Riester-Rente für Mitglieder der Künstlersozialkasse (KSK)

Anlage-Formen

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Anlage-Formen

Welche Anlageformen gibt es?

  • Banksparpläne: Bei dieser Anlageform erhalten Sie einen festen Zins, der von der Laufzeit und dem Sparbetrag abhängig sein kann. Banksparpläne sind insbesondere für sehr sicherheitsbedürftige Anleger und sehr kurze Laufzeiten geeignet.

  • Rentenversicherungen: Diese Form des "Riesterns" ist sicher die gebräuchlichste. Es gibt auch hier drei Varianten.

    • Erstens eine Rentenversicherung mit garantiertem Zins (zur Zeit nur magere 2,25 %) und einer Überschussbeteiligung. Die Gesamtverzinsung eines Vertrages kann hier allerdings zwischen 3,5 und 4,5 % von Anbieter zu Anbieter differieren. Erfragen Sie dies bei dem entsprechenden Berater oder orientieren Sie sich an unabhängigen Ratings, z. B. von der Agentur Franke und Bornberg. Diese Anlageform ist sehr konservativ und damit für sehr sicherheitsorientierte Sparer geeignet.

    • Zweitens eine Rentenversicherung mit Garantiezins, bei der die Überschüsse in Fonds fließen. Damit erreicht man eine etwas bessere Rendite als bei der ersten Variante.

    • Drittens eine rein fondsgebundene Rentenversicherung. Hierbei fließen sowohl die Eigenbeiträge als auch die Zulagen in zuvor ausgewählte Fonds. Die Versicherungen bieten dafür eine Auswahl aller Fondskategorien (also Renten-, Aktien- oder Immobilienfonds) an. Ein Ausgabeaufschlag wird bei Fondskauf nicht fällig. Auch Fondswechsel sind bis zu vier mal pro Jahr kostenfrei möglich. Diese Form ist vor allem für renditeorientierte Anleger interessant, die die Bereitschaft zu einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren mitbringen. Wer auch hier nicht auf Sicherheit verzichten möchte, kann z.B. auch Garantiefonds wählen.

  • Fondsparpläne: Auch bei dieser Anlage fließen die Beiträge und Zulagen in Fonds. Es steht eine große Auswahl an Aktien-, Renten-, Immobilien-, Dach- und Garantiefonds zur Verfügung. Die Wahl des richtigen Angebotes hängt sehr von der Anlagedauer und der persönlichen Risikobereitschaft ab. Diese Form der Anlage hat bei langer Anlagezeit (mind. 10 Jahre) sehr hohe Ertragschancen, aber es gibt keine garantierte Mindestrendite und es besteht das Restrisiko, dass zum Ablauftermin die Anteilwerte einen geringen Preis haben. Darüber hinaus werden Kosten durch Depotgebühren und den Ausgabeaufschlag bei Fondskauf fällig. Diese Anlageform ist für sehr renditeorientierte Sparer geeignet, die eine langfristige Anlagedauer akzeptieren.

Was man sonst noch wissen muss!

  • Die Laufzeit eines zertifizierten Riester-Vertrages geht bis zum 65. Lebensjahr. Eine Abrufphase ab dem 60. Lebensjahr ist unter der Voraussetzung möglich, dass Sie dann auch Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Die Auszahlung erfolgt als lebenslange monatliche Rente und ist zu 100 % steuerpflichtig. Es kann aber auch bis zu 30 % des angesparten Betrages als Einmalsumme entnommen werden.

Kleinstrente als Einmalsumme entnehmen

Wenn sich durch die Berechnung nur eine sehr niedrige Rente ergibt (sogenannte Kleinstrente), die geringer als 24,50 EUR pro Monat ist, dann kann auch das gesamte Guthaben als Einmalsumme entnommen werden!

  • Im Todesfall vor dem Beginn der Rente geht das selbst eingezahlte Guthaben an die Person, die im Vertrag als bezugsberechtigt benannt wurde. Die staatlichen Zulagen können aber nur an Ehegatten oder Kinder bis zum 25. Lebensjahr vererbt werden.

    Bei Tod nach dem Beginn der Rente gibt es eine sogenannte "Mindestlaufzeit". Diese beträgt z.B. 5, 10 oder 15 Jahre und gibt an, wie lange die Rente mindestens ausgezahlt wird. Verstirbt der Versicherte innerhalb dieser Frist, erhält die im Vertrag genannte begünstigte Person bis zum Ablauf dieses Zeitraumes die Rente ausgezahlt.

  • Alle Guthaben in Riester-Verträgen sind "Hartz-IV-geschützt", d.h. sie werden nicht angerechnet, wenn ein Antrag auf Arbeitslosengeld II gestellt wird.

    Im übrigen sind die Anbieter per Gesetz verpflichtet, mindestens die eingezahlten Eigenbeiträge und die Zulagen an den Beitragszahler wieder auszuschütten.

Entnahme zur Immobilien-Finanzierung

Ab einem Guthaben von 10.000 Euro bis zu 50.000 Euro können Guthaben aus dem Riestervertrag entnommen werden, um damit die eigengenutzte Immobilie zinslos zu finanzieren.