Gerichtliches Mahnverfahren

Antragsformular

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Antragsformular

Der Antrag

Um einen gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungsbescheid zu beantragen, haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  • Entweder Sie nutzen das "klassische" Papierformular oder

  • Sie beantragen das Ganze elektronisch (Abwicklung per Bar-Code, mittels einer Gerichts-Software oder direkt bei einem der Mahngerichte).

Die Hinweise in diesem Beitrag beschränken sich auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheids per Papierformular!

Das Formular für den Mahnbescheid-Antrag können Sie in Geschäften für Bürobedarf erwerben (ca. 1,50 Euro) oder hier herunterladen.

Das Formular aus dem Handel besteht aus zwei miteinander verbundenen DIN4-Seiten mit einer selbstdurchschreibenden Kopie für Ihre Unterlagen (das Online-Formulat hat diese Kopie nicht):

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Antragsformular für das gerichtliche Mahnverfahren

Am besten füllen Sie das Formular mit der Schreibmaschine aus (falls Sie noch eine haben). Alternativ können Sie die Angaben handschriftlich machen, sollten dabei jedoch unbedingt in leserlichen (!) Druckbuchstaben schreiben!

Antragsteller: Wer macht eine Forderung geltend?

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Wer ist Gläubiger

Bevor Sie den Antrag ausfüllen, müssen Sie zunächst überlegen, ob Sie Ihre Forderung privat oder gewerblich geltend machen. Üben Sie ein Gewerbe aus (siehe das Beispiel Dachdecker) oder schuldet Ihnen jemand privat Geld (Beispiel Rollerverkäufer)?

Soll eine private Forderung geltend gemacht werden, müssen Sie Spalte 1 ausfüllen. Geben Sie Ihre persönlichen Daten gemäß der Vorlage an.

Wenn Sie die Forderung nicht allein stellen, sondern gemeinsam mit einem weiteren Anspruchsteller (z. B. Ihrer Ehefrau), können Sie weitere Angaben in der Spalte 2 machen.

Stellen Sie eine geschäftliche Forderung (z. B. die Rechnung des Dachdeckers), nutzen Sie die Spalte 3.

In das Kästchen in Zeile 8 tragen Sie die Ziffer "3" ein, wenn Sie eine Einzelfirma betreiben; bei einer GmbH & Co. KG die "4". Bei einer sonstigen Rechtsform (z. B. GbR, GmbH) lassen Sie das Kästchen frei und tragen nur die Rechtsform rechts in der Zeile ein.

Die Spalte "Gesetzlicher Vertreter" müssen Sie nur ausfüllen, wenn für den Antragsgegner ein Vertreter anzugeben ist, wenn z. B. ein Betreuer eine Forderung für die von ihm betreute Person geltend macht. Bei einer Firma etwa ist der Geschäftsführer zu benennen.

Gegen wen wird die Forderung geltend gemacht?

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Wer ist der Schuldner?

Anschließend müssen Sie exakt definieren, an wen sich Ihr Anspruch richtet.

Bei Privatpersonen muss ab Zeile 17 die Spalte 1 eingetragen werden (ggf. - bei einem weiteren Anspruchsgegner - auch die Spalte 2; sind beide Schuldner gleichermaßen zur Zahlung verpflichtet, ist in Zeile 17 rechts das Kästchen anzukreuzen, "Gesamtschuldner". Dies ist z. B. dann der Fall, wenn es sich um Eheleute handelt, die beide zur Zahlung der Schuld herangezogen werden können, z. B. wenn ein Ehepaar einen Schrank gekauft hat, oder ein lediges Pärchen, das gemeinsam eine Wohnung angemietet hat und die Miete nicht zahlt.

Wenn Ihr Antragsgegner unter Betreuung steht, müssen Sie das ab Zeile 27 vermerken.

Richtet sich Ihr Anspruch gegen eine Firma, füllen Sie Spalte 3 aus. Ggf. ist auch hier ab Zeile 27 der gesetzliche Vertreter zu benennen (z. B. der Geschäftsführer bei einer GmbH).