Die Google-Webmaster-Tools

Statistik

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Hier finden Sie jede Menge Informationen zu Ihrer Suchmaschinen-Positionierung. Das Besondere dabei ist, dass Sie nicht nur viel über die Begriffe, für die Sie optimieren, erfahren, sondern auch für Begriffe, von denen Sie noch gar nichts gewusst haben. Gehen wir einfach wieder von oben nach unten durch die Tools, dann zeige ich Ihnen ein paar Beispiele.

Crawling-Statistik

Nicht besonders spannend. Aber immerhin bekommen Sie hier einen Eindruck davon, welche Seite auf Ihrer Website für Google die wichtigste ist. Offensichtlich mag Google meine Homepage am liebsten. Über die Verteilung des PageRanks würde ich mir an Ihrer Stelle keine Sorgen machen.

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Crawling-Statistik

Abfragestatistik

Die Abfragestatistik ist da schon deutlich spannender. Sie besteht aus 2 Tabellen. Eine Liste der "häufigsten Suchanfragen" und eine Liste der "häufigsten Klicks auf Suchanfragen". Vor allem die Klick-Statistik ist wirklich interessant: In dieser Liste finde ich immer wieder Suchanfragen, die auf Seiten führen, die wiederum gar nicht wirklich gute Antworten auf die Suchanfrage liefern. Das eröffnet natürlich die Chance, gerade diese Seiten weiter zu optimieren.

Manchmal tauchen dort Begriffe auf, die ich gar nicht erwartet hätte, z. B. "angebot erstellen". Lange Zeit wurde meine Seite "Website Angebot erstellen" dort aufgeführt, obwohl ich eigentlich gar keine allgemeine Seite zu diesem Thema hatte, sondern lediglich eine Seite mit einem erweiterten Kontaktformular. Dieses "Zufallsranking" habe ich als Motivation verstanden, zu diesem Thema einen längeren Artikel zu schreiben. Da ich für diesen Begriff ohnehin gut positioniert war, war es kinderleicht, auch einen anderen Artikel zum Thema ganz oben zu positionieren. Heute ist mein Artikel "Angebot für ein IT-Projekt erstellen" die meistbesuchte Seite nach der Homepage. Das hat mir sogar schon einige vielversprechende Kontakte gebracht und einen Auftrag.

Suchmaschinenoptimierung für einen speziellen Begriff, für den man über Monate hinweg kämpft, kann sehr frustrierend sein. Die Begriffe, die Google einem vor die Füße wirft, sollten Sie deshalb sofort verwerten - denn einfacher geht es wirklich nicht.

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Abfragestatistik

Neben den Begriffen zum Thema Webdesign oder Namensbestandteilen (Wertschöpfung) fallen vor allem die Autobegriffe auf. Das sind reine "Unfallbegriffe", die auf einen Artikel zurückgehen, der eine lange Liste von Keywords enthält. (Vielleicht sollte ich ein Seite schreiben, wie man am besten einen BMW-Händler in Bonn findet? Und denen dann einen Link verkaufen? Schade, dass ich dafür nicht wirklich Zeit habe ...)

Die Liste der "häufigsten Klicks auf Suchanfragen" ist da schon wesentlich interessanter. Hier sehe ich Begriffe, auf die tatsächlich geklickt wird. Wenn ich die offensichtlichen/bekannten/unsinnigen und die Rechtsbegriffe wegnehme (die sind wegen der Gastartikel zum Thema Abmahnung dort), dann bleiben noch ein paar Perlen:

  • [it projekt] (Platz 7) und ["it projekt"] (Platz 4).
    Vielleicht ist ein Artikel zum Thema it projekt sinnvoll? Darin könnte ich schreiben, was das überhaupt ist und wie so ein Projekt in der Regel abläuft.

  • [gute rechnung für webdesign] (Platz 4).
    Wer hätte gedacht, dass es so viele Klicks für so ein langes Keyword (4 Wörter) gibt? Bestimmt ein Indiz dafür, dass es viele schlechte bzw. unbefriedigende Ergebnisse für eine kürzere Anfrage gibt und die Suchenden dann anfangen ihre Anfragen zu verbessern. Ich bin mir sicher, dass ein so langer Begriff wesentlich besser konvertieren würde, falls ich ein Buch oder ähnliches zum Thema anböte. Das sind die wirklichen Schätze und Google sagt mir das einfach so. Ich sollte Ihnen das wirklich nicht verraten...

  • [angebot beispiel stunden] (Platz 10).
    Ich sollte einfach mal einen Artikel darüber schreiben, wie ich Projekte abschätze.

Sehen Sie? Google hat mir gerade gesagt, welche Seiten ich erstellen könnte, die dann auch direkt ein gute Position bekommen. Alleine mit dieser Information könnte ich ganze Themenportale aufbauen. Vorausgesetzt, ich schreibe gerne. Denn jeder Artikel bringt wieder neue Positionen und Begriffe mit sich. Diese führen wiederum zu mehr "häufigsten Klicks auf Suchanfragen", für die ich dann wieder neue Artikel schreiben kann.

Jetzt sollten Sie noch die ganze Tabelle herunterladen, denn Google zeigt nur die ersten zwanzig Begriffe an: Ganz unten finden Sie die komplette Liste unter dem Link "Alle Abfragestatistiken für diese Website herunterladen (einschließlich Unterordner)". Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen - in meiner Liste warten noch über 600 Begriffe darauf, dass ich Sie untersuche. Ich wette, dass da diverse "Gelegenheiten" für mich dabei sind.

Seitenanalyse

Auf zur Seitenanalyse. Hier sind auch einige sehr interessante Informationen versteckt: Unter anderem Ihr Linkprofil und die Begriffe auf Ihrer Website.

Das Linkprofil

Das Linkprofil wird durch die Menge und Art der Begriffe bestimmt, mit denen andere auf Ihre Seiten verlinken. Suchmaschinenoptimierer unterscheiden zwischen einem dünnen und einem dicken Linkprofil: Ein dünnes Profil zeigt sich darin, dass immer nur mit den gleichen Wörtern auf Ihre Website verlinkt wird. Ein Beispiel: Ihr Hauptbegriff ist "Versicherung abschließen". Wenn Ihre Website insgesamt 100 Links hat und 90 % oder mehr nur den Linktext "versicherung abschließen" haben, dann haben Sie ein sehr dünnes Profil. Das ist nicht gut, da es ein Signal dafür sein kann, dass Ihre Links lediglich aus gekauften Quellen stammen. Daraus folgt umgekehrt: Wenn Sie einen Teil Ihrer Links kaufen, dann achten Sie darauf, dass diese auch mal andere Linktexte enthalten. Beispielsweise "Klicken Sie hier", "http://www.domain.xy" und andere Varianten. Das ist viel "natürlicher", denn so sehen Ihre Links aus, wenn andere Webmaster ganz normal auf Sie verlinken. Ein dickes Linkprofil erkennen Sie also am Abwechslungsreichtum der Begriffe im Linktext.

Die Seitenanalyse zeigt Ihnen den Linktext, der

  • in externen Links für Ihre Website,

  • in Ihrem eigenen Website-Content und

  • in externen Links für Ihre Website vorkommt.

Sie könnten beispielsweise den Linktext der zehn wichtigsten Links von jeder der Top zehn Seiten zu Ihrem Suchbegriff raussuchen und das Linkprofil jeder Seite errechnen. Angenommen, das Linkprofil der ersten zehn Seiten liegt bei ca. 50 %, also im Durchschnitt enthält die Hälfte der Links auf diese Seiten den Suchbegriff. Ihre Seite hat aber im Durchschnitt den Suchbegriff nur in 30 % aller Links. In diesem Fall sollten Sie bei der Akquise von Links darauf achten, dass der oder die Suchbegriff(e) öfter vorkommen. Wie das im Detail funktioniert, besprechen wir in einem der folgenden Artikel.

Die Index-Statistik

Die Index-Statistik enthält nichts anderes, als ein paar Tipps für die erweiterte Suche bei Google. Google schlägt folgende fünf Suchen vor:

  • [site:www.digitale-wertschoepfung.de]: Zeigt Ihnen alle indizierte Seiten auf Ihrer Website an.

  • [link:www.digitale-wertschoepfung.de]: Zeigt alle Seiten, die einen Link auf die Startseite Ihrer Website enthalten.

  • [cache:www.digitale-wertschoepfung.de]: Zeigt den aktuellen Cache Ihrer Webseite.

  • [info:www.digitale-wertschoepfung.de]: Zeigt Informationen an, die Google über Ihre Website vorliegen.

  • [related:www.digitale-wertschoepfung.de]: Zeigt Seiten, die Ihrer Website ähnlich sind.

Leider zeigt Google nicht alle Informationen an, obwohl wir uns bereits als Besitzer der Domain identifiziert haben. Beispielweise sollte die Abfrage [link:www.digitale-wertschoepfung.de] wesentlich mehr als nur 68 anzeigen. Was wir hier sehen, sind die "öffentlichen" Ergebnisse. Wollen wir hoffen, dass sich das in Zukunft ändert, denn im Bereich Links können wir diese Information ja bereits abrufen.