Wenn Kunden nicht funktionieren

Vom Umgang mit chaotischen Auftraggebern, Nervensägen und Auftragsabschlussverhinderern

Von: Lorenz Hölscher
Stand: 4. Juli 2011
4.833335
(6)
Anmelden um Kommentare zu schreiben

Downloads zu diesem Beitrag

Über den Autor: Lorenz Hölscher

bild80517

Lorenz Hölscher ist freiberuflicher Dozent, Berater und Programmierer mit Schwerpunkt Anwendungs-Programmierung. Vorrangig widmet er sich Access, Word und Excel sowie begleitenden grafischen Arbeiten. Er legt viel Wert auf benutzerfreundliche Oberflächen und ordentliches Design in Optik und Programmierung. Zu Hilfe kommen ihm da seine langjährigen "branchenfremden" Erfahrungen als Architekt, Layouter und Designer.

Lorenz Hölscher bietet eigene Hilfeseiten an und hat bei Microsoft Press mehrere Bücher veröffentlicht zu Access 2007, Access 2007 VBA, Word 2007 VBA und Access 2010.

Beiträge des Autors als Atom-Feed Atom-Feed: Neues von akademie.de

Kennen Sie das? Sie haben einem Kunden ein schlüssiges Konzept vorgelegt und er ist einverstanden. Zwei Tage später hat er nur eine "klitzekleine Änderung", am darauf folgenden Tag fällt ihm auf, dass alle seine Beispieldokumente auf uraltem Stand sind. Kurz danach soll noch eine andere Abteilung in die Planung eingebunden werden. So geht das erfahrungsgemäß weiter. Wenn einmal der Wurm drin ist, bleibt das so. Aber was machen Sie in einem solchen Fall, außer jammern und Haare raufen?

Aufträge auf Stundenbasis: mehr Chaos = mehr Geld

Wird Ihre Arbeit nach Aufwand bezahlt, ist es eigentlich nur eine moralische Frage, wie viel Hin und Her Sie mitzumachen bereit sind. Je mehr Chaos beim Kunden ausbricht, desto mehr Geld fließt ja in Ihre Kasse.

Trotzdem sollten Sie auch in solchen Fällen Ihren Kunden darauf hinweisen, dass er sich unnötige Kosten verursacht. Meiner Erfahrung nach ist das ebenso wichtig wie leider auch zwecklos, denn solch ein Durcheinander offenbart meist strukturelle Probleme in der Firma.

Ihr direkter Ansprechpartner stimmt wahrscheinlich sogar in Ihr Klagelied der chaotischen Prozesse ein und verrät Ihnen unter der Hand erschütternde Details über noch viel schlimmere Probleme im Unternehmen. Aber ändern wird sich nichts.

Der Hinweis ist deswegen wichtig, weil Sie damit pro-aktiv im Sinne Ihres Kunden handeln. Das sollten Sie Ihrem Gewissen und einer guten Kundenbeziehung schuldig sein. Für eine Änderung seiner internen Probleme sind Sie indes nicht mehr zuständig.

Wie gehen Sie mit Ihren Kunden um?

Weitere Tipps zum Umgang mit Kunden finden Sie im Beitrag "Kundenbindung statt Dumpingpreise - So bauen Sie eine gute Beziehung zu Ihren Kunden auf".

Festpreis? Au weia!

Viel schwieriger wird es, wenn Sie Ihren Auftrag als Festpreis angeboten haben. Solches Kundengebaren sprengt schnell Ihre Kalkulation, grundlegende Änderungen verdoppeln mit Leichtigkeit Ihren Arbeitsaufwand.

Diese Seite ist für Mitglieder von akademie.de reserviert.

Möchten Sie die Mitgliedschaft 14 Tage kostenlos testen und den Beitrag komplett lesen?

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Probemitglied werden
Ich kann in den 14 Tagen Probezeit formlos z.B. per E-Mail stornieren. Wenn ich das nicht tue, entscheide ich mich für ein

Kommentar-Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare aus und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Was "Wenn Auftragnehmer nicht funktionieren"? Thema: Untätigkeit und Fristübereschreitung!

Da haben Sie natürlich recht - das ist auch ein Thema...

beste Grüße
Simon Hengel
Redaktion akademie.de