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Eigenes WordPress-Theme erstellen

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Stand: 16. Juni 2014

Das Wordpress-Theme erweitern

WordPress und Erweiterungen (Plugins)

Um Ihre WordPress-Seite schön einfach zu managen, erweitern Sie sie nun mit so genannten Plugins. Diese Plugins helfen Ihnen bei der Verwaltung Ihrer WordPress-Seite oder verhelfen Ihnen zu so nützlichen Funktionen wie einem Kontaktformular.

Was sind Plugins?

Plugins sind Erweiterungen, die von der Community (Gemeinschaft) beigesteuert werden. Plugins erweitern die Funktionalität von WordPress und werden als separate Dateien von diversen Autoren angeboten. Bis zur Version 2.7 musste man die Datei oder den Ordner in den Plugin-Ordner (/wp-content/plugins/) per FTP hochladen und innerhalb der Admin-Oberfläche unter Plugins aktivieren. Seit der Version 2.7 kann man allerdings Plugins, die sich auf der offiziellen Plugin-Seite befinden, aus dem Backend heraus installieren – vorausgesetzt Ihr Webhoster blockiert diese Funktion nicht. Im Folgenden stelle ich Ihnen werden beide Wege vor.

Wo finde ich WordPress-Plugins und worauf sollte ich achten?

Anmerkung:

Denjenigen von Ihnen, die bereits den ersten WordPress-Kurs „WorkdPress als CMS“ gelesen haben, wird der folgende Abschnitt in großen Teilen bekannt vorkommen. Wir besprechen das Thema Plugins hier noch einmal ausführlich weil es auch an diese Stelle gehört. Im Gegensatz zu den Unterlagen im ersten WordPress-Kurs werden hier zwei neue Plugins vorgestellt und zwei der "alten" Plugins wurden in den vierten Kursteil ausgelagert.

So ziemlich jeder Autor von WordPress-Plugins hat eine Website, auf der er seine Werke vorstellt. Aber es wäre ein sehr mühsamer und ineffizienter Weg, würde ich Ihnen die Websites der einzelnen Autoren vorstellen. Daher ist unsere wichtigste Anlaufstelle die offizielle Plugin-Seite .

Das Verzeichnis ist durchsuchbar und alle Plugins sind verschlagwortet (getaggt), was das Auffinden von den WordPress-Erweiterungen noch zusätzlich erleichtert.

Sie können die Recherche nach Plugins auch im Backend beim Menüpunkt "Plugins" » "Installieren" vornehmen.

Plugins automatisch aktualisieren

Das offizielle Plugin-Verzeichnis bietet noch einen weiteren Vorteil. Bei der WordPress-Installation besteht eine Verbindung zu dem offiziellen Plugin-Verzeichnis. Falls es eine neue Version eines Plugins gibt (welches auf der offiziellen Website gehostet wird), informiert uns WordPress darüber:

Bild vergrößernAbbildung 13: Es existiert eine neue Version des Plugins

In der oberen Abbildung sehen Sie hell hinterlegt die Meldung, dass es eine neue Version des Plugins gibt. Die Meldung, dass ein oder mehrere Plugins aktualisiert werden können, erhalten Sie übrigens auch in der Navigation. Hinter dem Punkt "Plugins" erscheint die Anzahl der zu aktualisierenden Plugins.

Um ein Plugin zu aktualisieren, haben jetzt mehrere Möglichkeiten: Entweder Sie ignorieren den Hinweis, Sie aktualisieren manuell oder Sie lassen das Plugin sich automatisch aktualisieren, indem Sie den entsprechenden Verweis klicken.

Bild vergrößernAbbildung 14: Die Zugangsdaten für das automatische Plugin-Update

Um das Plugin-Update durchzuführen, benötigen Sie die Zugangsdaten zum FTP-Server. Sollte Ihr Webserver eine gesicherte FTP-Verbindung (SSL) unterstützen, würde ich SSL auswählen, weil dann das Update über eine verschlüsselte Verbindung läuft. Die Zugangsdaten, sowie die Information, ob Ihr FTP-Server die SSL-Verschlüsselung unterstützt, erfahren Sie von Ihrem Hoster.

Anmerkung:

Manche Webserver führen das Update direkt und ohne die Nachfrage nach den Zugangsdaten aus … also richtig automatisch ;-).

Bild vergrößernAbbildung 15: Das Plugin wurde aktualisiert

Wenn die Zugangsdaten richtig waren, übernimmt WordPress die komplette Update-Routine. Nach wenigen Sekunden (je nach Verbindung) wird das Plugin aktualisiert.

Plugins manuell aktualisieren

Sie können natürlich auch weiterhin die Plugins manuell aktualisieren: Das Programm-Paket herunterladen, entpacken, die Datei bzw. den Ordner (die Anleitungen durchlesen), die alte Plugin-Version auf dem Server deaktivieren und dann löschen, die neue Version in den Ordner /wp-content/ hochladen und anschließend im Plugin-Bereich des Admin-Menüs aktivieren.

Plugins automatisch installieren

Mit der Version 2.7 hat WordPress das Installieren von Plugins vereinfacht. Jetzt ist es möglich Plugins, die sich im offiziellen Plugin-Verzeichnis befinden, automatisch zu installieren.

Der Menüpunkt "Plugins » Installieren" lässt Sie zudem im offiziellen Plugin-Verzeichnis stöbern. Hier können Sie entweder nach einem Plugin suchen oder sich von der umfangreichen Tag-Wolke inspirieren lassen.

Bild vergrößernAbbildung 16: Ein neues Plugin suchen

Ist ein Plugin gefunden, das Sie installieren möchten, so ist die Vorgehensweise die gleiche wie bei der Aktualisierung eines Plugins. Geben Sie Ihre FTP-Zugangsdaten an und lassen Sie WordPress den Rest machen.

Zusätzlich ist es auch möglich, Plugins zu installieren, die man als *.zip-Datei auf dem eigenen Rechner gespeichert hat. Allerdings muss die Datei dafür auch "richtig gepackt" sein, so dass diese Variante der Installation nicht immer funktioniert.

WordPress-Plugins und Sicherheit

Es gibt zwei Gründe, Plugins nur mit Bedacht einzusetzen. Wenn man zu viele Plugins einsetzt, kann es passieren, dass sich die Erweiterungen in die Quere kommen und/oder die Plugins verlangsamen das System. Es ist so ähnlich, wie wenn man aus Neugier dutzende Windows-Programme installiert, sie im Auto-Start-Ordner lässt und irgendwann feststellt, dass Windows langsamer geworden ist.

Eine andere Sache betrifft die Sicherheit. Die allermeisten Erweiterungen stammen von "Drittherstellern". Viele der Autoren sind erfahrene Programmierer, aber da es vergleichsweise einfach ist, ein WordPress-Plugin zu entwickeln, erstellen auch viele ambitionierte Feierabend-Programmierer die Erweiterungen – ein mögliches Sicherheitsrisiko. Es ist nämlich eine Sache, eine Funktion zu Skripten, aber eine ganz andere, diese auch sicher zumachen.

Daher würde ich Ihnen empfehlen, die Suche nach neuen Plugins auf das offizielle Verzeichnis zu beschränken. Hier muss sich der Autor registrieren, bevor er ein Plugin hochladen kann und der Code ist nun für alle Besucher der offiziellen Seite sichtbar. Ist irgendetwas an dem Plugin bzw. seinem Code nicht in Ordnung, wird das früher oder später jemandem aus der großen Community auffallen.

Die Anzahl der Downloads, die Anzahl und die Qualität der Bewertungen geben Ihnen ein zusätzliches Qualitätsmerkmal. Flankiert wird dies dadurch, dass man auf der Übersichtsseite des jeweiligen Plugins die letzten zehn Forenbeiträge sehen kann, die sich auf diese Erweiterung beziehen. So kann man auf eventuelle Fehler in der Erweiterung aufmerksam werden.

Tipp:

Überlegen Sie sich sorgfältig, ob Sie ein Plugin bzw. seine Funktionalität benötigen. Installieren Sie nicht alle Plugins, die nicht bei drei auf den Bäumen sind.

Ein kleiner Tipp für die Paranoiker (nicht böse gemeint) unter uns: Gönnen Sie sich eine Test-WordPress-Installation auf der Sie neue Plugins, Themes und Code-Beispiele ausgiebig ausprobieren können. Geht da mal etwas schief, setzen Sie einfach die Testumgebung neu auf.

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