischen Möglichkeiten von Baukästen.)

Die Werbung suggeriert dem Unternehmer, schnell und preiswert eine Firmen-Website zu bekommen, mit der er sich darstellen kann und die ihm neue Kunden bringt.

In der Praxis geht es aber nicht schnell und auch nicht preiswert, wenn der Unternehmer seine eigene Zeit berechnet, in der er auch anderweitig für sein Unternehmen tätig sein könnte.

Neue Kunden bringt die Website auch nicht, da ihm niemand gesagt hat, wie er mit Metatags und Texten im Hinblick auf das Suchmaschinenranking umzugehen hat. Es wurde ihm auch nicht gesagt, dass die Seiten auch nicht mehr ganz so schick, sondern irgendwie seltsam aussehen, nachdem er seine unbearbeiteten Fotos und Grafiken dort untergebracht hat.

Was bleibt, ist der trügerische Eindruck, alles was möglich ist gemacht zu haben, der Stolz, eine eigene Website online gestellt zu haben und die Gewissheit, dass der ganze Wirbel um’s Internet quatsch ist, denn bei ihm ist noch kein Kunde über die Website gekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Grubert

Das Hauptproblem bei vielen solcher Baukästen ist, dass man entweder ein komplett fertiges Layout übernehmen muss, an dem man fast nichts ändern kann, oder gleich selber programmieren muss. Der HTML- und CSS-Code des Vorlagen-Layouts wird nicht angezeigt, so dass man da auch nicht eingreifen und z.B. eigene Rahmen, Hintergrundbilder, Modulanzahl oder ähnliches einfügen kann. Die eigenen Layouts wiederum sind zu kompliziert für den Unerfahrenen, es muss das gesamte HTML erstellt werden. Wünschenswert wäre diesbezüglich, dass die CSS der Vorlagen angezeigt werden und bearbeitet werden können (wie z.B. bei NING).

So sind diese Baukästen wirklich nur zu empfehlen, wenn man nichts Individuelles will. Denn wer HTML und Co. beherrscht, wird sich wohl eher gleich die ganze Seite selbst machen.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das hatte ich nicht gefunden.

> Wie kann ich auf diese Subdomain weiterleiten?

Sie meinen, wie man eine eigene Domain auf benutzername.webnode.com weiterleitet? Das geht, wenn eine Domain bereits bei einem anderen Webhoster registriert ist.

Eine Antwort finden Sie in der Webnode Hilfe ((http://www.webnode.com/de/faq/):

Can I use my domain (www.mydomain.com) with my Webnode website?
Yes. Use the Domain name management tool in your Webnode administration page and follow the instructions in the wizard.

Nach der Anmeldung bei Webnode auf der Übersichtsseite (bevor Sie in den "Websiten-Gestalter" gehen) unten auf "Domain Namen" klicken. Auf der folgenden Seite gibt es genaue Anleitungen. Sie müssen die DNS-Einstellungen bei Ihrem aktuellen Webhosting-Service (also NICHT bei Webnode) ändern. Dort muss der aktuelle Domainname auf benutzername.webnode.com weitergeleitet werden. Am besten kopieren Sie die Anleitung (die Geschichte mit dem "cname") von Webnode und bitten den Support Ihres Webhosters das zu erledigen.

Eine DNS-Einstellung ist kein trivialer Eingriff, aber es ist ungewöhnlich, das Webnode diese Möglichkeit überhaupt anbietet. Ein eigener Domain-Name wird sonst fast überall nur bei kostenpflichtigen Accounts angeboten.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Müller

Hab das Webnode gleich mal auf die Schnelle probiert.
Danke für diese übersichtliche Auflistung der Baukästen!

Habe soeben "Webnode" probiert.
Klappte alles super
-Anmeldung ganz schnell
-Auswahl Design
-einfacher übersichtlicher Aufbau
-Publizieren-fertig

Eine Frage:
Wie kann ich auf diese Subdomain weiterleiten?

Gruß thomas
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Über den Autor:

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Peter Müller, Dozent und Autor, beschäftigt sich bereits seit 1995 mit dem Web und veröffentlichte zahlreiche Bücher rund um das Thema Webpublishing. Seine Erklärungen sind nicht ausschließlich für E ...

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