Strategien für den Linkaufbau: So bekommen Sie Links auf Ihre Website

Welche Links brauche ich?

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Welche Links brauche ich?

"Wie komme ich nur an Links für meine Website?" Wenn Sie sich diese Frage öfter stellen, dann haben wir jede Menge praktischer Tipps für Sie - und ein paar grundsätzliche Überlegungen.

Allgemeine Tipps zur Verlinkung

Wenn eine Vielzahl von Links auf Ihre Website zeigt, ist das für Google ein Signal dafür, dass diese von guter Qualität ist.

Die Zahl der Links alleine ist jedoch nicht entscheidend - es geht auch um das Linkprofil. Die Suchmaschine versucht, "künstlich erzeugte", d. h. durch Linkkauf, Tauschgeschäfte o. ä. zustandegekommmene Links von einer positiven Bewertung auszuschließen. Deshalb sollte Ihre Verlinkung von außen "natürlich" aussehen: Ihr Linkprofil - die Art und Verteilung aller auf Ihre Website verweisenden Links - sollte vielfältig und unterschiedlich sein.

Die folgenden Richtlinien für Link-Strategien haben sich in der Praxis bewährt:

  • Achten Sie auf unterschiedliche Linktexte, soweit Sie darauf Einfluss haben. Nehmen Sie z. B statt der Haupt-Keywords auch andere Begriffe oder schlicht den Domainnamen. Wenn 90 % aller Links auf Ihre Seiten als Linktext "private Krankenversicherung" haben, signalisiert das "Diese Links wurden gekauft!".

  • Versuchen Sie, Links von Seiten zu bekommen, die für das Thema relevant sind. Diese Links haben mehr Gewicht als andere, auch wenn der PageRank nicht höher liegt. Wie Sie themenrelevante Links finden, steht ausführlich in einem eigenen Beitrag. Die Kurzversion: Wenn Sie auf [fußball bundesliga] optimieren, suchen Sie nach genau diesen Begriffen und kontaktieren die ersten 100 bis 200 Websites auf den Ergebnisseiten. (Zur Notation: Suchbegriffe schreibe ich immer in [eckigen Klammern].)

  • Versuchen Sie, möglichst mehr als einen Link von jeder Domain zu bekommen. Wenn eine Website ein paar Mal über Sie "spricht", dann zeigt das, dass sie Ihre Website/Seite auch wirklich für wichtig hält.

  • Nutzen Sie jede Gelegenheit, auf Ihre Unterseiten zu verlinken ("Deeplinks"). Die Links sollten nicht nur auf Ihre Startseite zeigen.

  • Ein Link muss nicht immer auf die Zielseite gehen, um nützlich zu sein. Jeder Link auf eine Seite der Website stärkt auch die Domainpopularität und damit die Rankingpower der gesamten Website.

  • Artenvielfalt zählt. Ihre Links sollten nicht nur aus Webkatalogen kommen, sondern aus den unterschiedlichsten Ecken des Internet.

  • Ihre Links sollten sowohl von neuen wie von alten Websites bzw. Seiten kommen.

  • Ein guter Link ist wie ein guter Wein. Er reift und wird mit der Zeit immer besser. Wenn die Links auf Ihre Seiten ständig on- und offline gehen, ist das ein sehr unnatürliches Signal: Es riecht nach Linkmiete.

  • Achten Sie auf den zeitlichen Verlauf des Linkwachstums. Wenn Ihre Website bislang 10 neue Links im Monat bekommen hat, dann kaufen Sie nicht 1000 Links auf einmal. Ziehen Sie statt dessen den Linkzuwachs in die Länge: im ersten Monat 30, dann 50, dann 100 neue Links etc. Ein stetiges Linkwachstum ist aus Sicht der Suchmaschinen ein positives Signal.

  • Die Links sollten nicht alle aus dem Fußbereich der verlinkenden Seiten kommen. Dieser Bereich wird klassischerweise für Sponsoren verwendet. (Und ein gesponserter Link ist nicht natürlich.)

  • Kaufen Sie nicht nur Links von Seiten mit hohem PageRank. Wenn Sie bisher Links von Seiten mit unterschiedlichem PR haben und dann eines Tag 10 neue Links von Seiten dazukommen, die alle einen PR-Wert von 7 oder mehr haben, ist das für Google ein klares Manipulationssignal. (Abgesehen davon sollten Sie sich sowieso nicht hauptsächlich am PageRank orientieren).

  • Ihre Links sollten nicht mehrheitlich aus "schlechter Nachbarschaft" stammen, d. h. von Websites zu Sex, Arzneimittel, Glücksspiel und ähnlichem (ausgenommen, Ihre Website beschäftigt sich mit einem dieser Themen).

    Ihre Links sollen auch nicht hauptsächlich von Websites kommen, die selbst wiederum mit "schlechter Nachbarschaft" verlinkt sind.

  • Tauschen Sie Links! Ja, Sie haben richtig gelesen. Getauschte Links auf Basis von Gegenseitigkeit bringen vielleicht nicht so viel für eine bessere Platzierung. Aber Sie machen Ihr Linkprofil natürlicher. (Außerdem findet so vielleicht auch der eine oder andere Interessent zu Ihnen.)

    Wenn Sie aus Suchmaschinensicht etwas von den Links haben wollen, dann müssen Sie die Links "waschen", indem Sie im Dreieck oder sogar im Viereck tauschen.

  • Rund um die Links sollten keine verräterischen Wörter wie beispielsweise "Sponsoren", "Werbung", "Reklame" etc. stehen.

  • Die richtige Sprache ist entscheidend. Wenn eine deutsche Website zu 80 % Links von chinesischen Seiten aufweist, ist das nicht gerade ein optimales Signal. (Selbst wenn es um Importgüter aus China geht, sollten die meisten Ihrer Links aus dem deutschsprachigen Netz sein.)

  • Es muss nicht immer ein Link seien. Manchmal ist ein permanenter Redirect (301 Umleitung) die bessere Lösung, etwa wenn Sie die URLS bzw. die Website gekauft haben. Die Umleitung kann die gesamte Linkpopularität, die eine Seite angesammelt hat, im Handumdrehen an einen neuen Ort vererben.

  • Verlinken Sie auch selbst nach außen. Das signalisiert den Suchmaschinen, dass Ihre Website sich in das natürliche Verlinkungsschema des WWW einfügt und nicht nur Links für sich behält.

  • Manchmal ist es einfach nicht möglich, auf die eigene Domain zu verlinken. Versuchen Sie dann, Links auf Seiten zu bekommen, die wiederum auf Ihre Seiten verlinken. Diese "Um-die-Ecke-Optimierung" funktioniert ebenfalls! Je stärker die Links werden, die auf Sie verlinken, desto mehr Kraft vererben sie auf Ihre Seiten.

  • Ihre Links sollten von verschiedenen IP-Adressen stammen, genauer aus verschiedenen "C-Klassen".

    Jede Domain ist einer IP-Adresse zugeordnet, wie Telefon-"Teilnehmer" einer Telefonnummer - kommen zu viele Links von "Nebenstellen eines Hauptanschlusses", könnte das negativ bewertet werden. Genauer: Wenn fast alle Links aus einem "Range" von IP-Adressen stammen, die alle einem einzigen Hostinganbieter zugeordnet sind (z.B. 123.123.123.123, 123.123.123.124, 123.123.123.125), kann das ein negatives Signal sein.

    Anschaulicher wird das vielleicht durch den "Class C Checker" vom Webmaster Toolkit. Unter Suchmaschinenoptimierern ist diese These übrigens stark umstritten. Manche glauben, das spiele keine Rolle. Aber selbst wenn es vielleicht heutzutage noch nicht benutzt wird, könnte dieses Kriterium durchaus demnächst als Signal verwendet werden. Nach Möglichkeit sollte man also durchaus darauf achten.

To Follow or to NoFollow ...

Bekanntlich hat Google Anfang 2005 den NoFollow-Standard eingeführt, den auch z. B. Yahoo oder MSN beachten: Ein Link mit dem Quelltext <a href="http://www.beispiel.xy" rel="nofollow">Link</a> wird von den Suchmaschinen insoweit ignoriert, als das Linkziel nichts von der Power der verlinkenden Seite erbt.

Seitdem steht die Frage im Raum, ob man sich überhaupt um Links mit NoFollow-Attribut bemühen sollte. Für die Suchmaschinenoptimierung sind echte Links (ohne NoFollow) natürlich immer besser. Aber auch ein NoFollow-Link bringt Besucher und die verlinken unter Umständen wieder auf Ihre Seiten (ohne NoFollow) oder werden gar Kunden.

Ein NoFollow-Link bringt weniger. Aber er schadet nicht.

Wikipia setzt beispielsweise grundsätzlich NoFollow-Links. Trotzdem ist ein Wikipedia-Link wertvoll: Er bringt direkt zielgerichtete Besucher.