Heiß gemixt und cool serviert: So mischen Sie tolle "Cocktails" aus Ihren Lieblings-Internetseiten

Firefox Specials

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Firefox Specials

Weitere Beispiel-Cocktails

Mashups eignen sich natürlich nicht nur als Newsreader und Surfplattformen. Das zeigen eher spielerische Demonstrationen wie

Exemplarische Online-Medienregale in der "GuruLib"

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  • das Bildschirm-Sudoku mit Merkel- oder Podolski-Bildern,

  • das WM Info Mashup (bei dem übrigens das dazugehörige technische Know-how gleich mitgeliefert wird:

  • Eine Plattform zur bequemen Verwaltung eigener Bücher, Audio-CDs, Film-DVDs sowie Computer-Spiele und Software bietet GuruLib: Auf Grundlage standardisierter Artikelnummern (z. B. der ISBN-, EAN- oder ASIN-Nummern greift der Service auf die Datenbanken von Amazon, Ebay & Co. zu und bindet automatisch Cover, Anbieterinformationen, Benutzerkommentare, Bewertungen sowie Links zu Audio- und Videohäppchen und Filmdatenbanken ein.

    Außerdem bietet das virtuelle Gegenstück zur eigenen Medienbibliothek eine Preisüberwachung und schlichte Verwaltungsfunktionen für verliehene Bücher, CDs und DVDs. Die Integration verschiedener frei zugänglicher Medien-Datenbanken ist clever - auch wenn das "CoolAbcGirl"-Beispiel optisch einen etwas angestaubten Eindruck macht:

Ausgesprochen beliebt sind darüber hinaus Personalisierungen und Lokalisierungen von Kartendiensten und ähnlichen Standortinformationen wie den Google Maps. Unter der Überschrift "Google Maps für Ihre Website: So nutzen Sie die Google Maps API für eigene Karten" haben wir die zugrunde liegenden Techniken kürzlich genauer vorgestellt.

Firefox-Specials

Nicht alle Online-Cocktails lassen sich übrigens mit jedem Browser genießen. Besonders gut eignet sich die Erweiterungs-Schnittstelle des Firefox-Browsers für pfiffige Service-Mixturen:

GMail-Kuckucksei: GTD-Installationsassistent mit eingebauter Hilfefunktion

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  • So sorgt beispielsweise die Firefox-Erweiterung CustomizeGoogle dafür, dass auf den Google-Ergebnisseiten Links zu Such-Alternativen auftauchen:

    Außerdem können Sie bei Bedarf Werbung ausblenden, SPAM-verdächtige Webseiten aus den Suchergebnissen herausfiltern und die Übermittlung von Informationen an Google unterdrücken lassen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Treffer auf den Ergebnisseiten per Mausklick direkt in eine Lesezeichensammlung Ihrer Wahl (z. B. Browser oder Online-Community) zu übernehmen.

  • Der Suchmaschinen-Mix "Bumblesearch" bietet weniger Einzelfunktionen - verzichtet dafür aber auf den Google-Fokus: Nach der Installation tauchen am oberen oder unteren Ende der Ergebnisseiten von Google, Yahoo, Ebay, Amazon oder auch in der Wikipedia passende Links zu alternativen oder ergänzenden Angeboten auf. Wer will, kann problemlos eigene Suchmaschinen hinzufügen. Vielfach können Sie die "hineingeschmuggelten" Inhalte sogar in einem Vorschaufenster betrachten (und nachträglich verfeinern), ohne dass die Ursprungsseite verlassen werden müssen:

  • Der gleiche Anbieter hat mit GTD-Gmail einen noch weitaus raffinierteren Remix im Angebot: Ebenfalls auf Firefox-Basis kombiniert der nämlich den riesigen Speicherplatz und die bequeme Bedieneroberfläche von GoogleMail (= Gmail) mit dem auch hierzulande beliebten Zeit- und Selbstmanagement-System "Getting Things Done" von David Allen:

    Wie die Online-Hilfe und die FAQ-Sammlung zeigen, sind Installation und Konfiguration des Tools recht tricky. Auch die Bedienung ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Trotzdem: Angesichts des zentralen Stellenwerts, den E-Mails im Arbeits- und Privatleben vieler Menschen haben, ist die Integration eines durchdachten Zeit- und Aufgabenmanagements in eine E-Mailanwendung grundsätzlich eine gute Idee. Unter der Überschrift "E-Mail für mich" haben wir vor einiger Zeit das Grundprinzip und diverse Eigenbau-Lösungen erläutert.

Remix-Verzeichnisse

Wenn Sie nach diesen Beispielen Geschmack gefunden haben an den Internet-"Bastarden" und nach weiteren Anwendungsmöglichkeiten suchen, finden Sie in speziellen "Mischmasch"-Verzeichnissen wie Web2Null.de oder Webmashup.com reichlich Stoff für ähnliche Experimente.

Fazit

Mein Mix macht's!? Die ungeheure Flexibilität im "Web2.0" bietet zweifellos neue und interessante Anwendungsmöglichkeiten in Bezug auf die Personalisierung, Lokalisierung, Kombination und Vernetzung von Online-Diensten. Und zwar sowohl für Konsumenten als auch Anbieter von Informations- und Unterhaltungsdienstleistungen.

Andererseits kann man sich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass viele der tollen Lösungen noch lange auf das dazu gehörige Problem oder Bedürfnis warten werden. Außerdem geht noch leichter als bisher der Überblick verloren, von wem denn nun die gerade angebotene (Teil-)Information oder Dienstleistung letztlich stammt - und: wie verlässlich, aktuell und vor allem sicher sie ist.

Echte "Mashup"-Begeisterung erfordert also nach wie vor einen gesunden Forscherdrang und eine gewisse Affinität zu technischen Spielereien. Ob eine Online-Mixtur letztlich echte gegenseitige Befruchtung bietet oder bloß eine verspielte Selbstzweck-Panscherei ist, hängt auf jeden Fall von der Perspektive des Anwenders ab. Wer leicht "schwindelig" wird, bleibt lieber beim Original. Weniger ist bekanntlich manchmal mehr.