So erstellen Sie ein Backup

Schritt für Schritt

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Schritt für Schritt

Schritt für Schritt-Anleitung: 1-Klick Datensicherung auf externen Festplatten

Sind eine oder gar zwei externe Festplatten gekauft, fehlt nur noch ein geeignetes Werkzeug für die Datensicherungen. Im einfachsten Fall muss das gesuchte Programm lediglich in der Lage sein, Ordner, Unterordner und Dateien von der fest im Computer eingebauten auf die externe Festplatte zu kopieren. Datenkomprimierung oder gar herstellerspezifische Dateiformate sind dabei eher fehl am Platze, weil eine Rücksicherung einzelner Dateien damit unnötig erschwert wird.

Erstaunlicherweise halten alle Windows-Versionen mit dem eingebauten xcopy-Befehl schon ein Tool bereit, das sich hervorragend zum Kopieren ganzer Ordnerstrukturen verwenden lässt. Ein weiterer Vorteil: Eventuell vergebene Sicherheitsberechtigungen und Dateiattribute bleiben beim Kopiervorgang erhalten.

Benötigt wird nicht mehr als eine Desktopverknüpfung oder (in der komfortableren Variante) eine einfache ausführbare Textdatei (eine so genannte Batch-Datei), die den Befehlsaufruf für den xcopy-Befehl enthält.

Im Folgenden wird der Aufbau einer solchen Lösung in 3 Schritten beschrieben. Ausgehend von einer Basisvariante werden nach und nach sinnvolle Zusatzfunktionen integriert. Trotzdem bleibt das Backup-Verfahren ausgesprochen übersichtlich, so dass im Fall des Falles Unklarheiten ausgeschlossen sein sollten.

1. Schritt: Minimalbackup

In der Minimalversion wird eine Verknüpfung auf dem Desktop erzeugt, mit der ohne weitere Rückfragen ein Backup der festgelegten Daten auf die angeschlossene externe Festplatte erfolgt. Bei jedem weiteren Backup werden die Daten durch die jeweils neue Version überschrieben.

Minimalbackup - So wird's gemacht:

Finden Sie heraus, wo die zu sichernden Daten liegen! Im Beispiel ist das die gesamte Partition "d:", möglich wären aber auch "c:\Dokumente und Einstellungen\Max\Eigene Dateien" oder andere Speicherorte.

Schließen Sie Ihre USB-Festplatte an und notieren Sie den Laufwerksbuchstaben dieses Datenträgers, z.B. "f:"

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop und wählen Sie Neu - Verknüpfung!

51076_verkn.jpg

Neue Verknüpfung

Im Fenster "Verknüpfung erstellen" werden Sie aufgefordert, den "Speicherort des Elementes" anzugeben.

Ignorieren Sie die Schaltfläche "Durchsuchen" und tippen Sie folgenden Befehl ein:

xcopy <Quelle> <Ziel> /s /v /c /i /f /h /y

(Der Befehl xcopy kennt ein ganzes Alphabet von Parametern. Eine Beschreibung findet man nach Öffnen der Eingabeaufforderung (Alle Programm - Zubehör - Eingabeaufforderung) mit dem Kommando xcopy /?)

<Quelle> und <Ziel> müssen natürlich durch die konkreten Angaben ersetzt werden, also z.B:

xcopy d: f:\backup /s /v /c /i /f /h /y

oder

xcopy "c:\Dokumente und Einstellungen\Max\Eigene Dateien" f:\backup /s /v /c /i /f /h /y

(In beiden Fällen erscheinen die gesicherten Dateien im Unterordner Backup der externen Festplatte f:)

Weil das Eingabefeld sehr klein ist und man sich darin leicht verschreibt, ist es günstiger, den Editor (Alle Programme - Zubehör - Editor) zu öffnen und den Befehl zunächst hier einzutippen, anschließend zu markieren, zu kopieren und mit Strg-V in das Fenster "Verknüpfung erstellen" einzufügen.

Drücken Sie "Weiter" und geben Sie als Bezeichnung den Text ein, den Sie später auf dem Desktop sehen wollen. (z.B. "Backup") Drücken Sie anschließend "Fertig stellen".

Perfektionisten können die Verknüpfung mit einem aussagekräftigen Symbol versehen:

Rechtsklick auf die gerade erstellte Verknüpfung - Eigenschaften - Anderes Symbol

Das Ergebnis könnte so aussehen:

51077_desktop_1.jpg

2. Schritt: Backup in Generationen

Ein Nachteil des beschriebenen Minimal-Backups ist, dass die Daten jeweils neu überschrieben werden. Was bei einem Festplattencrash eine sichere Rettung verspricht, vereitelt die Suche nach einer bestimmten Dateiversion, die vielleicht schon einige Wochen alt ist.

Das Speichern verschiedener Datengenerationen verspricht Abhilfe. Bei diesem Generationen-Backup wird zur Sicherung jeweils ein neuer Ordner angelegt, so dass die verschiedenen Backup-Daten parallel existieren. Der Einfachheit halber spiegeln die Bezeichnungen der Ordner das jeweilige Datum der Sicherung wieder. Von Zeit zu Zeit ist allerdings ein manuelles Löschen einzelner Backups notwendig, denn auch die größte Festplatte geht einmal zur Neige.

Um das Ziel eines Generationen-Backups zu erreichen, benötigt man jetzt mehrere Befehlszeilen, die nacheinander abgearbeitet werden. Dazu ist es nötig, die Befehle zeilenweise in eine einfache Textdatei abzulegen. Die verschiedenen Kommandos ergeben einen Stapel von Befehlen. Folgerichtig kennzeichnet man diese Datei als (Befehls-)Stapeldatei (engl. Batch) mit der Dateiendung ".bat"

Generations-Backup - So wird's gemacht:

Starten Sie noch einmal von vorn: Finden Sie auch hier heraus, wo die zu sichernden Daten liegen! Im Beispiel ist das die gesamte Partition "d:", möglich wäre aber auch zum Beispiel "c:\Dokumente und Einstellungen\Max\Eigene Dateien".

Schließen Sie Ihre USB-Festplatte an und notieren Sie den Laufwerksbuchstaben, z.B. "f:"

Öffnen Sie den Editor. Alle Programme - Zubehör - Editor

Erstellen Sie im Editor folgende Befehlsliste:

set Ziel="<Ziel>\%date%"

xcopy <Quelle> %ziel% /s /v /c /i /f /h /y

Auch hier müssen <Quelle> und <Ziel> durch die konkreten Angaben des Systems ersetzt werden. Daraus ergibt sich beispielsweise diese Befehlsliste:

set Ziel="f:\%date%"

xcopy d: %ziel% /s /v /c /i /f /h /y

Speichern Sie die Datei als "backup.bat" direkt auf dem Laufwerk c:

Klicken Sie rechts auf eine freie Stelle auf dem Desktop und wählen Sie Neu - Verknüpfung.

Im Fenster "Verknüpfung erstellen" werden Sie aufgefordert, den "Speicherort des Elementes" anzugeben. Navigieren Sie diesmal mit der Schaltfläche "Durchsuchen" zu Ihrer Datei "backup.bat", drücken Sie "Weiter" und geben Sie als Bezeichnung den Text ein, den Sie später auf dem Desktop sehen wollen. (z.B. "Backup") Drücken Sie anschließend "Fertig stellen".

Auch hier kann anschließend noch - wie im Tipp weiter oben beschrieben - in den Eigenschaften der Verknüpfung das Symbol verändert werden.