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Personal Branding - zeigen Sie Gesicht im Web!

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Stand: 11. Juli 2012

Trauen Sie sich, Ihrer Website ein persönliches Gesicht zu geben!

Vertrauen

Finden Sie Ihren Steuerberater sympathisch?

Solche Fragen sind im rationalen Wirtschaftsleben doch nicht relevant, mag man spontan einwenden. Andererseits: Wie wichtig ist Vertrauen für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen!

Vertrauen bauen wir aber nicht zu Unternehmen, sondern immer zu Menschen auf. Wir schenken es nur jemandem, den wir zu kennen glauben und zumindest ein Stück weit sympathisch finden.

Persönlichkeit im anonymen Internet

Der erste Eindruck von einem Unternehmen oder einem Dienstleister entsteht heute meist nicht in einem persönlichen Gespräch, sondern im Netz. Sehr oft suchen potenzielle Kunden also auf Ihrer Website nach Argumenten, warum Sie sich für Ihr Unternehmen entscheiden sollen. Dabei spielt Ihre Persönlichkeit eine wesentliche Rolle. Denn Kunden wählen oft nicht einfach ein Produkt, sondern eine Person. Gerade im anonymen Umfeld des Internets sollten Sie daher Ihre beste Karte ins Spiel bringen: Ihre Persönlichkeit.

Viele Unternehmer tun gerade das Gegenteil: Sie stellen sich auf ihrer Website besonders unpersönlich dar. Zum Teil mit der Absicht, dadurch seriös und professionell zu wirken, zum Teil auch mit der Hoffnung, so möglichst wenig Angriffsflächen zu bieten und keine unvorteilhaften Facetten offenzulegen.

Diese Hoffnung ist trügerisch: Tatsächlich reiht sich die eigene Website damit nur in eine Vielzahl ähnlicher Mitbewerbs-Präsentationen im Internet ein. Man ist ein austauschbarer Anbieter unter vielen - und hat gegenüber großen Konzernen oft das Nachsehen, denen diese abstrakte Art der Selbstpräsentation besser entspricht.

Positionierung als authentische Marke

Social Media haben in letzter Zeit einiges verändert. Während es auf Unternehmens-Websites oft noch zugeknöpft zugeht, wird auf Netzwerken mitunter wenig auf Privatsphäre geachtet: So mancher veröffentlicht auf einem öffentlichen Facebook-Profil Fotos des letzten Urlaubs oder lässt Dampf über ein schwieriges Projekt ab. Hier die richtige Balance zu finden, ist heute wahrscheinlich noch wichtiger als vor einigen Jahren.

Gerade für kleine Unternehmen gilt daher: Nutzen Sie die Chance, sich mit einem eigenständigen Internetauftritt als authentische Marke zu positionieren und achten Sie zugleich darauf, Ihr privates Leben wirklich nur mit Ihren Freunden zu teilen. Der umsichtige Umgang mit den Privacy-Einstellungen der Netzwerke ist hier ein entscheidendes Thema.

Schielen Sie nicht auf die austauschbaren Websites der Mitbewerber, sondern punkten Sie mit einem eigenen Auftritt, der den Menschen hinter den Angeboten greifbar macht. Der Kommunikationsberaterin Johanna Kriks gelingt das mit ihrem Web-Auftritt: www.textlust.at.

Die Website der Kommunikationsberaterin Johanna KriksBild vergrößernDie Website der Kommunikationsberaterin Johanna Kriks

Diese Strategie wird durch aktuelle Ergebnisse der neuronalen Forschung bestätigt: Emotionale Reize werden von unserem Gehirn deutlich besser aufgenommen und verarbeitet als reine Sachinformationen - und das weitgehend unbewusst. Wenn Sie durch den richtigen Human Touch also Emotion auf Ihre Website bringen, gewinnen Sie weit mehr Aufmerksamkeit für sich und Ihre Leistungen. Ihre Kunden nehmen eher so nebenbei das Interesse für die Inhalte oder ein positives Gefühl wahr!

Die eigene Persönlichkeit richtig inszenieren: Die Wirkung

Mit etwas Mut zur eigenen Persönlichkeit und einem authentischen Auftritt erreichen Sie also weit mehr als mit einem anonymen Hochglanzideal. Die Empfehlung lautet klar: Zeigen Sie auf Ihrer Website die vielen Seiten Ihrer Person und Ihrer Kompetenzen.

Nun stellt sich aber eine wichtige Frage: Wie wissen Sie, ob Sie mit Ihrer Präsentation auf der emotionalen Ebene auch tatsächlich so ankommen, wie Sie das wollen? Die Selbsteinschätzung und die Wahrnehmung durch andere können sehr verschieden sein. Oft gefällt uns etwas, das Mitmenschen überhaupt nicht positiv erleben - oder ganz anders verstehen. Diese Erfahrung haben Sie wahrscheinlich selbst schon gemacht.

Hier gibt es nur eine Möglichkeit, die Übereinstimmung zwischen Eigen- und Fremdbild sicherzustellen: vergleichen und testen.

  • Sehen Sie sich im Web um und suchen Sie Beispiele von Websites, die Ihnen gefallen. Zeigen Sie diese Vorbilder Bekannten und Kollegen. So kommen Sie zu einer ersten Einschätzung darüber, was auch von anderen positiv gesehen wird.

  • In einem zweiten Schritt erklären Sie die Ideen zu Ihrer Website und bitten um Feedback dazu.

  • Und wenn bereits eine Website von Ihnen im Web zu finden ist, machen Sie einen Blick auf die Zugriffsdaten der einzelnen Screens, die sogenannten Logfiles. Sie ersehen daraus, welche Seiten Ihrer Website besonders häufig und lange angesehen werden. Das gibt Ihnen einen Hinweis darauf, welche Inhalte bei Ihren Besuchern besonders gut ankommen. All dies zeigt Ihnen, ob Sie mit Ihren Ideen auf der richten Spur unterwegs sind.

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Über die Autorin:

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Das Thema von Alexandra Kropf ist die Kommunikation: Mit ihrer Agentur kropf kommunikation berät sie vorwiegend Klein- und Mittelbetriebe im B2B-Bereich; ihr inhaltlicher Schwerpunkt sind Texte für W ...

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