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ALG II und Selbstständigkeit

Das Anrechnungsverfahren und die Ermittlung des Erwerbseinkommens bei Selbstständigen

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Stand: 22. März 2011 (aktualisiert)

Rechenbeispiele

Steuern und Abgaben nicht vergessen!

Damit Sie sich einen schnellen Überblick über die Anrechnung von Hinzuverdiensten aus selbstständigen Tätigkeiten verschaffen können, fassen wir im Folgenden die wichtigsten Informationen zum Anrechnungsverfahren noch einmal zusammen:

Vom monatlichen Einnahmenüberschuss dürfen Selbstständige - wie alle anderen erwerbstätigen ALG-II-Empfänger auch - zunächst einen Grundfreibetrag von 100 Euro für sich behalten. Bis zu einem "Brutto-Einkommen" von 400 Euro sind damit die folgenden Ausgaben abgedeckt:

  • private Steuern,

  • Pflichtbeiträge zu gesetzlichen Sozialversicherungen oder entsprechende, "angemessene" Beiträge zur privaten sozialen Sicherung,

  • weitere private Versicherungen wie die Haftpflicht- oder Gebäude-Brandversicherung oder auch

  • Fahrtkosten zwischen Wohnung und Betriebsstätte.

Sollten die tatsächlichen Ausgaben im Einzelfall höher liegen, können sie vom Antragsteller geltend gemacht werden.

Erwerbstätigen-Freibeträge

Zusätzlich zum Grundfreibetrag von 100 Euro dürfen Erwerbstätige ...

  • 20 Prozent ihrer Brutto-Einkünfte zwischen 100 Euro und 800 Euro (ab Juli 2011: 1.000 Euro) - (maximal also 20 Prozent auf 700 Euro = 140 Euro - ab Juli: 180 Euro)

  • plus 10 Prozent der Brutto-Einkünfte zwischen 800 und 1.200 Euro (ab Juli 2011: 1.000 Euro bis 1.200 Euro) - (weitere maximal 40 Euro - ab Juli: 20 Euro).

... für sich beanspruchen. Sofern der Bedürftige mindestens ein Kind hat, erhöht sich die Obergrenze der Freibetrags-Basis auf 1.500 Euro (maximal 70 Euro - ab Juli: 50 Euro).

Die nach allen Abzügen und Freibeträgen verbleibenden Einkünfte stellen anrechenbares Einkommen dar, das vom zunächst ermittelten ALG-II-Bedarf abgezogen wird.

Bitte beachten Sie: Wer von Vereinen oder anderen gemeinnützigen Einrichtungen eine steuerfreie Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale erhält, darf diese Einkünfte seit 2011 bis zu einer Obergrenze von monatlich 175 Euro ganz für sich behalten. Bis zu diesem Betrag werden Aufwandsentschädigungen für bürgerschaftliches Engagement nicht mehr vom Arbeitslosengeld II abgezogen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Beiträgen zur Übungsleiterpauschale und zur Ehrenamtspauschale.

Rechen-Beispiele zur Ermittlung des anrechenbaren Einkommens aus selbstständiger Tätigkeit

Die folgende Tabelle verdeutlicht den Weg vom Umsatz über den Gewinn und die verschiedenen Freibeträge bis hin zum anrechenbaren Einkommen (Stand: März 2011 - Hinzuverdienstgrenzen gelten noch bis 30. Juni 2011):

kinderlos

kinderlos

mit Kind

Einnahmen

550 Euro

1.400 Euro

2.000 Euro

minus notwendige
Betriebsausgaben

200 Euro

400 Euro

600 Euro

= Gewinn/
"Brutto-Einkommen"

350 Euro

1.000 Euro

1.400 Euro

minus Grundfreibetrag

100 Euro

(100 Euro)*

(100 Euro)*

minus private
Einkommensteuer

-

50 Euro

-

minus Sozialversicherung

-

320 Euro

450 Euro

minus
Versicherungspauschale

-

30 Euro

30 Euro

minus Fahrkosten

-

40 Euro

40 Euro

= "Netto-Einkommen"

250 Euro

560 Euro

880 Euro

minus 20-%-Freibetrag
auf Bruttoanteil zwischen
100 Euro und 800 Euro

50 Euro

140 Euro

140 Euro

minus 10-%-Freibetrag
auf Bruttoanteil zwischen
800 Euro und 1.200 Euro

-

20 Euro

-

minus 10-%-Freibetrag
auf Bruttoanteil zwischen
800 Euro und 1.500 Euro

-

-

60 Euro

= anrechenbares
Einkommen

200 Euro

400 Euro

680 Euro

*) tatsächliche Abzüge höher als der Grundfreibetrag

Durch die ab Juli 2011 geltenden neuen Hinzuverdienstgrenzen (1.000 Euro statt bisher 800 Euro in Stufe 2), ändert sich das Bild ein wenig:

kinderlos

kinderlos

mit Kind

Einnahmen

550 Euro

1.400 Euro

2.000 Euro

minus notwendige
Betriebsausgaben

200 Euro

400 Euro

600 Euro

= Gewinn/
"Brutto-Einkommen"

350 Euro

1.000 Euro

1.400 Euro

minus Grundfreibetrag

100 Euro

(100 Euro)*

(100 Euro)*

minus private
Einkommensteuer

-

50 Euro

-

minus Sozialversicherung

-

320 Euro

450 Euro

minus
Versicherungspauschale

-

30 Euro

30 Euro

minus Fahrkosten

-

40 Euro

40 Euro

= "Netto-Einkommen"

250 Euro

560 Euro

880 Euro

minus 20-%-Freibetrag
auf Bruttoanteil zwischen
100 Euro und 1.000 Euro

50 Euro

180 Euro

180 Euro

minus 10-%-Freibetrag
auf Bruttoanteil zwischen
1.000 Euro und 1.200 Euro

-

-

-

minus 10-%-Freibetrag
auf Bruttoanteil zwischen
1.000 Euro und 1.500 Euro

-

-

40 Euro

= anrechenbares
Einkommen

200 Euro

380 Euro

660 Euro

*) tatsächliche Abzüge höher als der Grundfreibetrag

Die dargestellten Überschlagsrechnungen dienen nur der Illustration des Anrechnungsverfahrens bei selbstständigen (Neben-)Einkünften: Zusätzliche Einkommen von Angehörigen der "Bedarfsgemeinschaft" (erwerbsfähigen Familienangehörigen oder Partnern) sind darin ebenso wenig berücksichtigt wie eventuelle Vermögenswerte.

Weiterführende Informationen und Rechenhilfen

Recht gut verständliche Basisinformationen zum Arbeitslosengeld II finden Sie in der Bundesagentur-Broschüre "SGB II: Grundsicherung für Arbeitsuchende" (PDF, 241 KB).

Das Bundesarbeitsministerium stellt auf seiner Website einen "Einkommensrechner Arbeitnehmer" zur Verfügung. Mit dessen Hilfe können auch Selbstständige ermitteln, welcher Teil ihres Hinzuverdienstes auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird. Die Bedienung des Einkommensrechners wird in einem vierseitigen Infoblatt erklärt (PDF, 3,7 MB).

Ihre persönlichen Steuerabzüge ermitteln Sie bei Bedarf mithilfe des Einkommensteuerrechners, der vom Bundesfinanzministerium bereitgestellt wird.

Sofern Sie mit dem Gedanken spielen, sich beim Einstieg in die Selbstständigkeit von der Arbeitsagentur unterstützen zu lassen, sollten Sie einen Blick auf den Beitrag "Existenzgründung mit Einstiegsgeld" werfen. Dort werden auch die betrieblichen Zuschüsse und Darlehen für selbstständige ALG-II-Bezieher vorgestellt. Anspruch auf den Gründungszuschuss haben ALG-II-Bezieher bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit leider nicht.

Fazit

Dass auch Selbstständige ALG II bekommen können, ist sinnvoll und notwendig. Die bürokratischen Sondervorschriften zur Gewinnermittlung empfinden viele Betroffenen aber verständlicherweise als ungerecht, ja diskriminierend. Zumal die zuständigen Fallmanager vielfach beim besten Willen nicht beurteilen können, ob eine konkrete Ausgabe notwendig und angemessen ist oder nicht.

Besserung ist leider nicht in Sicht: Die ab Juli 2011 geltende Anhebung der Hinzuverdienstgrenze in Stufe 2 von 800 Euro auf 1.000 Euro klingt vielversprechend. Damit erhöht sich das tatsächlich verfügbare Zusatzeinkommen jedoch um gerade einmal 20 Euro - und auch nur bei sehr wenigen hilfsbedürftigen Selbstständigen.

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Antwort: Betriebsausgaben nicht anerkannt

Guten Tag,
eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

1.
Dass eine vormals als betriebsnotwendig anerkannte Ausgabe plötzlich aus heiterem Himmel nicht mehr anerkannt wird, ist ungewöhnlich.

2.
Ich würde schon allein deswegen Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, weil der Vertrauensschutz verletzt ist.

3.
Welchen inhaltlichen Grund es für die geänderte Beurteilung der Betriebsnotwendigkeit gibt, kann ich nicht beurteilen. Denkbar ist aus meiner Sicht, dass Ausgaben für einzelne betriebliche Maßnahmen (z. B. aufwendige Werbe- oder Marketingsaktivitäten) in der Vergangenheit den gewünschten Erfolg nachweislich nicht gehabt haben. Das ist aber nur eine völlig unmaßgebliche Vermutung.

Viele Grüße
Robert Chromow

Betriebsausgaben nicht anerkannt

Herzlichen Dank für Ihre umgehende Antwort Herr Chromow & viele Grüße

Hallo ich mochte kleingewerbe zuhause betreiben!!

Hallo ich bin alleinerziehende Mutter im Eltern Zeit . Leider wie Mann es kennt wird nach einem Jahr einem langweilig. Ich bekomme alg 2 und möchte mein kleingewerbe zuhause aufmachen . Was soll ich tun was kommt auf mich zu ? Wird alt2 gestrichen ? Brauch ich eine Steuer Beraterin die mir jeden Monat meine Ausgaben und einnahmen ausrechnet und an jobcenter einreichen ? Bitte um schnelle Antwort . Danke

Antwort: Hallo ich mochte kleingewerbe zuhause betreiben!!

Guten Tag,
da haben Sie mit ein paar kleinen Fragen aber ein richtig großes Fass aufgemacht. Weil es außerdem schnell gehen soll, hier die kurzen Antworten:

1.
Was alles auf Sie zukommen kann, erfahren Sie im Beitrag
"Nebenberuflich selbstständig: Tipps und Informationen für Ihre Gründung im Nebenerwerb"
http://www.akademie.de/wissen/nebenberuflich-selbststaendig

2.
Nein, ALG II wird nicht automatisch gestrichen: ALGII- und Elterngeld-Empfängerinnen dürfen durchaus Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten haben. Sobald bestimmte Freibeträge überschritten sind, werden die Einkünfte aber auf das ALG II angerechnet. Das Grundprinzip wird im Beitrag ...
http://www.akademie.de/wissen/alg-ii-selbststaendigkeit
... erläutert. Bitte beachten Sie aber, dass die Zahlen auf dem Stand von 2011 sind.

3.
Die Anrechnung von (Neben-)Einkünften erfolgt über die "Erklärung zum Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft im Bewilligungszeitraum" (= "Anlage EKS")
http://www.akademie.de/wissen/alg-ii-selbststaendigkeit/anlage-eks

4.
Die Abrechnung mit dem Jobcenter über die EKS erfolgt dabei nicht monatlich, sondern halbjährlich - unter Umständen sogar jährlich. Ausführliche aktuelle Informationen zur EKS finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdat...

5.
Ob Sie für Ihre nebenberufliche Selbstständigkeit eine Steuerberaterin brauchen (z. B. für die EKS), wissen Sie hoffentlich nach Lektüre des Beitrags
https://www.akademie.de/wissen/steuerberater-finden-kosten

So, schneller und kürzer ging's leider nicht.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
Robert Chromow

Vielen Dank sie haben mir

Vielen Dank sie haben mir sehr geholfen !!

so einfach ist das nicht

Nein..
Keine Sorge so einfach ist das nicht.. Du darfst ja auch einen Minijob haben ohne Abzüge..
Die können dir nicht so einfach das Geld streichen und du musst dir da aber so EINIGE Gedanken machen..
Einnahmen Ausgaben usw.
Ist schwierig das alles hier zu erklären..
Für ein Kleingewerbe braucht man auch nicht zwingend einen Steuerberater..
Telefonisch könnte man sowas viel besser erklären..

LG aus Mönchengladbach

kann Krankenkasse Beiträge zurückverlangen?

Hallo
folgende Situation. bin selbständig und habe noch aufstockendes hartz4 bezogen und bin also über das Jobcenter Krankenkassen pflichtversichert.

Da der Gewinn letztes Jahr geringfügig über den Bezug zur Hilfsbedürftigkeit war, ( ca. 50 € drüber) bin ich für einen Bewilligungszeitraum nachträglich aus der Hilfsbedürftigkeit rausgefallen ( nach endgültigen Alg2 Bescheid) und musste das ALG2 komplett zurükzahlen für den Bezugszeitraum.

Mich würde nun interessieren ob die Krankenkasse nun auch die vom JC gezahlten KK-Beitrage rückwirkend zurückverlangen kann
oder ob da automatisch der §26 SGB II Abs 1 Satz 3.
greift , da durch diese Beiträge ,ich ja dann wieder rückwirkend hilfsbedürftig würde.

Antwort: kann Krankenkasse Beiträge zurückverlangen?

Guten Tag,
nein, die Krankenkasse (!?) kann und wird keine Beiträge zurückverlangen. An der Versicherungspflicht und am Versicherungsschutz in der GKV ändert sich durch eine nachträgliche Leistungskorrektur auch nichts. Und ja: Notfalls greift §26 Abs. 3 SGB II:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__26.html

Das ist aber wie üblich nur meine unmaßgebliche persönliche Meinung. Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit der "Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)"
http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/
Die UPD bietet neutrale und kostenlose Beratungen telefonisch unter 0800 0117722. Sprechzeiten Montag bis Freitag 8 bis 22 Uhr und Samstag 8 bis 18 Uhr.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Frage zur Anrechnug der Steuer

Hallo, schön das man hier die Möglichkeit hat Fragen zu stellen.

Ich bin nun schon ziemlich lange Selbstständig und beziehe nun seit etwas über 1 Jahr ALG II. bereits im letzten Jahr habe ich meine komplette Buchhaltung abgegeben (bin Onlinehändler)und muss sagen, das der Bearbeiter damit schon schwer überfordert war.Nun wie gesagt, ich konnte alles belgen, jede ausgabe, nur eben die Steuern nicht. Ich bin letztes Jahr noch jährlich vernlagt gewesen, da ich im Jahr zuvor zu weinig Steuern gezahlt hatte. Nun gebe ich keine regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldungen mehr ab. Ich habe Also im kompletten letzten Jahr keine monatlichen Belegbaren ausgaben für die Steuer, Aber ich kann auch die monatlich ca. 100 EUR teuern nicht auf Seite packen, da die Arge sagt, ich können nur etwas anrechnen, was auch tatsächlich geflossen ist. Nun kam am Jahresende bei der Steuer raus, das ich 1200 EUR zu zahlen habe, aber es ist nicht wirklich Geld da dies zu zahlen.

Wie kann ich der Arge nun entgegentreten da ich das Geld für die Steuern ja nicht ausgeben kann.
ich muss es ja auch bezahlen. Zum Glück in diesem Jahr wieder Quartalsweise.

Ich bedanke mich schon mal sehr für hilfreiche Tips.

Antwort: Frage zur Anrechnug der Steuer

Guten Tag,
ganz gleich, ob Umsatzsteuer oder Einkommensteuer:

1.
Die Anlage EKS berücksichtigt bei beiden Steuerarten Vorauszahlungen. Wenn Sie also eine Möglichkeit suchen, den Jobcenter-Bürokraten Ihre laufenden Zahlungen ans Finanzamt zu beweisen, leisten Sie entsprechende ESt-Vorauszahlungen und USt-Voranmeldungen.

2.
Der Nachteil des Vorjahres ist Ihr Vorteil im laufenden Jahr: Die Steuernachzahlung für 2015 mindert ihren Gewinn im laufenden Jahr, da sie in 2016 "tatsächlich geflossen ist".

Viele Grüße
Robert Chromow

Selbständig und ALG II

Hallo,
Ich hatte eine vorläufige Bewilligung zur Sicherung des Lebensunterhalts vom 01.10.14 - 31.03.15.
Für Oktober und November habe ich Geld erhalten.
Ab Dezember tat sich in der Selbständigkeit wieder ein Auftrag auf und ich habe das dem Amt mitgeteil und ab Dezember kein Geld in Anspruch genommen.
Im Juni 2015 habe ich dann wegen der Berechnung meine Unterlagen einreichen müssen. Unterlagen wurden eingereicht und verlangt für alle 6 Monate.
Heute 8 Monate späte bekam ich meinen Bescheid.
Das Amt nimmt alle Einnahmen von 6 Monaten abzüglich alle Ausgaben von 6 Monaten teilt es durch 6 Monate und berechnet somit meinen monatlichen Bescheid für Oktober und November. Nicht aber für die anderen 4 Monate in denen ich kein Geld erhalten habe.
Kann das Amt die Zahlen für die 6 Monate zur Berechnung nehmen und dann aber nur 2 Monate bewilligen????
Logisch wäre eigentlich 6 Monate Berechnen, auf 6 Monate umlegen.
Dann hätte ich auch noch für 4 Monate Geld zu bekommen. Steht mir das nicht für 6 Monate zu?
Gruß
Huber

Antwort: Selbständig und ALG II

Hallo Herr/Frau Huber,
wenn Sie im Oktober und November 2014 gar keine Einnahmen hatten, darf das für spätere Zeiträume ermittelte Durchschnittseinkommen aus meiner Sicht nicht rückwirkend für Oktober und November 2014 zugrundegelegt werden. In diesen beiden Monaten waren Sie schließlich hilfebedürftig, da ganz ohne eigenes Einkommen. Weil Sie das Jobcenter im Dezember 2014 zeitnah über die Änderung Ihrer Einkommensverhältnisse informiert haben, müsste dieser Sachverhalt eigentlich aktenkundig und dem zuständigen Sachbearbeiter bekannt sein. Das ist aber nur meine unmaßgebliche persönliche Meinung.

Tipp: Wenn Sie es genauer wissen wollen, stellen Sie Ihre Frage am besten noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch und gerade zum Thema ALG II:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Danke Herr Chromov

Vielen Dank Herr Chromov dass Sie mir mit Rat helfen wollten.
Im Forum Tacheles hab ich geschrieben, aber die Antworten sind keineswegs von Fachleuten. Dort raten 20 Mann warum es so sein könnte. Das bringt mich leider nicht weiter.

Hallo, danke für die Antwort.

Hallo,
danke für die Antwort. Bei Tacheles habe ich noch keine Antwort bekommen.

Der vorläufige Bescheid war für 6 Monate und die Prüfung zwecks endgültigen Bescheid war auch für 6 Monate.
Und wenn man die Einnahmen und Ausgaben der 6 Monate nimmt und anteilig auf 6 Monate teilt habe ich 6 Monate lang ein geringes Einkommen von ca. 190 Euro.
Das heisst ich müsste für alle 6 Monate ALG II bekommen.

Die Sachbearbeiterin nimmt aber nur Oktober und November.

Steht mir nicht das Geld für 6 Monate zu?
Ich hatte ja auch die anderen 4 Monate das geringe Einkommen.

Hallo, warum gehst Du mit

Hallo, warum gehst Du mit dieser Berechnung nicht zu einem Anwalt?
Der stellt Antrag auf Prozesskostenhilfe (macht der nur, wenn auch ein anzugreifender Bescheid vorliegt und den hast Du ja) und schaut sich die Berechnung an und weiß sicher, was Recht ist und verklagt das JC dann gleich mal. Ich wäre nämlich der gleichen Meinung wie Du und sehe es an meiner Berechnung auch, dass der JC-Bearbeiter Null Ahnung hat :-). LG

Freiberufler und ALG II

Hallo, ich bin seit fast einem halben Jahr in der Bedarfsgemeinschaft und beziehe Leistungen vom Jobcenter. Jetzt werde ich wieder eine Stelle als Freiberuflerin antreten und höchstwahrscheinlich 2000 Euro brutto verdienen. Würde in diesem Fall die Leistung komplett wegfallen und inwiefern wäre mein Partner betroffen, da wir ja eine Bedarfsgemeinschaft sind und mein Lohn angerechnet wird.

Antwort: Freiberufler und ALG II

Guten Tag,
da Sie in einer Bedarfsgemeinschaft leben, hat Ihr künftig höheres Einkommen Auswirkungen auf die Leistung für Ihren Partner. Und weil Sie Freiberuflerin sind, wird dabei nicht Ihr "Brutto"-Einkommen zugrundegelegt, sondern Ihr steuerlicher Gewinn (= Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben = Einnahmenüberschuss) - abzüglich der im Beitrag weiter oben genannten Freibeträge.

Welche weiteren Auswirkungen das anzurechnende Einkommen auf die verbliebenen Leistungen Ihres Partners haben, hängt auch von dessen Einkünften ab. Am besten stellen Sie Ihre Frage mit den erforderlichen Zusatzangaben noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe":
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp
Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch und gerade zum Thema ALG II in Bedarfsgemeinschaften.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo, ich beziehe seit knapp

Hallo,
ich beziehe seit knapp 2 Jahren ALG2 und bin nebenbei noch Selbstständig, muss mich allerdings wegen mangelndem Einkommen aus meiner Selbstständigkeit auch auf Festanstellungen bewerben. So weit so gut. Ich habe einen Folgeantrag für die nächsten 6 Monate bereits gestellt und in der EKS bei zu erwartendem Einkommen in alle Felder eine Null eingetragen. Kurzfristig hat sich jetzt allerdings ein aussichtsreicher Job für Feb. und März ergeben, bei dem ich den Verdienst allerdings nur grob abschätzen kann (der Auftrag/Job ist auch noch nicht 100%ig in trockenen Tüchern). Der Verdienst wird, denke ich, ungefähr den doppelten ALG2 Satz betragen. Wie verhalte ich mich richtig? Muss ich sofort im Jobcenter Meldung machen oder reicht es bei der abschließenden EKS (also in 6 Monaten) die Beträge einzutragen?

Trockene Tücher [war: Hallo, ich beziehe seit knapp]

Hallo,
solange der Auftrag, wie Sie schreiben,
> noch nicht 100%ig in trockenen Tüchern
... ist, stellt sich die Frage ja noch nicht. Und auch sonst reicht es aus meiner Sicht, die tatsächlichen Einkünfte bei der abschließenden EKS einzutragen. Vorausgesetzt natürlich, Sie leisten Vorsorge und sind in der Lage, anschließend die fällige Rückzahlung zu leisten.

Andererseits könnte ein zeitnahes Gespräch mit dem Jobcenter sinnvoll sein, um im Februar und März Vorstellungsgespräche oder andere Maßnahmen zu vermeiden... Das ist aber nur meine völlig unmaßgebliche persönliche Meinung. Im Zweifel stellen Sie Ihre Frage am besten noch einmal im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch und gerade zum Thema ALG II:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Trockene Tücher

Vielen Dank für die Antwort

Freundliche Grüße

ALG II und Private Krankenversicherung

Guten Abend,
ich beziehe seit 2012 ALG II. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich Selbständig und privat Versichert.Die Arge zahlt den Basistarif. Jetzt habe ich die Möglichkeit einen Teilzeitjob zu bekommen. Das Problem ist ich werde in diesem Jahr 58 Jahre. Nach meinen Erkenntnissen zahlt der Arbeitgeber den Arbeitgeberzuschuss der PKV. Was ist mit der Differenzsumme ? Bleibt dies meine Privatangelegenheit oder übernimmt die Arge die Differenzsumme? Im Falle bliebe mir weniger Geld übrig als ich jetzt von der Arge erhalte. Oder gibt es doch einen Weg über einen Teilzeitjob in GKV zu kommen? Die Arge weiß keine Antwort auf mein Anliegen!
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort: ALG II und Private Krankenversicherung

Guten Abend,
ein möglicher Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist in folgendem Beitrag beschrieben:
"Per Familienversicherung zurück in die GKV - auch mit 55 plus"
http://www.akademie.de/wissen/familienversicherung-gesetzliche-krankenkasse
Vielleicht hilft Ihnen das ja schon ein wenig weiter?
Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Familienversicherung

Guten Tag Herr Chromow,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Eine Familienversicherung kommt für mich nicht in Frage, da ich unverheiratet bin.
Ist es Ihnen denn möglich, mir mitzuteilen ob das Jobcenter die Differenzsummer der PKV übernehmen würde?
Würde ich diese Summe aus eigener Tasche finanzieren müssen, wäre mein Lohn im Endeffekt niedriger als die Bezüge vom Jobcenter.
Danke für Ihre Antwort.

Antwort: Familienversicherung

Guten Tag,
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle leider nicht möglich.

Ganz allgemein lässt sich sagen: Ja, grundsätzlich ist ein Zuschuss möglich. Ob er gezahlt wird und wenn ja, in welcher Höhe, kommt auf den Einzelfall an: Am besten werfen Sie einen Blick in das BA-Merkblatt "Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen der Kranken- und Pflegeversicherung zur Vermeidung von Hilfebedürftigkeit (§ 26 SGB II)"
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdat...

Wenn Ihnen auch das nicht weiterhilft, stellen Sie Ihre Frage am besten im Forum "Tacheles Sozialhilfe": Dort tauschen Fachleute und Betroffene ihre Erfahrungen aus - auch und gerade zum Thema ALG II:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Antwort: Familienversicherung

Guten Tag,
das verstehe ich!
Dennoch vielen Dank für Ihre Mühe und mit den Links kann ich etwas anfangen.
Freundliche Grüße und Ihnen auch alles Gute!

Kosmetikausbildung und Selbständigkeit

Guten Tag zusammen,
Ich weis um ehrlich zu sein nicht wo ich anfangen soll.
Aber ich Versuch es erst mal.
Bin 33 Jahre als und alleinstehende Mutter von 3 Jungs.
Ich hatte Anfang November mich telefonisch beim Jobcenter gemeldet um nach zu fragen ob ich Unterstützung bekommen würden wenn ich eine Kosmetikschule besuchen wollen würden.
Antwort war nein! Habe auch erklärt wie ich dadrauf komme, mein Ziel ist von Jobcenter weg zu kommen und mich selbstständig machen will.
Zu dem Zeitpunkt hab ich als Teilzeitkraft als Kellnerin gearbeitet.
Hab schon da das Gefühl gehabt das ich nicht ernst genommen werde.
Nun hab ich dann Von meine Mutter die Kosmetikschule geschenkt finanziert bekommen.
Das hab ich dann natürlich das Amt mitgeteilt. Habe dann sofort eine Einladung bekommen und bin heute morgen da gewesen.
Der Herr ( mein arbeitsvermittler ) sagt er kann für mich nichts tuen bezüglich Selbständigkeit da er dafür zuständig ist mich weiter zu vermitteln.
Er sagte, es könnte auch sein das die Leistung eingestellt werden kann. Ich konnte das irgendwie nicht nachvollziehen . Man möchte was für die Zukunft machen und man wird bestraft.
Auf meine frage, was ich als nächstes tuen kann damit ich in die passende Abteilung eingeladen werden,sein Antwort war , weis ich nicht. Einfach abwarten. Sie werden jetzt erstmal von eins Kollegin eingeladen auch Vermittlerin und wird ihnen das gleiche erzählen wie ich.
Toll hab ich mir gedacht... Und bin heulend raus gegangen ..
Ich brauch einfach ein Tipp was ich tuen kann!!! Damit die mich ernst nehmen.
Ich arbeite in Moment als Minijob Basis und besuche gleichzeitig die Schule. Und würde gerne mit jemand sprechen der Ahnung hat und sich überhaupt dafür interessiert was ich zu sagen und vor habe.
Entschuldigung für die Rechtschreibung
Wünsche noch alle einen schönen Tag

Antwort: Kosmetikausbildung und Selbständigkeit

Hallo,
und vielen Dank für die vertrauensvolle Anfrage. Es tut mir leid, dass das Jobcenter Ihnen das Leben so schwer macht.

Ihre Eigeninitiative ist toll - trotzdem ein Hinweis vorweg: Die fachliche Kosmetikausbildung ist noch keine Gewähr für den Erfolg einer selbstständigen Tätigkeit als Kosmetikerin. Bevor Sie versuchen, das Jobcenter von Ihrem Vorhaben zu überzeugen, sollten Sie sich Gedanken über die Gestaltung Ihres Unternehmens machen.

Dass Sie in der Anfangsphase die Unterstützung des Jobcenters brauchen, ist klar - Hoffnung auf die Förderung einer Selbstständigkeit können Sie sich aber nur machen, wenn Sie klare Vorstellungen und ein überzeugendes Gründungskonzept haben. Bei dessen Entwicklung dürfen Sie sich nicht auf das Jobcenter verlassen.

Unterstützung beim Aufstellen eines Geschäftsplans bekommen Sie zum Beispiel bei der örtlichen Wirtschaftsförderung, bei der Industrie- und Handelskammer, bei manchen Volkshochschulen und natürlich bei professionellen Gründungsberatern. Deren Leistungen in der Gründungsvorbereitung werden unter bestimmten Umständen öffentlich gefördert.

Was schließlich die aktuelle Auseinandersetzung mit dem Jobcenter betrifft, stellen Sie Ihre Frage am besten noch einmal im "Tacheles"-Forum:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/default.asp

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Danke

vielen Dank für Ihre Antwort.

Selbstständig und Leistungen vom Jobcenter

Hallo,

Ich bin ab diesem Monat selbständig und bekomme ALG II.
Wie viel darf ich eigentlich aus meiner selbständigen Tätigkeit verdienen, dass von den Leistungen nichts abgezogen wird?

Ich würde mich freuen wenn Sie mir antworten.

Mit freundlichen Grüßen,
Julia

Antwort: Selbstständig und Leistungen vom Jobcenter

Hallo Julia,
Ihre Frage lässt sich leider nicht mit einem Euro-Betrag beantworten: Das mehrstufige Anrechnungsverfahren wird im Text weiter oben Schritt für Schritt erläutert.
Viele Grüße
Robert Chromow

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Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über zwanzig Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Autor und Berater im eigenen Redaktionsbüro. Print- un ...

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