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Azubis - ja bitte! Betriebliche Ausbildung: Nutzen, Kosten und Aufwand

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Stand: 31. März 2010

Die Rolle des Ausbilders

Die Rolle des Ausbilders hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Stand früher die Belehrung und Unterweisung der Auszubildenden im Vordergrund, sind heute Ausbilder gefragt, die ihre Aufgabe darin sehen, die Ausbildung nach handlungs- und prozessorientierten Grundsätzen durchzuführen.

"Herr und Meister" war gestern...

Ausbilder fungieren heute nicht mehr als Vormacher oder Lehrer, sondern vielmehr als Lernberater oder Lernbegleiter. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, Lernsituationen zu schaffen, die die Vermittlung von beruflicher Handlungskompetenz durch selbstständiges Lernen ermöglicht.

Eine handlungsorientierte Ausbildung soll nicht nur die Fertigkeiten und Kenntnisse nahebringen, die für die Ausübung eines Berufes benötigt werden, sondern soll es ermöglichen, die Fähigkeit zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren von Arbeitstätigkeiten (Handlungskompetenz) zu vermitteln. Die Fähigkeit zur selbständigen Planung, Durchführung und Kontrolle ist eine wichtige Voraussetzung für ausgebildete Mitarbeiter und unterscheidet Fach- von Anlerntätigkeit. Selbständigkeit ist deshalb ein hohes Ausbildungsziel und wird mit dem selbständigen Lernen vermittelt.

Zunehmend wird in einer modernen Arbeitswelt Selbstlernkompetenz von den ausgebildeten Fachkräften gefordert. Diese zu vermitteln ist die Aufgabe einer handlungsorientierten Ausbildung.

Handlungskompetenz lässt sich nur durch Handeln erwerben. Berufliche Kompetenz wird durch berufstypisches Handeln gelernt. Handlungsorientierte Ausbildung wird dazu an möglichst berufstypischen Aufgaben durchgeführt. Es werden die Kompetenzen, die zur fachgerechten und erfolgreichen Bearbeitung einer Aufgabe notwendig sind, gelernt.

In der Praxis bedeutet das für Sie, den Auszubildenden schon frühzeitig an typische Arbeitssituationen heranzuführen oder berufstypische Arbeitsaufgaben zu planen und zu gestalten.

Exakten Rahmen definieren - aber Freiräume lassen

Wichtig hierbei ist es, eine genaue Aufgabe zu formulieren, dem Auszubildenden die benötigten Informationen bereitzustellen und ihm genügend Eigenverantwortung und Freiraum bei der Bearbeitung der Aufgabe einzuräumen.

Denn nur durch die selbstständige Bearbeitung von Arbeitsaufgaben kann der Auszubildende die Kompetenzen erlernen, die auch für spätere, neue Arbeitsanforderungen benötigt werden.

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Über den Autor:

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Thomas Schrörs ist als selbstständiger Berater tätig und bietet für Unternehmen Dienstleistungen rund um die Ausbildung. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Akquise von Bewerbern sowie die Vermittlung ...

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