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Zu Hause und doch im Büro: Arbeiten im Home Office

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Stand: 18. September 2007

Telearbeit: Vorteile - Nachteile - Selbsttest

7 Vorurteile gegen die Telearbeit

  1. Ah, Sie "arbeiten" zu Hause!

    Ja, ich arbeite tatsächlich zu Hause. Abends wird gekocht, die Wäsche wird am Wochenende gewaschen und gebügelt und die Wohnung wird von einer Putzfrau gereinigt. Damit ich mir die leisten kann, muss ich tagsüber tatsächlich richtig ernsthaft arbeiten. An Projekten, mit Kunden. Texte schreiben, neue Lösungen ausarbeiten, die Verwaltung machen, Aufträge akquirieren, das berufliche Netzwerk pflegen und, und, und.

  2. Das ist doch schön, da haben Sie sicher viel zusätzliche Zeit mit Ihrer Familie?

    Ja, habe ich. Unter anderem deswegen, weil ich mir den Arbeitsweg einspare. Und weil ich häufiger noch spät in der Nacht oder am Wochenende wichtigen Aufgaben erledige. Das ist der Preis einer gewissen zeitlichen Flexibilität.

  3. Da können Sie sich die Zeit wohl sehr frei einteilen?

    Ja, zumindest in dem Rahmen, den meine Kunden bzw. Kollegen und Chefs zulassen.

  4. Kann man in Freizeitkleidung überhaupt richtig arbeiten?

    Gab es da nicht mal eine Studie, dass Telearbeiter häufig nackt arbeiten? Es kann schon sein, dass manche in Freizeitkleidung arbeiten. Als Telearbeiter erledigt man genauso die Morgenhygiene wie jeder andere Büroarbeiter. Die Kleidung ist sicher kein dunkler Anzug mit Krawatte. Ich habe für mich festgestellt, dass man auch im Home-Office besser arbeitet, wenn man gut gekleidet ist.

  5. Kann man denn mit den modernen Geräten überhaupt so gut im Garten arbeiten?

    Ja, ich arbeite auch manchmal am Balkon. Wenn es Wetter und Aufgabe zulassen. Da mein Home-Office aber professionell ausgestattet ist, arbeite ich häufig am Schreibtisch. Aber es stimmt schon, arbeiten im Freien oder im Café um die Ecke fördert die eigene Kreativität und kann somit die Qualität des Ergebnisses verbessern.

  6. Aber selbst wenn Sie im Garten arbeiten können - ist das nicht fürchterlich einsam?

    Ja, es wäre einsam. Wenn ich nur zu Hause arbeiten würde und nicht auch viele Kundentermine hätte. Und selbst dann gäbe es E-Mail, Telefon, Twitter, Xing, Chat, Weblogs und viele andere Tools um im Kontakt mit anderen Menschen zu bleiben. Darüber hinaus pflege ich ein großes Netzwerk, wahrscheinlich mit mehr Menschen als damals im Firmenbüro.

  7. Und überhaupt, was sagen denn Ihre Kunden dazu? Kommt so ein Home-Office nicht fürchterlich unprofessionell rüber?

    Manchmal ja, manchmal nein. Für meine Kunden hat mein Home-Office sogar Vorteile: Sie können mich sehr flexibel erreichen, ich kann schnell reagieren, auch zu ungewöhnlichen Zeiten. Wenn mich meine Kunden besuchen, dann schätzen sie es sogar, dass sie mal aus dem typischen "Büromief" herauskommen. Das bringt oft eine ganz andere Qualität der Zusammenarbeit mit sich. Außerdem habe ich mich so organisiert, dass ich sehr professionelle und interessante Ausweichmöglichkeiten habe, das Telefon weitergeleitet wird und die Kunden auch sonst keinen Unterschied bemerken.

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Über den Autor:

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Alexander Greisle ist Trainer, Dozent und Berater. Seine Themenschwerpunkte sind die neue Arbeitswelt, Arbeits- und Lernmethoden und die Information Worker Performance. Zu seinen Kunden gehören namha ...

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