Zeitfaktoren: Haben Ihre Suchbegriffe das Ablaufdatum erreicht?

Manche Suchbegriffe haben einen Frischhaltefaktor. Ihre Auch?

Von: Saša Ebach
Stand: 8. Oktober 2007
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Über den Autor: Saša Ebach

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Saša Ebach ist der viSEOcoach. Unter www.viSEOcoach.de bietet er seinen Lesern im Videoformat Tipps und Tricks zum Thema Suchmaschinenoptimierung. In Deutschland bisher einzigartig ist seine Videoberatung Suchmaschinenoptimierung, mit der er Kunden dabei hilft, besser gefunden zu werden. Seine wahre Passion ist die Prozessautomatisierung mittels Programmierung. Wofür andere eine Woche Arbeit benötigen, erledigt er mit einem einfachen Klick.

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Die goldene Mitte

Um das richtige Maß an Optimierung bzw. Veränderung Ihrer Seiten zu bestimmen, sollten Sie zunächst Ihre Situation und die Ihrer Mitbewerber beobachten und miteinander vergleichen. Dazu schlage ich ein Vier-Schritte-Programm vor, das ich Ihnen nun zeigen möchte.

Schritt 1: Ranking der Mitbewerber und ihre Updatefrequenz ermitteln

Analysieren Sie das Ranking Ihrer Mitbewerber über einen Zeitraum von einigen Wochen bis wenigen Monaten. Rutschen deren Seiten im Laufe der Zeit auch langsam aus den Top-Ten heraus? Gibt es Mitbewerber, die ihre Positionen stabil halten können? Fragen Sie sich, wie diese es machen. Vielleicht können Sie überprüfen, wie oft Ihre Mitbewerber neue Inhalte auf ihre Websites stellen. Die Frequenz, mit der diese ihre Inhalte aktualisieren bzw. erweitern, nennen wir ab sofort "Updatefrequenz".

Schritt 2: Cachefrequenz ermitteln

Außerdem ermitteln Sie die Cachefrequenz. Bei Google und MSN (live.com) geht das ohne Umwege. (Bei Yahoo leider nicht.) In der Ergebnisliste finden Sie fast immer einen Link zur gecachten Version der aktuellen Webseite (Natürlich nur, wenn der Autor in den Meta-Tags den Wert "noarchive" nicht gesetzt hat). Hier ein Google-Beispiel:

Bild vergrößernGoogle-Ergebnis mit Cache-Link

Wenn Sie darauf klicken, erhalten Sie die gecachte Variante der Webseite, hier vom Wikipedia-Artikel über "Sparta". Ganz oben finden Sie dann das letzte Cache-Datum:

Bild vergrößernCacheversion der Wikipedia-Seite "Sparta". Wichtig: das Cache-Datum oben.

Wenn Sie diesen Wert einmal täglich auslesen, können Sie erschließen, wie hoch die sog. Crawling-Frequenz der Website ist. So etwas lässt sich gut in einem kleinen Skript automatisieren. Oder Sie verwenden dafür ein Tool wie "SEO for Firefox". Damit können Sie sich diese Werte auch automatisch anzeigen lassen, wie der folgende Screenshot zeigt.

Bild vergrößernGoogle-Ergebnisse mit den "SEO for Firefox"-Zusatzinfos

Mit der Erweiterung "SEO for Firefox" wird sich evtl. ein zukünftiger Beitrag genauer beschäftigen. In der Zwischenzeit können Sie sich aber auch auf der englischsprachigen Website des Urhebers informieren - immerhin ist das kein Geringerer als Aaron Wall, der m. E. eines der besten Bücher zum Thema SEO geschrieben hat.

Schritt 3: Durchschnittswerte errechnen

Wenn Sie alle Daten gesammelt haben, können Sie Durchschnittswerte für die entsprechenden Datenpunkte

  1. Ranking,

  2. Updategeschwindigkeit und -menge, und

  3. Cachefrequenz

errechnen.

Vergleichen Sie die Werte der ersten zehn Positionen mit denen der letzten zehn. Aus diesen Werten können Sie grundsätzlich zwei Informationen ableiten:

  • Zum einen sehen Sie, ob die Suchmaschinen die in Frage stehenden Begriffe überhaupt als newslastig interpretieren. Andernfalls werden Sie zwischen den Top-Ten und den Bottom-Ten bezüglich der Frischhaltefaktoren wahrscheinlich kaum Unterschiede feststellen.

  • Zum anderen können Sie sehen, welche Update- und Cachefrequenzen zu den höchsten Positionen führen.

Besonders interessant ist es, wenn Sie feststellen, dass sich die Seiten auf den ersten ca. 10-20 Plätzen im Grunde nur durch unterschiedliche Frischhaltefaktoren von den Seiten auf den Positionen 21-30 unterscheiden. Mit anderen Worten, die Seiten auf den tieferen Positionen sind im Grunde "genauso gut" wie die Seiten darüber - bis auf den Unterschied, dass ihre Autoren sie nicht mehr oder zu selten verändern (Updatefrequenz) und die Suchmaschinen sie daher nicht mehr so oft einlesen (Cachefrequenz). Hätten Sie für solche Suchen die Rankingdaten von vor 12 Monaten, würden Sie wahrscheinlich feststellen, dass diese Seiten mal in den Top-Ten waren.

Schritt 4: Die eigenen optimale Werte für Updatefrequenz und -umfang ermitteln

Jetzt kommt der Punkt, an dem Sie auf Ihren eigenen Seiten aktiv werden. Wenn Sie erstmal wissen, welche Werte zu den Top-Positionen führen, dann können Sie entsprechende Änderungen an Ihren eigenen Websites durchführen. Seien Sie jedoch vorsichtig und führen Sie immer nur "kleine" Änderungen auf einmal durch - Babyschritte sozusagen.

Sie könnten beispielsweise den Titel einer entsprechenden Seite leicht ändern. Das veranlasst die Suchmaschinen dazu, Ihre Seite neu zu evaluieren, denn wenn sich der Titel eine Webseite ändert, müssen die Suchmaschinen von neuem beurteilen, ob Ihre Seite immer noch zum gleichen Themengebiet gehört.

Wenn Sie ohnehin dabei sind, sollten Sie auch gleich ganz neue Inhalte hinzufügen. Wie viele Sie am besten hinzufügen - vielleicht eine Seite pro Tag, Woche oder Monat - haben Sie ja gerade erst in Schritt 3 ermittelt.

Auch hier gilt natürlich das Babyschritte-Prinzip. Sie wollen sich ja auch nicht unnötig Arbeit machen. Wenn Sie als optimalen Durchschnitt drei neue Artikel in der Woche ermittelt haben, dann versuchen Sie es trotzdem erstmal mit einem neuen Artikel die Woche. Vielleicht reicht das ja schon, um bei den Positionen im alten Glanz zu erleuchten.

Jetzt müssen Sie geduldig sein! Das typische Verhalten der Suchmaschinen, wenn Sie durch Änderungen an Ihren Seiten Suchmaschinenoptimierung praktizieren, sieht so aus: Zuerst rutscht die Website komplett ab (unterhalb der Top-100), nur um dann nach ein bis zwei Wochen wieder ein Comeback zu feiern - hoffentlich auf einer höheren Position als zuvor!

Fazit

Auch so kann professionelle Suchmaschinenoptimierung aussehen: Erst aus der geduldigen Beobachtung von Suchergebnissen lassen sich mit der Zeit Schlüsse ziehen bzw. Tests ableiten für die Entwicklung neuer Strategien, und zwar immer mit ein wenig gesundem Menschenverstand (GMV). Nichts, was ich in diesem Artikel beschrieben habe, ist sonderlich schwer. Um nicht den Anschluss an die Entwicklungen der Suchmaschinen zu verlieren und um kein unnötiges Risiko einzugehen, müssen Sie jedoch mit Bedacht vorgehen, Ihre Entscheidung in Ruhe treffen und dabei die bestmöglichen Datenpunkte zugrunde legen.

Denken Sie immer daran, dass Sie Ihre Tests in "Babyschritten" durchführen. Viele Anfänger brechen in Panik aus, wenn ihre gewinnbringenden Keywords verloren gehen, und reagieren mit massiven Änderungen an der kompletten Website. Das ist in den seltensten Fällen die richtige Vorgehensweise! Ihre Seiten waren doch schon in den Top-Ten. Warum sie jetzt komplett ändern? Von Platz 30 auf Platz 1 ist es schließlich nicht sonderlich weit.

Ich hoffe, dass Ihnen dieser Tipp dabei hilft, Ihre alten Positionen zurückzuerobern. Und wie immer: Wenn Sie damit (oder mit einer modifizierten Strategie) Erfolg hatten, dann lassen Sie von sich hören. Am besten direkt hier in den Kommentaren.

Quellen

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Wir betreiben verschiedene Internetseiten. Eine dieser Seiten www.ostfriesland-angelurlaub.de (keine Doublette) ist seit 5 Monaten im Netz und steht nicht auf dem Google-Index, bei den anderen Suchmaschinen ist sie gelistet. Woran kann das liegen?

Lieber Anonym,

lesen Sie doch mal den Artikel zu den Google Webmaster Tools von mir hier auf akademie.de und prüfen Sie mal Ihre Backlinks. Ihr Bereich scheint moderat umkämpft zu sein. Das bedeutet Sie brauchen ein paar gute Links von anderen Seiten.

Abgesehen davon sind die Kommentare an diesem Artikel keine Individualberatung. Versuchen Sie doch mal ein Forum zum Thema Suchmaschinenoptimierung.

-Sasa Ebach

naja, wenn man kopierte Texte 1zu1 übernimmt.... :-))

MFG
www-punkt-edv-lux-punkt-de

Genau welche Texte sind denn kopiert und 1 zu 1 übernommen und wo sind die Quellen dafür?

naja,

entweder haben Sie Texte von anderen Seiten übernommen oder die anderen haben Ihre Texte übernommen. Beides ist schlecht...

Stichwort: Duplicate content - heisst so etwas wie ein Text kommt ein paar mal im Internet vor.

MFG
L-u-x.

Na, ich bin mir sicher, dass Sasa Ebach die negative Folgen von Inhalts-Doubletten fürs Google-Ranking kennt. :-)

Ganz unabhängig von der SEO-Perspektive ist der Vorwurf, man hätte Texte 1:1 übernommen nun mal auch ehrenrührig und nicht ganz zuletzt auch juristisch relevant. Schließlich handelt es sich dabei um die Unterstellung, Textklau begangen und gegen Urheberrecht verstoßen zu haben.

So gesehen war die Rückfrage schon sehr berechtigt: Woher soll Sasa Ebach denn den Text bitte schon herkopiert haben? Oder wer hat umgekehrt von hier Passagen übernommen?

Oder meinten Sie etwas ganz anderes und wir haben Sie schlicht missverstanden?

mit freundlichen Grüßen
Simon Hengel
Redaktion akademie.de

Hallo Lux,

ja, wo haben Sie diesen Artikel denn "dupliziert" gefunden? Sie sehen ja, dass meine Quellen hauptsächlich aus dem englisch-sprachigen Internet kommen. Natürlich umschreibe ich "in deutschen Worten" das, was ich dort gefunden habe. "Duplicate Content", so wie der Begriff im Bereich der Suchmaschinenoptimierung verwendet wird, bedeutet aber etwas anderes - nämlich die exakte Kopie zweier oder mehrerer Dokumente unter verschiedenen Adressen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sie meinen, dass ich den Artikel einfach nur irgendwo kopiert habe oder ob Ihrer Meinung nach der Duplicate Content irgendwas mit den Zeitfaktoren zu tun haben sollte. Wie auch immer, beides ist nicht korrekt.

Viele Grüße
Ihr Sasa Ebach