So erstellen Sie ein Backup

Festplattenerkennung

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Festplattenerkennung

3. Schritt: Festplattenerkennung

Leider hat die Backup-Festplatte keinen Anspruch auf einen festen Laufwerksbuchstaben. Deshalb kann es passieren, dass das Script versucht, die Datensicherung auf ein anderes Medium, z.B. einen USB-Stick, eine weitere externe Festplatte oder gar auf den Speicher einer zufällig angeschlossenen Digitalkamera zu schreiben. Damit es dazu nicht kommt, kann man die Backup-Festplatte mit einem kleinen "Eselsohr" in Form einer speziellen Datei markieren. Das Script prüft das Vorhandensein dieser Datei und stellt daraufhin den richtigen Laufwerksbuchstaben als Kopierziel ein. Die Markierungsdatei selbst kann einfach mit dem Editor erzeugt werden, wobei ein beliebiges Suffix gewählt werden kann.

Festplattenerkennung - So wird's gemacht:

Erzeugen Sie auf Ihrer Backup-Festplatte im Stammverzeichnis eine Datei z.B. bu.zmf

Die Endung .zmf ist frei gewählt, wobei darauf geachtet wurde, keinen wirklich existierenden Dateityp zu verwenden.

Der Inhalt der Datei ist vollkommen gleichgültig, es wird nur deren Vorhandensein überprüft! Sinnvoll könnte ein Text wie dieser sein: "Achtung nicht löschen! Die Datei wird vom Backup-Script benötigt!"

Ändern Sie Ihre Batch-Datei. Das Beispiel zeigt die veränderte Datei:

set Ziel=NUL

if exist f:\bu.zmf set ziel="f:\%date%"

if exist g:\bu.zmf set ziel="g:\%date%"

if exist h:\bu.zmf set ziel="h:\%date%"

if exist i:\bu.zmf set ziel="i:\%date%"

if exist j:\bu.zmf set ziel="j:\%date%"

if exist k:\bu.zmf set ziel="k:\%date%"

xcopy d: %ziel% /s /v /c /i /f /h /y

Das Script "probiert" die angegebenen Laufwerkspfade aus, um die Markierungsdatei zu finden. Ist das erfolgreich, wird die Variable des Kopierziels auf den korrekten Wert eingestellt.

Sollte versehentlich keine externe Festplatte angeschlossen sein, wird dem xcopy-Befehl der in diesem Zusammenhang unsinnige Wert NULL übergeben, so dass das Script unverrichteter Dinge aufgibt.

Recovery

Da die Daten auf der Backup-Festplatte im originalen Dateiformat vorliegen, können die Informationen problemlos datei- oder ordnerweise mit dem Explorer auf das eigene oder ein beliebiges System zurückkopiert werden. Ein einfaches Anstecken der Festplatte genügt! Es ist jedoch zu bedenken, dass die Daten der Backup-Festplatte keinen speziellen Schutz haben. Vorsicht mit Lösch- oder Überschreibe-Operationen!

1-Klick Datensicherung auf DVD

Eine ganz ähnliche Lösung lässt sich auch realisieren, wenn man die Datensicherung auf DVD anstrebt. Benötigt wird dafür das verbreitete Brennprogramm Nero, dem auch eine Kommandozeilenversion nerocmd.exe beiliegt. Eine gutes Beispiel und eine Beschreibung der eines 1-Klick-Backups auf dieser Basis findet sich im Online Archiv der Zeitschrift PC-Welt. Auch wenn die genannte Beschreibung nur CD-RWs als Medien erwähnt, lassen sich die Ausführungen problemlos auf DVDs übertragen.

Fazit

Das wichtigste am Backup ist, dass es überhaupt durchgeführt wird.

Selbstverständlich bieten professionelle Backup-Programme für diesen Zweck ausgefeilte Features. Transparenz ("Was genau macht das Programm mit den Daten?") und intuitive Bedienung sind dabei regelmäßig nicht die Stärken der Profi-Tools. Zudem erschweren eigene Dateiformate und Kompressionsmechanismen die Wiederherstellung.

Wer die Auseinandersetzung mit dem xcopy-Kommando und einfachem Batch-Scripting nicht scheut, bekommt in Verbindung mit externen Festplatten eine überschaubare und robuste Lösung zur Datensicherung. Durch das originale Datenformat wird die Wiederherstellung der Daten dabei zum Kinderspiel.

Die vorgestellten Backup-Methoden eigenen sich auch hervorragend um Daten von einem System auf ein anderes zu übertragen!

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