Schatten richtig zeichnen

Von: Lorenz Hölscher
Stand: 11. Juni 2009
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Runde Objekte

Manuell gezeichnete Kugel

Bisher ging es um den Schatten eines einfachen Quaders. Dort kann man sich in Ruhe für jede einzelne Fläche entscheiden, wie hell oder dunkel der Eigenschatten ist. Bei runden Objekten ändert sich diese Helligkeit aber laufend über die Fläche hinweg.

Fangen wir mit einem einfachen Kreis an:

Ein Kreis (na ja, jedenfalls fast)

Ein schiefer Kreis

Es geht hier gar nicht darum, ob der Kreis genau rund ist. Im Gegenteil, die oft perfekten Zeichnungen diverser Zeichenbücher schrecken meiner Ansicht nach eher ab. Viel wichtiger ist mir hier das Verständnis, welcher Schatten wo warum erscheint. Der Rest ist nur Übung.

So ist es ganz klar eine Fläche, denn ein Kreis ohne Schatten liefert keine Anhaltspunkte für eine räumliche Anordnung.

Eine Kugel mit Eigenschatten

Selbst mit nur ein paar ungenauen Strichen wird auf Anhieb klar, dass aus dem Kreis eine Kugel geworden ist. Damit sie nicht in der Luft schwebt, braucht sie wenigstens noch die Andeutung eines Schlagschattens:

Eine Kugel mit Schlagschatten

Soll die Kugel wirklich schweben beziehungsweise ein Abstand zum nächsten Objekt erkennbar werden, dann liest der Betrachter das am Schlagschatten ab:

Eine Kugel mit abgesetztem Schlagschatten

Die Kugel schwebt umso höher, je weiter der Schlagschatten entfernt ist. Gleichzeitig erhält er mehr Streulicht, wird also insgesamt heller und unschärfer.

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