Geld verdienen mit Digitalfotos

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Alternativen zur Bildagentur

Wem der ganze Aufwand mit Bildagenturen zu groß ist, hat trotzdem eine Chance, sich ein Taschengeld dazu zu verdienen: Viele Firmen, die auf der Suche nach Bildmaterial sind, recherchieren selbst im Internet und kontaktieren Webseitenbetreiber direkt. Wenn Sie eine gut besuchte Galerieseite im Internet haben, können Sie davon ausgehen, dass Sie gefunden werden. Wichtig ist dafür, dass Ihre Bilder von den Suchmaschinen indiziert werden. Dazu sollten Sie Ihre Seiten mit entsprechenden Seitennamen, Meta-Tags, Texten und Bildbeschreibungen (ALT-Text) aus- bzw. aufrüsten - und warten. Wenn jemand Interesse an Ihrem Bild hat, verhandeln Sie direkt mit dem Kunden. Aber Vorsicht: rechtlich gelten für Ihre Fotos die gleichen Einschränkungen hinsichtlich der Model- oder Property-Releases. Ihr Kunde hat möglicherweise noch weniger Ahnung als Sie. Wenn er Ihr Foto verwendet und eine Klage ins Haus flattert, wird diese ohne Umwege auf Sie als Bildanbieter weiter geleitet.

Bevor Sie ein Angebot abgeben, fragen Sie nach, für welchen Zweck und in welchem Umfang das Bild verwendet werden soll. Fragen Sie auch, welchen Preis der Kunde zu zahlen bereit ist. Studieren Sie die aktuellen Preise der Online-Agenturen und bieten Sie zu ähnlichen Konditionen an. Wenn eine Agentur 50 EUR verlangt, verlangen Sie dasselbe oder nur knapp weniger. Im Interesse aller Bildermacher sollten Sie Ihre Aufnahmen nicht kostenlos oder zu Schleuderpreisen anbieten, weil Sie damit den Markt und den Preis kaputt machen.

Verständlicherweise sind viele Amateure stolz darauf, ein Foto mit ihrem Namen irgendwo zu sehen und so manche Clubzeitschrift oder Homepage gäbe es nicht, wenn jeder seine Fotos nur gegen Bezahlung heraus rücken würde. Die Kostenlos-Mentalität hat in den letzten Jahren aber leider auch viele Insolvenzen verursacht. Betreiben Sie Ihre Preispolitik also mit Verstand und verlangen Sie ggf. einen symbolischen Preis, den sich auch ein Privatmann leisten kann.

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Bildsuche bei Google

Buchtipps und Links

Handbuch zum Fotorechtvon Alexander Koch

Foto- und Bildrecht (Wanckel/Nitschke)

Fototalk Forum rund ums Geldverdienen mit Bildern

Fotorecht im Internet

www.fotorecht.de

law-blog: Fotorecht

Bildrechte (Zusammenfassung bei Wikipedia)

Recht am eigenen Bild (Zusammenfassung bei Wikipedia)

Markenrecht (Zusammenfassung bei Wikipedia)

Infos zum Property Release plus weitere Infos bei der deutschen Fotocommunity

Fazit

Für den Amateur lohnt sich das Anbieten von Bildern aus zweierlei Gründen: Er kann prüfen, ob seine Fotos auf dem Markt erfolgreich sind und er kann sich ein Taschengeld dazuverdienen. Auf diese Weise mehr als einen kleinen Nebenverdienst zu erzielen, ist für Amateure allerdings nicht gerade einfach. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Thema Fotorecht gewidmet werden.

  • Zeitschriften, Firmen, Webdesigner und Werbeagenturen suchen immer nach Bildmaterial.

  • Die Fotos müssen bestimmte technische, rechtliche und qualitative Kriterien erfüllen, die von den Bildagenturen geprüft werden: Pixelzahl, gestalterische Kriterien, Verwertbarkeit des Motivs

  • Kleine und neue Agenturen nehmen oft sehr gerne (gutes) Material von Amateuren

  • Die rechtlichen Anforderungen an Bilder werden immer strenger. Der Fotograf kann sich nicht immer auf seine Agentur verlassen und sollte selbst gut über Bildrechte Bescheid wissen

  • Erhält man einen Vertrag bei einer großen und etablierten Agentur, so erhöhen sich die Chancen, Bilder zu verkaufen. Die Anforderungen an Fotografen und Bildmaterial sind aber entsprechend hoch

  • Die Agenturen verlangen i. d. R. 50% des Honorars, das vom Kunden für ein Bild gezahlt wird. Wer nichts verkauft, erzielt auch keine Einnahmen. Abgerechnet wird erst, wenn der Kunde für das Bild(recht) gezahlt hat.

  • Die Preise, die sich für Bilder erzielen lassen, schwanken stark und sind abhängig von verschiedenen Faktoren wie Exklusivität, Ausgabemedium, Ausgabegröße, Auflagenhöhe, Verbreitung und Bildmotiv

  • Der Arbeits- und Zeitaufwand für das Einstellen von Bildern darf nicht unterschätzt werden: Bilderupload und das Bereitstellen von Bildinformationen und Schlagwörtern ist zeitaufwändig

  • Wer mit Bildern mehr als nur ein Taschengeld verdienen möchte, muss in der Lage sein, regelmäßig überdurchschnittliche Bildmotive in guter Qualität an Agenturen zu liefern