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Sie möchten Ihre eigenen Webvideos drehen? Andreas Schulz gibt Tipps für Ihre Ausrüstung.

Videokamera, Schnittprogramm und Computer: Was brauche ich?

Wer in diesen Zeiten einen Camcorder kaufen möchte, ist verunsichert. Auch fortgeschrittene Videofilmer blicken kaum mehr durch, wenn es um Begriffe wie AVCHD, HDV, 1080i oder 720p geht. Aktuell werden von den Herstellern fast nur noch Kameras angeboten, die hochauflösende Bilder erzeugen. Diese Möglichkeiten sind faszinierend, aber wer diese Aufnahmen später noch mit einem Schnittprogramm bearbeiten will, stößt häufig auf Hindernisse. Die Videobilder sind größer, detailreicher und brillanter geworden, doch kaum ein Kamera-Verkäufer weist darauf hin, dass für deren Verarbeitung auch die Computer sehr leistungsfähig sein müssen und nicht alle Schnittprogramme mit den jeweiligen Formaten umgehen können. Das hat schon so manchen Hobbyfilmer zur Verzweiflung gebracht.

Für den Ablauf des Online-Workshops Marketing mit Webvideos ist nicht in erster Linie die Qualität des Camcorders entscheidend, sondern das reibungslose Zusammenspiel von Kamera, Schnittprogramm und Computer. Der Ausgangspunkt für diesen Arbeitsablauf ist der Camcorder und das von ihm erzeugte Format.

Hochauflösende Videokameras

Mittlerweile werden im Handel fast nur noch hochauflösende Videokameras angeboten, die auf Chips oder Festplatte speichern. Das Format ist in der Regel ein sogenanntes AVCHD, also Full HD in der Größe 1920 mal 1080. Dieses Material ist um ein Vielfaches größer als herkömmliches Video. Zur Bearbeitung brauchen Sie:

  • einen leistungsfähigen Computer, mindestens mit Dual Core-Prozessor und 3GB Arbeitsspeicher

  • ein Schnittprogramm, das AVCHD-Dateien akzeptiert

Das passende Schnittprogramm

Bis vor kurzem war es noch nicht so einfach, eine passende Software zu finden, doch viele Schnittprogramme sind mittlerweile an die neuen Formate angepasst worden. Aber so ganz problemlos geht es in vielen Fällen nicht. Wenn es irgendwie geht, testen Sie den reibungslosen Ablauf, bevor Sie eine Kamera kaufen. Bitten Sie z.B. den Fachhändler Ihres Vertrauens, einige Aufnahmen der jeweiligen Kamera als Datei mit nach Hause nehmen zu können. Dort können Sie testen, ob Ihr Schnittprogramm das Material verarbeitet. Eine große Hilfe für Sie können auch Testdateien von verschiedenen Kameras sein, die von der Zeitschrift Videoaktiv zum Herunterladen bereitgestellt werden: videoaktiv.de.

Einen guten Vergleich von Schnittprogrammen zwischen 0 und 100 Euro finden Sie auf achsensprung.net (früher: Amateurfilm Magazin).

Allgemeine Kauftipps für Videokameras

Fast mit allen Camcordern können Sie gute Ergebnisse erzielen, denn im Grunde macht nicht die Kamera die Aufnahmen, sondern der Mensch, der sie bedient. Je teurer die Kamera, umso besser sind in der Regel Bildqualität, Objektive und die Möglichkeiten der individuellen Gestaltung. Bei der Vielzahl der verschiedenen Camcorder-Modelle, die auf dem Markt sind, kann ich keine Kaufempfehlungen abgeben. Dazu nur einige allgemeine Tipps:

  • 3Chip-Kameras (3ccd) erzeugen eine bessere Bildqualität als 1Chip-Kameras

  • Eine hohe Reichweite des Zooms ist nur sinnvoll, wenn Sie mit einem Stativ arbeiten

  • Einen zweiten Mikrofonausgang (Miniklinke) brauchen Sie, wenn Sie sauberen Ton mit einem externen Mikrofon aufnehmen wollen

  • Night-Shot-Modus, digitaler Zoom oder Lächelautomatik sind für professionelles Filmen nicht nötig

  • Kleine Kameras können Sie zwar gut verstauen, aber für wackelfreie Aufnahmen sind sie eher kontraproduktiv

  • Nehmen Sie verschiedene Camcorder in die Hand und prüfen Sie, ob Sie gut an die wichtigen Bedienelemente kommen

Wenn Sie auf der Suche nach einem Camcorder sind, informieren Sie sich doch im Internet. Bei www.amazon.de z.B. finden Sie zu allen Modellen Kommentare von Käufern. Und wenn Sie sich eher auf die Profis verlassen wollen, schauen Sie doch einmal hier in die Testergebnisse: http://www.videoaktiv.de/images/bestenliste/bestenliste.pdf.

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