Ein Investitionsabzugsbetrag in 2013 erhöht Ihre GWG-Grenze für 2014 – und zwar spürbar

Ein IAB-Trick setzt Ihre GWG-Grenze nach oben : Schenken Sie sich zum Jahreswechsel die Abschreibung nach AfA

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Stand: 25. November 2013

Ein Investitionsabzugsbetrag (IAB) lohnt sich auch für Kleinunternehmer und Freiberufler, denn er taugt nicht nur als Gewinnkosmetik im Vorlauf von Großinvestitionen. Wir zeigen, wie Sie mit einer Rücklage im Jahr 2013 Ihre persönliche GWG-Grenze im nächsten Jahr von 410 Euro auf über 680 Euro erhöhen!

Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) ist eine feine Sache: Durch die gewinnmindernde Rücklage für künftige Anschaffungen sinkt die Steuerlast im aktuellen Jahr, ohne dass ein einziger Cent geflossen ist.

Mehr noch: Zusammen mit den ebenfalls in § 7g EStG geregelten Sonderausgaben können Anschaffungskosten neuer und gebrauchter Wirtschaftsgüter oft bereits im ersten Jahr zu einem großen Teil steuerlich geltend gemacht werden. Die sonst fällige Abschreibung über eine langjährige Nutzungsdauer wird so drastisch verkürzt – unter Umständen erübrigt sich die Abschreibung sogar ganz!

Zum Weiterlesen: Lektüretipp: Abschreibung im Allgemeinen und IAB im Besonderen

Die Voraussetzungen für die IAB-Rücklagenbildung, die spätere Auflösung und die Abschreibung können Sie im Kapitel „Vorweggenommene Betriebsausgabe: Der Investitionsabzugsbetrag“ unseres Abschreibungs-Grundkurses nachlesen. Dort finden Sie auch ausführliche Informationen zu anderen wichtigen Abschreibungsfragen.

IAB: Auch Abschreibungs-Kleinvieh macht Mist

Ein spürbarer Spar- und Liquiditätseffekt ergibt sich nicht nur bei größeren Anschaffungen, sondern gerade beim Abschreibungs-Kleinvieh. Mit dem IAB lässt sich nämlich mit wenig Aufwand die GWG-Grenze drücken.

Das Ausgangsproblem: Bekanntlich dürfen langlebige Anschaffungen, deren Nettowert 410 Euro nicht übersteigt, bereits im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden. Oft liegen die Werte gängiger technischer Geräte, Büro- und Werkstatteinrichtungen aber knapp oberhalb dieser GWG-Grenze:

  • Bei PCs und Notebooks mag das angesichts der vergleichsweise kurzen Abschreibungsfristen von drei Jahren noch zu verkraften sein.

  • Ärgerlicher ist die Sache aber schon bei Smartphones und Handys, bei denen der Fiskus nach wie vor von einer „betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer“ von fünf Jahren ausgeht.

  • Und so richtig genervt sind Selbstständige, wenn sie erfahren, dass Ihre Anschaffungskosten für Büromöbel vom Finanzamt erst nach und nach, über 13 Jahre (!) hinweg, steuerlich berücksichtigt werden.

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Investitionsabzugsbetrag in 2013

Sehr geehrter Herr Chromow,

vielen Dank für den guten Tip.
Ich buche in Einnahme/Überschuß Rechnung.

Bitte stellen Sie die nachfolgenden zwei Schritte auch für die Anwendung in der Einnahme/Überschuß Rechnung dar:

- Auflösung des Investitionsabzugsbetrags in 2014: Dadurch erhöht sich der zu versteuernde Gewinn des Jahres 2014 zunächst einmal um 260 Euro.

- Sonderabschreibung in gleicher Höhe.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Reinhard D.

Antwort: Investitionsabzugsbetrag in 2013

Hallo Reinhard D.,
vielen Dank für die freundliche Rückmeldung. Zu Ihrer Frage:

1. Die Auflösung des Investitionsabzugsbetrags erledigen Sie auf Seite 3 in Zeile 63 des EÜR-Formulars für 2014 (sofern die Zeilennummerierung dann noch aktuell ist. :-))

2. Den dazugehörigen "Herabsetzungsbetrag" in gleicher Höhe tragen Sie auf Seite 2 in Zeile 32 des EÜR-Formulars für 2014 ein.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

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