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Wie Sie Ihren Wiedererkennungswert steigern

Mündliche Unternehmenspräsentation - Ihr Elevator Pitch

Das Szenario: Grillparty mit Freunden, Bekannten und neuen Gesichtern. Beim Senfholen kommen Sie ins Plaudern mit Hans-Werner, dem Freund eines Bekannten. Und - wow - er arbeitet bei einem Ihrer Schon-lange-Wunschkunden. Und zwar genau in der richtigen Position, um Sie mit Ihrem Traumprojekt zu beauftragen. Theoretisch. Denn noch weiß er nicht, dass Sie genau der bzw. die Richtige für diesen Job sind.

Aber das Schicksal meint es gut mit Ihnen, es schickt Ihnen Ihre Chance. Hans-Werner gibt nämlich das Plauder-Staffelholz zurück: "Und, was machen Sie so beruflich?"

"Ähm, also ...", antworten Sie, um Zeit zu gewinnen - Puff. Aufgewacht. Nur ein schöner Traum.

Warum? Schon an dieser Stelle eines Gesprächs werden wichtige Weichen gestellt. Zum Beispiel die, ob

  • Sie sympathisch rüberkommen, das Gespräch also dazu angetan ist, Ihrem Gegenüber Lust auf einen längeren Plausch zu machen.

  • Sie souverän - Ihrer selbst bewusst -, authentisch, kompetent und auf natürliche Weise professionell wirken.

  • es Ihnen gelingt, Ihren Gesprächspartner neugierig auf Ihr Unternehmen, Ihre Tätigkeit zu machen.

All das und noch viel mehr entscheidet sich in den ersten Sekunden eines Gesprächs. Und es entscheidet sich, ob Ihr Gegenüber Ihnen mehr von seiner Zeit zur Verfügung stellt. Zeit, die Sie nutzen können, um ihn tatsächlich von sich und Ihrem Unternehmen zu überzeugen.

Was ist ein Elevator Pitch?

Elevator Pitch steht für eine mündliche Selbst- und Unternehmensdarstellung, die etwa 30 Sekunden bis zwei Minuten lang dauert. So lange eben, wie eine Fahrstuhlfahrt dauern würde, die man mit einer Zufallsbekanntschaft gemeinsam verbringt. Die Kürze eines Elevator Pitches ist aus zwei Gründen gewollt:

  • Viele Entscheider leiden unter chronischem Zeitmangel und sind nicht bereit, Ihnen länger als wenige Sekunden lang aufmerksam zuzuhören.

  • Was sich inhaltlich nicht kurz und knapp auf den Punkt bringen lässt, ist auch noch nicht ausgereift. Und was noch nicht ausgereift ist, sollte erst noch einmal gründlich durchdacht werden, ehe es präsentiert wird. Ganz gleich, ob im Aufzug, in einer Vorstellungsrunde oder am Telefon.

In seiner Kürze liegt auch eine der Haupt-Schwierigkeiten beim Erstellen eines guten Elevator Pitches: Sehr komplexe Inhalte müssen verdichtet werden auf wenige Sätze. Wenige Sätze, die sehr überzeugend sind. Sätze, die neugierig darauf machen, mehr zu erfahren, und die gleichzeitig wie eine Einladung zum Gespräch wirken.

Checkliste Elevator Pitch

  • Die Zielgruppe definieren: Sprechen Sie mit einem eventuellen Kunden, Partner oder Geldgeber? Vielleicht brauchen Sie für unterschiedliche Zielgruppen, Anlässe oder Schwerpunkte Ihres Unternehmens auch unterschiedliche Elevator Pitches.

  • Sprecht bildhaft und erzählt spannend: Benutzen Sie, besonders für den Einstieg, Bilder, Vergleiche und konkrete Beispiele, auch Fragen oder eine gute Geschichte. Je bildhafter Sie erzählen, umso eher werden Sie die Aufmerksamkeit Ihres Zuhörers gewinnen und ihm in Erinnerung bleiben.

  • Begeisterung zeigen und erzeugen: Erzählen Sie - auch mittels Körpersprache - begeistert. Wohldosierter Enthusiasmus steckt an.

  • Problemlösungen anbieten, Vorteile aufzeigen: Preisen Sie nicht Ihre tollen Produkte und Dienstleistungen an. Erklären Sie kurz, knackig und anschaulich, welche Probleme Ihres Zuhörers Sie lösen können, wie Sie ihm sein Leben erleichtern können oder welche Vorteile er durch eine Zusammenarbeit mit Ihrem Unternehmen hätte.

  • Das Gesicht Ihres Unternehmens vor den Augen des Gesprächspartners modellieren: Stellen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale heraus.

  • Ein echtes Gespräch herausfordern: Regen Sie Ihren Gesprächspartner zum Dialog an.

  • Die Gefühle ansprechen: Das Tier Homo Sapiens entscheidet zu weit mehr als 70 Prozent aus Gefühlen heraus, nicht mit dem Verstand.

  • Üben, üben, üben: Lesen Sie sich selbst Ihren Elevator Pitch so oft laut vor, bis Sie sicher sind, dass nichts mehr sprachlich unrund ist oder als leere Phrase wirkt.

Zum Weiterlesen:

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Über die Autorin:

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Elke Fleing lebt und arbeitet als freiberufliche Marketing-Beraterin, Bloggerin, Texterin und Webentwicklerin in Hamburg.

Ihr Erfolgs-Credo: Leidenschaft, Selbst-Bewusstsein, Kreativität und Fleiß ...

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