Fotos und Grafiken verwalten mit Adobe Bridge CS3

Adobe Bridge

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Adobe Bridge

Digitalkameras verführen zu hemmungslosem Knipsen. Schnell kommen große Mengen an Bilddateien zusammen und die Festplatte droht zum Bildergrab zu werden, in dem auch die guten Fotos verschwinden. Der komplett überarbeitete Bildverwalter Bridge, den Adobe zusammen mit der Creative Suite 3 ausliefert, ist ein ideales Werkzeug, um das zu verhindern: Mit Bridge lassen sich Bilder bequem beurteilen, bewerten und verwalten.

In diesem Artikel geht es darum, wie man Foto-Dateien speziell mit dem Adobe-Programm "Bridge" verwaltet. Eine Einführung in das "Vorgängermodell" finden Sie im Beitrag "Die Bilderflut im Griff: Photoshops Dateibrowser effizient nutzen".

Allgemeine Tipps zur effizienten Verwaltung Ihrer Foto-Dateibestände finden Sie im Beitrag "Archivierung digitaler Bilddaten: Foto-Dateien strukturiert ablegen, sichern, archivieren".

Eine kostenlose Software für die Bildarchivierung, aber auch -bearbeitung, ist das kostenlose "Bildbetrachtungsprogramm Plus" IrfanView.

Rundgang durchs Cockpit: die Bridge-Oberfläche

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Bridge-Startbutton

Aus Photoshop starten Sie Bridge entweder über Datei - Durchsuchen (Alt + Strg + O bzw. Wahl + Befehl + O) oder direkt durch einen Klick auf das Bridge-Icon am rechten Rand der Optionsleiste, direkt vor dem Palettenraum. Sie können Bridge aber auch als Solo-Programm starten, ohne zuerst Photoshop oder eine andere Applikation der Creative Suite aufzurufen.

Das Bridge-Arbeitsfenster (s.u.) ist dreigeteilt, zumindest in der Standardansicht (Sie können das Arbeitsfenster auch noch an eigene Bedürfnisse anpassen - dazu später mehr!). Rechts und links finden Sie Paletten mit verschiedenen Funktionen. Anders als in Photoshop können diese Paletten allerdings nicht verschoben werden.

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Die Bridge-Arbeitsoberfläche

  • Links oben finden Sie unter Favoriten (1) eine Reihe von Programm- und Ordner-Icons.

  • Mithilfe der Registerlasche Ordner (2) können Sie auch durch die Ordnerstruktur Ihres Rechners navigieren.

  • Unterhalb der beiden Navigationsregister Favoriten und Ordner sehen Sie die (Datei-)Filter (3). "Filter" steht in Bridge nicht für Kreativfunktionen zur Bildverfremdung, wie in Photoshop selbst. Vielmehr sind die Filter hier ein Hilfsmittel zur Dateisuche! In der Mitte erscheinen die Bildminiaturen, die den Inhalt des jeweils aktuellen Ordners anzeigen.

  • Die Anordnung dieser Miniaturen kann auch auf Knopfdruck mit drei kleinen Buttons (4) verändert werden. Rechts finden Sie in der Standardansicht ein Vorschaufenster (im Screenshot ausgeblendet) sowie je eine Palette zur Bearbeitung von Metadaten (5) und Stichwörtern (6).

  • Metadaten und Stichwörter sind Informationen, die in die Datei geschrieben werden, jedoch nicht im Bild zu sehen sind. Dies können Infos zu den Aufnahmeparametern sein, zu Autorenschaft und Urheberrechten, aber auch Schlagworte, die Sie selbst vergeben, um Dateien besser verwalten zu können. (Mehr dazu finden Sie in "EXIF-Daten auslesen und auswerten" und "Zusatzinformationen zur Foto-Datei: EXIF und IPTC-Daten".)

  • Über allem finden Sie eine Menü- und Funktionsleiste. Letztere enthält vor allem Funktionen, mit denen Sie flott durch Ihre Datei-Verzeichnisse navigieren können.

Miniaturgröße ändern, Arbeitsfläche anpassen

Palette vergrößern

Im Übersichtsscreenshot oben wird die Palette Vorschau, wie erwähnt, nicht angezeigt. Warum? Sie ist schlichtweg überflüssig, denn in Bridge können Sie die Größe der Miniaturen so einfach anpassen, dass Sie kein extra Vorschaufenster brauchen. Dazu müssen Sie einfach nur an dem Regler ziehen, den Sie an der unteren Kante des Programmfensters (eher rechts) sehen.

Und wie werden Sie die Palette Vorschau wieder los? Ganz einfach, indem Sie im Menü Fenster das entsprechende Häkchen entfernen! Auch andere nicht benötigte Bereiche der Arbeitsfläche können Sie so kurzfristig aus dem Blickfeld verbannen. Die Höhe oder Breite der Palettenbereiche rechts und links variieren Sie ganz einfach, indem Sie mit der Maus an deren Begrenzungen ziehen.

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