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Marketing- und Werbe-Ideen für Handwerker und den Einzelhandel

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Stand: 27. Juli 2006

Werbung und Marketing für Handwerker und den Einzelhandel: Fax-Aktion an Gewerbetreibende

Werbung und Marketing für Handwerker und den Einzelhandel: Ihre persönliche Fax-Aktion

Auf Grund der neuen Gesetzeslage und der eindeutigen Interpretation der Gerichte ist ein Werbefax an Privatmenschen nicht mehr erlaubt. Ein Fax zwischen Geschäftsleuten dagegen wird wesentlich weniger problematisch gesehen, insbesondere wenn es um gemeinsame Interessen geht, die es zu verteidigen gilt.

Das Fax ist außerdem in Notfällen erlaubt, wenn es darum geht, auf einen wichtigen Termin oder Vorfall hinzuweisen, bei dessen Nichtbeachten eventuell negative Konsequenzen folgen könnten.

Faxe sind sehr kostengünstig, denn sie können mit einer kostensparenden Vorwahl tagsüber für wenige Cent pro Stück oder mit einer Telefon-Flatrate kostenlos an passende Handwerker/Händlerkollegen verschickt werden. In der Regel lässt sich dafür der Computer programmieren. Die Faxnummern stehen im Telefonbuch oder unter den Gelben Seiten. Außerdem kann man sich Extra-Telefonverzeichnisse auf CD-ROM besorgen, die nur Faxnummern enthalten.

Vorsicht!

Lassen Sie solch eine Aktion nicht nachts laufen, denn bei Kleinbetrieben steht das Fax manchmal im Schlafzimmer und weckt den Inhaber!

Der entscheidende Vorteil von Faxen ist: Sie müssen gelesen werden, bevor sie im Altpapier landen - im Gegensatz zu Briefen, E-Mails oder zur Anzeigenwerbung.

Briefbeispiel:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

schon mehrfach haben wir in unserem Landkreis/Stadtteil beobachten müssen, dass Anbieter aus ganz anderen Regionen öffentliche und private Aufträge übernommen haben, obwohl auch hier bei uns ein leistungsfähiger Betrieb zur Verfügung gestanden hätte.

(Beispielsweise sind beim Neubau der Turnhalle an der Jahnstrasse mehrere auswärtige Firmen zum Zuge gekommen, wie man dem aufgestellten Bauschild entnehmen kann.)

oder

(Die Schulmöbel sind von einem auswärtigen Händler angeliefert worden.)

Diese Austrocknung der hiesigen Handwerkerschaft/Einzelhändler dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen, schließlich zahlen wir hier unsere Gewerbesteuer und sind hier auch wahlberechtigt. Man sieht sich immer zweimal - heißt es so schön.

Ich schlage daher vor, dass jedes Mal, wenn ein auswärtiger Dienstleister hier bei uns im Landkreis/in der Stadt einen Auftrag bekommt, ein Beschwerdebrief an den Rat der Stadt oder den Landkreis mit Kopie an die Kreishandwerkerschaft/IHK geschrieben wird, damit dieses Treiben nicht mehr im Verborgenen bleibt.

Bei unseren eigenen Aufträgen hier in der Region sollten wir künftig darauf achten, dass nach Möglichkeit hier ansässige Handwerksbetriebe berücksichtigt werden, die in der Regel auch schneller vor Ort sind und daher preisgünstiger arbeiten können. Außerdem kennen sie sich mit den regionalen Besonderheiten und den Genehmigungsbehörden besser aus (z.B. den Gesundheitsämtern, dem Denkmalschutzamt und dem Bauamt).

Ich schlage außerdem vor, dass sich unsere nächste Innungs-/Gewerbeversammlung mit diesem Thema beschäftigt, denn wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie fremde Anbieter uns die Arbeit in Region wegnehmen.

Mit sorgenvollen Grüßen

Ihr/Euer Bernd Beispiel

(seit zehn Jahren Geschäftsführer der Handwerk GmbH in Musterhausen)

Beispiel einer FAX-ANTWORT:

Bitte kreuzen Sie an, welche der folgenden Antworten Ihnen am Besten gefällt:

- Das ist eine gute Idee - wir werden Sie unterstützen!

- Die Idee ist ja ganz gut, aber ich habe andere Sorgen!

- Die Idee bringt uns nicht weiter!

- Die Idee taugt nichts! Sie schadet mehr, als sie nützt.

Vielen Dank, dass Sie sich an dieser kleinen Umfrage beteiligt haben!

Wenn Sie mögen, schreiben Sie uns hier noch Ihren Namen und Ihre Adresse auf:

...........

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Über den Autor:

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Dr. phil. Joachim von Hein wurde 1953 in Hamburg-Wandsbek geboren und ist in St. Andreasberg im Oberharz aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Nach dem Studium der Politischen Wissenschaften, Volkswi ...

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