öffentlich
Redaktion Druckversion

Steuerliche Behandlung des Arbeitslohns für eine nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer

Steuerliche Behandlung des Arbeitslohns für eine nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer

Der Steuerfreibetrag gilt sowohl bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit (= Arbeitslohn) als auch bei Einkünften aus selbständiger Tätigkeit (= freiberufliche Tätigkeit).

Erfolgt die nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder oder Betreuer als nichtselbständige Tätigkeit, ist die Vergütung als Arbeitslohn zu behandeln. Ergo: Es müssen Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden. Für die lohnsteuerliche Behandlung des Arbeitslohns für eine Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder oder Betreuer ergibt sich folgende Übersicht:

Bild vergrößern

Wird die nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder oder Betreuer in einem Dienstverhältnis ausgeübt, so bleibt der Freibetrag bei der Prüfung der Frage, ob die 400-Euro-Grenze eingehalten ist, außer Betracht. Legt der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerkarte vor, hat der Arbeitgeber den steuerfreien Betrag beim Lohnsteuerabzug zu berücksichtigen.

Der Freibetrag wird vom Finanzamt allerdings nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.

Steuerfreier Auslagenersatz, Reisekostenersatz usw. können (vom Arbeitgeber) zusätzlich zum Freibetrag gewährt werden. Der 2.100-Euro-Freibetrag ist nämlich nur auf die von anderen Steuerbefreiungsvorschriften nicht erfassten Beträge anzuwenden!

Das Finanzamt ist verpflichtet, bei der Anwendung verschiedener Befreiungsvorschriften die für den Steuerpflichtigen günstigste Reihenfolge anzuwenden. Ob das in der Praxis immer der Fall ist, sei dahingestellt. Im Zweifelsfall können Sie sich aber auf diesen Passus berufen!

Werden mehrere begünstigte nebenberufliche Tätigkeiten ausgeübt, so kann der Freibetrag insgesamt für alle Tätigkeiten nur einmal gewährt werden (siehe Kapitel "Mehrere Nebentätigkeiten nebeneinander").

Für Arbeitgeber

Um sicherzustellen, dass die Steuerbefreiung nicht mehrfach in Anspruch genommen wird, müssen sich Arbeitgeber von Ihren Angestellten schriftlich bestätigen lassen, dass die Steuerbefreiung nicht bereits in einem anderen Dienst- oder Auftragsverhältnis berücksichtigt wird. Diese Erklärung ist als Beleg zum Lohnkonto zu nehmen.

Mitglied werden, Vorteile nutzen!

  • Sie können alles lesen und herunterladen: Beiträge, PDF-Dateien und Zusatzdateien (Checklisten, Vorlagen, Musterbriefe, Excel-Rechner u.v.a.m.)
  • Unsere Autoren beantworten Ihre Fragen

Newsletter abonnieren