Perth-Mint: Gold, Silber-Anlage per Depot oder Zertifikate

Besonderes Zertifikat

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Besonderes Zertifikat

Edelmetall-Zertifikat ist nicht gleich Edelmetall-Zertifikat

Bei den traditionellen PMCP-Zertifikaten der Perth Mint handelt es sich nicht um die Art von "Zertifikaten", die seit einigen Jahren von den Banken auch für Edelmetalle als Derivate-Produkte ausgegeben werden. Diese stellen nur Wetten des Kunden mit der Bank auf oder um von der Bank ausgegebene Schuldscheine auf den jeweiligen Edelmetall-Index dar. Solche Derivate-Zertifikate der Banken könnten in einem Finanzcrash völlig wertlos werden, falls die Bank Insolvenz anmelden müsste. Diese Art Edelmetall-Zertifikate als Schuldscheine der insolventen Bank sind vom Insolvenzverwalter gemäß Inso einfach zur Insolvenzmasse zu nehmen. Dem Investor hat hier niemals irgendein Edelmetall gehört. Auch die Bank hat wohl nie zur Absicherung Gold oder Silber gekauft, sondern höchstens ihre eigenen Edelmetall-Zertifikate selbst wiederum anderswo mit anderen Derivaten aus der globalen Derivateblase abgesichert. Auch wenn ein erfolgreiches Zertifikate-Marketing bei den Anlegern Anderes suggeriert hat - im Krisenfall stehen die Anleger vor einem Scherbenhaufen. Statt um Gold, Silber oder Platin hätte es sich dann nur um eine Investoren-Illusion gehandelt.

Wer sich hingegen bei der Perth Mint ein Metallzertifikat besorgt, dem garantiert die Münze, dass dort auch tatsächlich entsprechende Mengen an Gold, Silber oder Platin in der bestellten Größenordnung vorrätig sind und gelagert werden- Schließlich ist die Perth Mint in die staatliche Gold Corporation von West-Australien integriert die eine der größten Edelmetallraffinerien betreibt. Will man seine Edelmetalle, auch eines Teils ausliefern lasen, versichert die Perth Mint dass diese 10 Tage nach Anweisung in Form von Barren oder Münzen abgeholt werden können. Die Perth Mint sichert auch zu, dass die vom Kunden über ein Zertifikat oder Metallkonto realisierten Investitionen in physische Edelmetallbestände auch nicht etwa im globalen Derivatemarkt der Rohstoffbörsen eingesetzt werden. Abgesichert sind die gelagerten Edelmetallbestände durch gesetzliche Staatsgarantie, die Eigenschaft der Münze als Staatsbetrieb sowie eine Versicherung bei Lloyds.

Allerdings sollte man auch beim Zertifikat oder Metallkonto der Perth Mint folgenden kleinen, aber wichtigen Unterschied zwischen "allocated metal" und "unallocated metal" kennen: Beim zugeordneten Metall besitzt der Kunde ein konkretes, ihm persönlich zugeordnetes Depot als Lager für seine ausgewählten Gold-, Silber- oder Platinbarren bzw. Münzen gemäß Produktliste der Perth-Mint. Dann muss er dafür auch Lagergebühren zahlen, nämlich 1,5% des Einkaufspreises jährlich für Gold und Platin oder 2,5% pro Jahr für Silber. Beim unzugeordneten Metall zahlt er nichts für sein Depot. Dafür hat er aber nur einen Anspruch auf eine entsprechende, bei der Perth Mint gelagerte Metallmenge, ist beim "allocated metal" aber nicht der Metallbesitzer. Fazit: Über die Investform unzugeordnete Metall wird per Perth-Mint Zertifikat oder Metallkonto zwar die entsprechende Menge physisches Metall garantiert. Aber im Insolvenzfall der Perth Mint würde auch nach australischem Recht das unzugeordnete Metall nicht dem individuellen Investor, sondern der Insolvenzmasse zugeordnet. Hier ist also die staatliche Einlagengarantie für Edelmetall-Anleger bei der Perth-Mint das besondere, weltweit einmalige Sicherheitsprogramm.