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Freiberufler vs. GmbH

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Stand: 21. Mai 2012

GmbH-Gründung oder nicht? Es kommt darauf an ...

Die GmbH scheint zunehmend auch für Freiberufler an Attraktivität zu gewinnen. Dies jedenfalls zeigt die Praxis und wird auf Nachfrage auch durch Dr. Willi Oberlander - Geschäftsführer des Instituts für Freie Berufe in Nürnberg - bestätigt.

Exakte Daten oder gar eine amtliche Statistik gibt es hierzu nicht. Für einige so genannte "Kammerberufe", wie z. B. Rechtsanwälte, werden Statistiken geführt, für die überwiegende Mehrzahl der Freien Berufe jedoch nicht.

Fakt ist:

Gewerbetreibende versuchen zum Teil mit großem Aufwand, einen Freiberufler-Status gerichtlich durchzusetzen.

Andererseits nimmt die Anzahl der Freiberufler zu, die freiwillig auf diesen Status verzichten und eine GmbH gründen.

Wie passt das zusammen? Wann machen "Freiberufler-GmbH's" Sinn - und wann nicht?

Hier gibt es nur die Standardantwort, die in der Regel immer dann gilt, wenn es um die Themen Recht oder Steuern geht: Es kommt drauf an!

Und zwar zum Beispiel darauf,

  • welche Prioritäten Sie selbst setzen (z. B. unkomplizierte Rahmenbedingungen als oberste Priorität oder eher die Haftungsbeschränkung?),

  • wie Ihre individuelle Situation aussieht und wie sich Ihre Selbständigkeit voraussichtlich entwickeln wird,

  • wie es um Ihre Ressourcen bestellt ist (Zeit, Geld, Know-how),

  • ob Sie Mitarbeiter beschäftigen und wie die Arbeitsteilung aussehen soll,

  • in welchem Bereich Sie tätig sind und was in Ihrer Branche üblich ist,

  • wie die Marktsituation aussieht,

  • ob eine Zusammenarbeit mit Partnern gewünscht oder sogar erforderlich ist und/oder

  • um welche (potenziellen) Partner es sich handelt.

Die Aufnahme und Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit ist eine sehr unkomplizierte Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten. Im Vergleich zu Kaufleuten oder gar Kapitalgesellschaften haben Freiberufler eine Vielzahl von Vorteilen, aber je nach Sichtweise natürlich auch Nachteilen. Eine GmbH kann zwar bezüglich der günstigen Rahmenbedingungen nicht mithalten. Und doch kann es gute Gründe geben, freiwillig auf die Vorteile eines Freiberuflers zu verzichten und stattdessen eine GmbH zu gründen.

Eine vernünftige Entscheidung sollte dem individuellen Einzelfall gerecht werden und setzt Kenntnisse der jeweils wichtigsten Vor- und Nachteile voraus.

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Über die Autorin:

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Sandra Bonnemeier blickt auf 20 Jahre Berufserfahrung in der freien Wirtschaft zurück, davon fünf Jahre in hauptberuflich selbstständiger Tätigkeit, sowie vier abgeschlossene Studiengänge (Betriebswi ...

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