Was kostet Suchmaschinenoptimierung?

Praxistipps für Auftraggeber

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Praxistipps für Auftraggeber

Tipps für Auftraggeber

Die besten Ergebnisse werden Sie als Auftraggeber erzielen, wenn Sie offen und ehrlich Ihre Karten auf den Tisch legen und das gleiche auch vom Anbieter verlangen.

Anbieter und Kunde brauchen Zeit, sich und die Aufgabenstellung kennzulernen. Nur dann werden Sie den optimalen Partner finden.

Mit diesen Tipps sollte das erste Projekt noch besser gelingen:

  • Wenn Sie das Budget dazu haben, dann beauftragen Sie zunächst mehrere Agenturen mit einer Analyse oder mit der Erstellung eines Konzeptes. Die Dienstleistungen sind als Einstieg in die Zusammenarbeit gedacht und ermöglichen es, für wenig Geld den jeweiligen Anbieter kennen zu lernen. Vielleicht können Sie hier schon Anbieter aussortieren, die nicht gut zu Ihnen passen.

  • Fragen Sie nach Referenzen. Die Anbieter können bzw. dürfen vielleicht nicht über alle ihre Kunden reden. Aber gewisse Erfolge kann jede Agentur nachweisen. Lassen Sie sich erklären, wie diese Erfolge zustande gekommen sind.

  • Noch besser als Referenzen sind eigene Projekte. Damit zeigen Agenturen nicht nur, dass Sie die Dienstleistung Suchmaschinenoptimierung verstehen, sondern auch all das, was rundherum als Know-how gebraucht wird, um eine Website erfolgreich zu machen.

  • Fragen Sie den potenziellen Suchmaschinenoptimierer "Was ist das Wichtigste an an einem Website-Projekt?" Wenn er etwas sinngemäß anderes sagt als "Das, was hinten rauskommt!", dann hat er vielleicht noch nicht wirklich erkannt, dass es immer und vor allem auf den "ROI" (return on investment) ankommt. Wenn der stimmt, dann sind alle glücklich. Der Auftraggeber verdient mehr, also beauftragt er auch den Anbieter wieder.

Falsche Erwartungen und Enttäuschungen

Ein Großteil der Anbieter in Bereich Suchmaschinenoptimierung arbeitet - wie auch im Webdesign, der Webentwicklung und vielen anderen Dienstleistungsbranchen - für unrealistisch niedrige Sätze. Ich habe schon Angebote für 18 Euro die Stunde gesehen! Solche Anbieter arbeiten aus unternehmerischer Sicht am Rande des Existenzminimums. Die Konzequenz sind meistens schlechte Dienstleistungen. Ein Anbieter mit unrealistisch niedrigen Preisen muss so schnell wie möglich dem nächsten potenziellen Kunden hinterrennen, weil sonst die Miete für das Büro fehlt (hier spreche ich auch aus Erfahrung, wir haben schließlich alle mal angefangen). Als Folge haben sie keine oder zuwenig Zeit für bestehende Kunden. Wenn diese dann ihrerseits keine Lust mehr haben, wechseln sie den Anbieter. Sie behalten dabei aber oft genug ihre alten Preisvorstellungen.

Wenn Sie billig einkaufen, dann werden Sie dafür später bezahlen. Suchen Sie sich einen Anbieter, der nicht billig, sondern preiswert ist.Die Amerikaner haben den schönen Spruch: "You get what you pay for". Oder, wie man im Rheinland sagen würde: "Was nichts kost', is auch nix."

Negativsignale und Fallstricke

Die Branche der Suchmaschinenoptimierung hat teilweise leider einen schlechten Ruf: Es gibt durchaus auch schwarze Schafe. Wenn Sie in Gesprächen oder auf der Website auf folgende Schlagworte und Slogans treffen, sollten Sie sehr vorsichtig werden:

  • "Eintragen in Suchmaschinen": Das ist schon seit vielen Jahren nicht mehr notwendig. Ein Link von einer Seite, die indiziert ist, reicht völlig aus, dass alle großen Suchmaschinen Ihre Website entdecken.

  • "Metatags sind wichtig für die Suchmaschinenoptimierung": Auch lange vorbei. Ich glaube, das ist schon seit mindestens 1998 nicht mehr so. Metatags spielen, wenn überhaupt, nur noch eine Rolle bei der Durchklickrate von der Suchergebnissseite.

  • "Positionsgarantien: Niemand kann Ihnen gute Positionen garantieren. Das können nur die Suchmaschinen selbst und die beharren darauf, dass sie es nicht machen.

  • "Einmal optimieren reicht": Sie haben doch die Anatomie gelesen, oder?

Zwei weitere Punkte:

  • Werden Links eventuell wieder entfernt?: Es ist bei vielen Anbietern üblich, dass sie Kundenprojekte mit Links von Seiten aus der eigenen Sammlung boosten. Vergewissern Sie sich, dass das keine reinen Linkspam-Verzeichnisse oder sonst fragwürdige Webprojekte sind. Ein weiterer wichtiger Punkt: Was passiert, wenn Sie den Anbieter nach einer gewissen Zeit wechseln wollen? Entfernt der alte Suchmaschinenoptimierer dann die Links zu Ihrer Website? Achten Sie auf entsprechende Klauseln im Vertrag!

  • Die Offenheit des Anbieters: Wenn Ihnen Ihr Suchmaschinenoptimierer die Konzepte hinter der eigenen Optimierungsmethode nicht erklären kann oder will, dann wäre ich ebenfalls vorsichtig. Ein paar Geheimnisse wird er immer für sich behalten. Aber er sollte seine allgemeinen Methode so erklären können, dass es auch die Oma noch versteht.

Wie viel kostet Vertrauen?

Bei keiner Agentur ist der Preis, der auf der Website steht (vorausgesetzt dort steht einer), das beste Angebot, sondern eher eine grobe Richtlinie. Deswegen spielt es auch keine Rolle, ob da einer steht. Niemand, auch und gerade nicht der Anbieter, kann pauschal bestimmen, was genau im Laufe der Zusammenarbeit geschehen muss: Beide Parteien müssen sich erstmal kennen lernen. Der Suchmaschinenoptimierer muss erst die Branche oder Nische verstehen, in der der Auftraggeber aktiv ist. So etwas kann Wochen bis Monate dauern. Während dieses Lernprozesses kommen meist erst die wirklich guten Ideen, die einem Projekt zum Durchbruch verhelfen können. Entscheidend ist, dass zwei Parteien zusammenfinden, die auch gut zusammen passen. Vertrauen spielt dabei die größte Rolle. Egal, wie teuer oder billig ein Anbieter ist: Ohne Vertrauen gibt es auch keine fruchtbare Zusammenarbeit. Geld ist eben nicht alles.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem nächsten Webprojekt!