Cloud-Computing im eCommerce: Wie Online-Shop-Betreiber Funktionen ihres Shops auslagern - in eine Cloud

Cloud im eCommerce: Wozu es dient und was es bringt

∅ 5 / 1 Bewertungen

Cloud im eCommerce: Wozu es dient und was es bringt

Auf den ersten Blick erscheint Cloud-Computing eher als ein weiteres Hype-Thema. Doch es gibt bereits mehr Dienstanbieter und Anwendungen, als Sie denken. Garantiert nutzen Sie bereits den einen oder anderen Cloud-Dienst, ohne es zu ahnen. Und die Umsatzentwicklung des Cloud-Computing Marktes nimmt laut Branchenverband bitkom stark zu. Bis 2015 liegen die Erwartungen beim Wachstum jährlich zwischen 26 bis 68 %, da den Unternehmen dadurch massive Wettbewerbsvorteile entstehen.

Was bedeutet eigentlich "Cloud-Computing"?

Cloud-Computing bezeichnet Netzwerkdienste zur zeitnahen, einfachen Bereitstellung von IT-Infrastrukturen, welche sich dynamisch an den Bedarf des Unternehmens anpassen lassen. Dabei unterscheidet man zwischen Hardware-Infrastrukturen (Rechner, Speicher, Netze) und Software-Umgebung (Anwendungen, Betriebssysteme, Management- und Entwicklungs-Tools). Der Zugriff auf die jeweiligen verschiedenen Dienste erfolgt über ein Netzwerk. Kleine und mittelständische Unternehmen verwenden dazu häufig das Internet. Große Firmen nutzen auch so genannte "Private Clouds" über ein firmeninternes Intranet, welche wiederum ergänzt werden durch eine sogenannte "Public Cloud", die öffentlich nutzbar ist. Die am häufigsten genutzten Cloud-Services für Shopbetreiber tragen zur Erhöhung von Server-Kapazitäten mit Datenspeicherung und Datensicherung bei oder bieten E-Mail-/Kollaboration-Tools. Daneben findet man zahlreiche Office-Anwendungen.

Was spricht für die Cloud im eCommerce?

Am meisten verlockend für Sie als Shopbetreiber ist die höhere Flexibilität von Datentransfers zu Stoßzeiten (wie Weihnachten) oder anderen saisonalen Umsatzschwankungen.

Daneben lassen sich Shopsysteme über die Cloud auch schnell und ohne großen Aufwand an neue Gegebenheiten anpassen (Einbau neuer Schnittstellen, Einfügen von Produktvideos u. ä.).

Die folgenden Punkte liefern eine erste Übersicht über den möglichen Einsatz von Cloud-Computing im eCommerce. Die einzelnen Aspekte werden anschließend vertieft.

  • Flexible Anpassung: IT-Ressourcen stehen passgenau und bedarfsorientiert bereit (verbrauchsabhängige Abrechnungsmodelle). Somit skalieren Sie nach Bedarf Ihren Speicherplatz und Datentransfer jederzeit nach oben und unten. Mehr dazu unter "Cloud Server on Demand".

  • Schnelle Umsetzung: Ein neues Shopsystem bzw. technische Erweiterung an das bestehende System ist schneller für Sie realisiert. Denn Sie müssen nicht lange warten, um auf ein neues IT-Umfeld umzustellen, da lange Prozesse zu technischen und organisatorischen Umsetzungen wegfallen.

  • Sinkende Kosten: Teure Hard- oder Software-Anschaffungen entfallen, da Sie Cloud-Dienste bedarfsorientiert anmieten können, wie Shopsystem, E-Mail-Tools, Thin-Clients usw. Mehr unter "Shopsysteme in der Cloud" und "Hardware in der Cloud".

  • Effizienter Administrationsaufwand: Benutzerfreundliche Standardlösungen lassen sich bequem und schnell in Ihre vorhandene IT-Infrastruktur einbinden. Somit minimiert sich Ihr Administrationsaufwand und dessen Kosten. Siehe auch unter "Shopsysteme in der Cloud" und "Online-Tools zur Fakturierung".

Nachteile von Cloud-Computing

Natürlich ist nicht alles rosig, gerade was die Unternehmenslandschaft in Deutschland betrifft. Die wichtigsten Hemmfaktoren im Zusammenhang mit Cloud-Computing sind Sicherheitsbedenken, Kontrollverlust über die Daten und die Verletzung von Compliance-Richtlinien. Achten Sie daher auf das Einhalten von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen bzw. Richtlinien:

  • Sicherheit: Lässt sich mit geeigneter Verschlüsselungstechnik bei Datenhaltung und Datentransfer erhöhen.

  • Integrationsfähigkeit: Anwender erwarten für ihre Businessumgebung ganzheitliche und möglichst reibungsfreie Prozesse.

  • Kontrollverlust: Der physische Zugriff auf Ihren Datenbestand steht nicht komplett unter Ihrer eigenen Kontrolle. Durch Transparenz, Service Level Agreements, technische Lösungen und persönliche Ansprechpartner lässt sich dies ausräumen.

  • Ausfallschutz (Datenverfügbarbeit): Achten Sie bei der Serverwahl auf das sogenannte Service Level Agreement (SLA). Es garantiert die Verfügbarkeit des Servers. Gerade im Bereich Server-Service spielen Qualität und Performance eine entscheidende Rolle.

  • Compliance-Probleme: Durch die verteilte Datenhaltung auf verschiedenen Servern entstehen in Deutschland rechtliche Schwierigkeiten bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Der Provider muss dafür Sorge tragen, dass der Ort Ihrer Datenhaltung vertraglich auf das Rechtsgebiet Deutschlands oder der EU begrenzt ist.