öffentlich
Redaktion Druckversion

Wie Sie Ihren Wiedererkennungswert steigern

Gedruckte Unternehmenspräsentationen: Visitenkarte, Broschüre und Co.

Auch in hoch technisierten Zeiten sind wir noch weit entfernt davon, in papierlosen Büros zu arbeiten. Ihrem gedruckten Unternehmensauftritt müssen Sie also große Aufmerksamkeit widmen. Lassen Sie ihn so wirken, wie Sie selbst, wie Ihr Unternehmen interpretiert werden soll:

  • professionell,

  • Vertrauen erweckend,

  • überzeugend und

  • möglichst auch außergewöhnlich, um besser in Erinnerung zu bleiben.

Das Blog "Selbstständig im Netz" hat z. B. 36 kreative Visitenkarten vorgestellt.

Welche Druckerzeugnisse Sie für Ihr Unternehmen tatsächlich benötigen, hängt stark von Ihren geschäftlichen Tätigkeiten und natürlich von Ihren Zielgruppen ab. Auf jeden Fall aber benötigt jeder Unternehmer eine Visitenkarte.

Visitenkarte

Auch bei so einem kleinen Kärtchen gibt es einiges zu bedenken, damit es professionell daherkommt. Folgende Punkte sollten Sie bei der Gestaltung beachten:

  • Format: Die übliche Größe ist 90 mm x 50 mm. Eine Abweichung vom Normmaß macht die Karte origineller, aber auch schwerer archivierbar.

  • Einseitig oder beidseitig bedrucken? Einseitiger Druck gibt den Empfängern Raum für eigene Notizen, beidseitiger Druck gibt Ihnen mehr Platz, um Ihr Unternehmen darzustellen.

  • Schriftart und -größe: Bitte nur eine Schriftart auf der gesamten Karte, in zwei Größen: 10 pt bis 14 pt für Ihren Namen und eine etwas kleinere Schriftgröße für alles andere.

  • Farbe: Alles ist möglich: kontrastreiche Farbigkeit oder stylisches Schwarzweiß.

  • Papier: Auf hochwertigem Karton drucken lassen. Besonders bei Visitenkarten ist der haptische Eindruck auch wichtig.

  • Bilder: Ein Unternehmens-Logo oder Foto des Karteninhabers erhöhen den Wiedererkennungswert.

  • Inhalt: Alle Informationen, die helfen, Sie zu erreichen: An präsentester Stelle Ihr Name mit Vornamen - am besten Ihren Rufnamen - und allen Titeln, Unternehmensname, Postanschrift, Telefon- und Handynummer, E-Mail-Adresse, die URL Ihrer Firmenwebsite und - so Sie eines schreiben - die URL des Weblogs.

  • Druck: Durch professionelle Druckerei vor Ort oder Online-Druckerei - eine kleine Aufzählung von Dienstleistern finden Sie z. B. hier: Liste Online-Druckereien.

Briefpapier

Bei diesem Thema gehen die Meinungen auseinander: Manche sind der Meinung, man solle unbedingt ein haptisch schönes, professionell gedrucktes Briefpapier haben.

Andere - ich z. B. - vertreten die Ansicht, dass ein mit dem Brief gemeinsam ausgedruckter Briefkopf ausreichend ist. Dazu speichern Sie einfach einen professionell gestalteten Briefkopf als Word-Vorlage, schreiben Ihren Brief in ein Dokument, das mit dieser Vorlage geöffnet wurde und drucken beides gemeinsam auf gutem Papier aus. Vorteil dieser Lösung: Sie sparen Kosten und müssen nicht zigtausend Blatt Briefpapier wegwerfen, wenn sich Teile Ihrer Kontaktdaten mal ändern.

Wie auch immer Sie es lösen: Die Angaben, die in einen Briefkopf gehören, sind die gleichen wie die auf der Visitenkarte.

Zusätzlich sollten Sie Ihre Bankverbindung und Ihre Umsatzsteuer-ID bzw. Steuer-ID aufnehmen, wenn Sie auf Ihrem Briefpapier auch Rechnungen schreiben.

Unternehmensbroschüre

Erstaunlicherweise denken viele Gründer, sie müssten unbedingt und von Beginn an eine Broschüre oder einen Folder haben, um das eigene Unternehmen zu präsentieren. Ich sehe das anders. Denn:

  1. Gegenwärtig hat wirklich fast jeder einen Internetanschluss und auf einer guten Website lässt sich ein Unternehmen durch die Verlinkungsmöglichkeiten viel übersichtlicher, durch Multimedialität viel anschaulicher und durch die problemlosen Änderungsmöglichkeiten viel aktueller präsentieren.

  2. Besonders kurz nach der Gründung verändern sich das Leistungsangebot und das Profil eines Unternehmens, oft sogar die CI und das CD noch sehr schnell. Die Broschüre ist oft innerhalb kurzer Zeit nicht mehr aktuell und repräsentativ.

Unbedingt notwendig ist eine gedruckte Präsentation allerdings bei Unternehmen, die direkt darüber Kunden generieren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn regional begrenzt über Hauswurfsendungen das Unternehmen promotet oder um Kunden geworben wird. Vom Pizzabringdienst über die Fußpflege, den Reinigungsdienst, den Copyshop bis hin zum hauptsächlich regional arbeitenden Computerspezialisten: Sie alle sollten einen Flyer (auch Handzettel, der einseitig oder doppelseitig bedruckt ist), einen Folder (einen einfach oder mehrfach gefalteten Handzettel) oder gar eine Broschüre (eine mehrseitige Firmenpräsentation) nutzen.

Überlegen Sie, ob die Kernaussagen über Ihr Unternehmen nicht sogar auf eine Postkarte passen. Postkarten mit originellen Motiven haben eine hohe Akzeptanz bei den Empfängern und können kostengünstig versandt werden.

Checkliste: Inhalte einer gedruckten Unternehmenspräsentation

  • Unternehmenslogo und -name

  • Ihr Name

  • alle Kontaktdaten: Postanschrift, Telefon und Faxnummer, E-Mail-Adresse, Internetadresse Ihrer Unternehmenswebsite und ggf. Ihres Weblogs

  • der Geschäftszweck Ihres Unternehmens

  • Ihr Leistungsspektrum bzw. Produktangebot. Wenn Sie in mehreren Bereichen arbeiten, gliedern Sie sehr übersichtlich. Wenn die Zielgruppen Ihrer Angebote unterschiedlich sind, erstellen Sie für jede Zielgruppe eine andere Präsentation, damit jeder nur die für ihn relevanten Informationen erhält.

  • Ihr Kurzprofil. Besonders bei kleinen Unternehmen wollen die Kunden wissen, mit wem sie es zu tun haben, welche Person(en) hinter den angebotenen Leistungen steht/stehen.

  • Haben Sie Auszeichnungen erhalten oder Preise mit Ihren Leistungen gewonnen? Dann sollten Sie diese unbedingt mit aufnehmen.

  • Wenn irgend möglich, ein (professionelles!) Foto von Ihnen selbst, am besten bei Ihrer Arbeit. Statistiken zeigen, dass bei der Akquise und Unternehmenspräsentation Fotos ein wesentlicher Erfolgsfaktor, oft genug sogar das Zünglein an der Entscheidungswaage sind.

Natürlich ist der Inhalt das Wichtigste. Aber besonders bei Unternehmenspräsentationen gilt: Das Auge isst mit. Und wie!

Checkliste: Gestaltung und Text einer gedruckten Unternehmenspräsentation

  • Optisch nicht überfrachten! Integrieren Sie unbedingt aussagekräftige Bilder, am besten etwa in einem 50:50-Verhältnis zum Text.

  • Vermeiden Sie lange Fließtexte, die sehr mühsam zu lesen sind.

  • Konzentrieren Sie sich auf wenige Hauptaussagen, die lebendig, knapp und in kurzen Sätzen formuliert sind. Verwenden Sie ruhig zwischendurch mal Spiegelstrichlisten statt Fließtext.

  • Sie sollten beim Texten immer den Kundennutzen im Kopf haben.

  • Sehr wichtige Inhalte gehören bei Mehrseitern auf die rechten Seiten - sie werden dort besser wahrgenommen als auf den linken.

  • Vermeiden Sie Floskeln und Selbstverständlichkeiten.

  • Lassen Sie Freunde und Bekannte gegenlesen, am besten solche, die branchenfremd sind oder nicht wissen, was Sie beruflich machen. Bitten Sie diese um Feedback: Alles verstanden? Könnten sie mit eigenen Worten wiedergeben, was Sie geschrieben haben? Kommt ihnen alles schlüssig vor? Fehlen ihnen Infos?

Zum Weiterlesen: So finden Sie den passenden Dienstleister

Grafiker, Agenturen und Drucker zu beschäftigen muss nicht zwangsläufig teuer sein. Wir geben die nötige Hilfestellung, damit Sie den besten Weg durch das Dickicht finden: "Grafiker, Agentur, Druckerei: Wie Sie sich im (Preis-)Dschungel zurechtfinden".

Mitglied werden, Vorteile nutzen!

  • Sie können alles lesen und herunterladen: Beiträge, PDF-Dateien und Zusatzdateien (Checklisten, Vorlagen, Musterbriefe, Excel-Rechner u.v.a.m.)
  • Unsere Autoren beantworten Ihre Fragen

Downloads zu diesem Beitrag

Über die Autorin:

bild80619

Elke Fleing lebt und arbeitet als freiberufliche Marketing-Beraterin, Bloggerin, Texterin und Webentwicklerin in Hamburg.

Ihr Erfolgs-Credo: Leidenschaft, Selbst-Bewusstsein, Kreativität und Fleiß ...

Newsletter abonnieren