Webvideos drehen: Tipps für die Ausrüstung

Auch fortgeschrittene Videofilmer blicken kaum mehr durch, wenn es um Begriffe wie AVCHD, HDV, 1080i oder 720p geht

Von: Andreas Schulz
Stand: 1. März 2010
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Über den Autor: Andreas Schulz

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hat als Autor und Regisseur schon für die meisten Sender in Deutschland TV-Reportagen realisiert, arbeitet als Industriefilmer und ist Autor zahlreicher Dokumentationen und Imagevideos für Unternehmen. Andreas Schulz ist Gründer von WorldWideVideo, das sich darauf spezialisiert hat, professionelle und kostengünstige Webvideos für den Mittelstand zu produzieren.

Sein Können gibt Andreas Schulz u.a. als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Mittweida, Fachgebiet Film und Fernsehen, an der Europa Fachhochschule Fresenius (EFF) weiter und - wie könnte es anders sein - auch in seinen DVDs "Filmen wie die Profis" und "Filme schneiden wie die Profis" weiter.

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Viele potenzielle Camcorder-Käufer sind verunsichert. Denn auch fortgeschrittene Videofilmer blicken kaum mehr durch, wenn es um Begriffe wie AVCHD, HDV, 1080i oder 720p geht. Andreas Schulz klärt auf.

Videokamera, Schnittprogramm und Computer: Was brauche ich?

Aktuell werden von den Herstellern fast nur noch Kameras angeboten, die hochauflösende Bilder erzeugen. Diese Möglichkeiten sind faszinierend, aber wer diese Aufnahmen später noch mit einem Schnittprogramm bearbeiten will, stößt häufig auf Hindernisse. Die Videobilder sind größer, detailreicher und brillanter geworden, doch kaum ein Kamera-Verkäufer weist darauf hin, dass für deren Verarbeitung auch die Computer sehr leistungsfähig sein müssen und nicht alle Schnittprogramme mit den jeweiligen Formaten umgehen können. Das hat schon so manchen Hobbyfilmer zur Verzweiflung gebracht.

Für den Ablauf des Online-Workshops "Marketing mit Webvideos" ist nicht in erster Linie die Qualität des Camcorders entscheidend, sondern das reibungslose Zusammenspiel von Kamera, Schnittprogramm und Computer. Der Ausgangspunkt für diesen Arbeitsablauf ist der Camcorder und das von ihm erzeugte Format.

Herkömmliche digitale Camcorder

Relativ problemlos sind herkömmliche digitale Camcorder, die im konventionellen TV-Format über Kassette aufnehmen. Hier wird das Filmmaterial über einen Firewire-Anschluss an einem normalen Computer in ein beliebiges Schnittprogramm digitalisiert.

Hochauflösende Videokameras

Doch mittlerweile werden - gerade im unteren Preissegment - fast nur noch hochauflösende Videokameras angeboten, die auf Chips oder Festplatte speichern. Das Format ist in der Regel ein sogenanntes AVCHD, also Full HD in der Größe 1920 mal 1080. Dieses Material ist um ein Vielfaches größer als das herkömmlicher Videos. Zur Bearbeitung brauchen Sie:

  • einen leistungsfähigen Computer, mindestens mit Dual Core-Prozessor und 3GB Arbeitsspeicher,

  • ein Schnittprogramm, das AVCHD-Dateien akzeptiert.

Das passende Schnittprogramm

Bis vor kurzem war es noch nicht so einfach, eine passende Software zu finden, doch mittlerweile sind viele Schnittprogramme an die neuen Formate angepasst worden. Aber so ganz problemlos geht es in vielen Fällen nicht. Wenn es irgendwie geht, testen Sie den reibungslosen Ablauf, bevor Sie eine Kamera kaufen. Bitten Sie z. B. den Fachhändler Ihres Vertrauens, einige Aufnahmen der jeweiligen Kamera als Datei mit nach Hause nehmen zu können. Dort können Sie testen, ob Ihr Schnittprogramm das Material verarbeitet.

Einen guten Vergleich von Schnittprogrammen zwischen 0 und 100 Euro finden Sie auf amateurfilm-magazin.de.

Die Kameras der Profis

Hochauflösende Kameras in der höheren Preisklasse nehmen häufig noch mit der guten, alten DV-Kassette auf. Damit wird zwar keine Full HD-Auflösung erreicht, aber die erzeugten Größen 1440 x 1080 oder 1080 x 720 haben dafür eine sehr gute Qualität. Diese Camcorder werden von professionellen Filmern bevorzugt. Ein Tipp für den Workshop: Leihen Sie sich doch solch eine Kamera für ein paar Tage aus, z. B. in einem nahe gelegenen Medienzentrum oder bei dv-kameraverleih.de.

Der Vorteil: Sie haben alle manuellen Bedienelemente, wie Blende oder Fokus, zur Verfügung, können aber auch vollautomatisch drehen. Vielleicht wäre diese Erfahrung ein Auslöser für Sie, sich in Zukunft eine hochwertige Kamera zu kaufen.

Allgemeine Kauftipps für Videokameras

Aber auch mit allen anderen Camcordern können Sie gute Ergebnisse erzielen, denn im Grunde macht nicht die Kamera die Aufnahmen, sondern der Mensch, der sie bedient. Bei der Vielzahl der verschiedenen Camcorder-Modelle, die auf dem Markt sind, kann ich keine Kaufempfehlungen abgeben. Dazu nur einige allgemeine Tipps:

  • 3Chip-Kameras (3ccd) erzeugen eine bessere Bildqualität als 1Chip-Kameras.

  • Eine hohe Reichweite des Zooms ist nur dann sinnvoll, wenn Sie mit einem Stativ arbeiten.

  • Einen zweiten Mikrofonausgang (Miniklinke) brauchen Sie, wenn Sie sauberen Ton mit einem externen Mikrofon aufnehmen wollen.

  • Night-Shot-Modus, digitaler Zoom oder Lächelautomatik sind für professionelles Filmen nicht nötig.

  • Kleine Kameras können Sie zwar gut verstauen, aber für wackelfreie Aufnahmen sind sie eher kontraproduktiv.

  • Nehmen Sie verschiedene Camcorder in die Hand und prüfen Sie, ob Sie gut an die wichtigen Bedienelemente herankommen.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Camcorder sind, informieren Sie sich doch im Internet. Bei amazon.de z. B. finden Sie zu allen Modellen Kommentare von Käufern.

Gecoachter Online-Workshop: Marketing mit Webvideos

Webvideo sind beliebt. Kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen Webvideos auch für Ihr Marketing nutzen! In diesem Online-Workshop zeigt Ihnen Andreas Schulz Schritt für Schritt, wie Sie gute Webvideos produzieren, mit denen Sie im Internet wirksam für Ihr Unternehmen werben.

Der gecoachte Online-Workshop wird geleitet von Andreas Schulz. Der Workshop läuft gerade.

Mehr zum Online-Workshop Marketing mit Webvideos

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