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Zwangsmitgliedschaft in IHK und Handwerkskammer: Wer muss mit welchen Beiträgen rechnen?

Schnelle Infos zur Pflichtmitgliedschaft in IHK und Handwerkskammern

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Stand: 25. November 2015 (aktualisiert)

Die Zwangsmitgliedschaft von Gewerbetreibenden in Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern ist ein heikles Thema und politisch ausgesprochen umstritten. Zwar gibt es für Gründer und Geringverdiener vielerorts Beitragsentlastungen. Die Kammer-Zwangsbeiträge belasten und ärgern viele Unternehmen aber nach wie vor. Wir erläutern, mit welchen Beiträgen Sie rechnen müssen.

Dass Selbstständige und Unternehmer per Gesetz gezwungen sind, Mitglied in Gremien zur Selbstverwaltung und Interessenvertretung zu werden, ist schon einigermaßen kurios. Immerhin geht mit der im Artikel 9 Abs. 1 Grundgesetz festgelegten Vereinigungsfreiheit zugleich ein "Fernbleiberecht" einher: Die Freiheit, Vereine und Gesellschaften sowie Vereinigungen zur Verbesserung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen zu bilden, schließt grundsätzlich auch die Möglichkeit ein, sich solchen Vereinigungen nicht anzuschließen.

Eine vom Staat verordnete Institution, die laut § 1 IHK-Gesetz ein nicht genauer definiertes "Gesamtinteresse der [...] Gewerbetreibenden" wahrnehmen soll (unter anderem gegen eben diesen Staat!), steht daher auf einigermaßen wackeligen Füßen. Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch in mehreren Entscheidungen (zuletzt im Jahr 2001 im Beschluss gegen eine Verfassungsbeschwerde) betont, dass eine Zwangsmitgliedschaft zu rechtfertigen ist, solange ein öffentlich-rechtlicher Verband (auch) "legitime öffentliche Aufgaben" erfüllt.

Gleichzeitig verlangte das Gericht vom Gesetzgeber damals "die ständige Prüfung, ob die Voraussetzungen für eine öffentlichrechtliche Zwangskorporation noch bestehen." Nach fast 15 Jahren liegen dem Bundesverfassungsgericht derzeit wieder mehrere Verfassungsbeschwerden vor. Über deren Annahme ist bisher jedoch noch nicht entschieden.

Legitime öffentliche Aufgaben?

Die geforderten "öffentlichen Aufgaben" erfüllen die als "Körperschaften des öffentlichen Rechts" organisierten Handwerks-, Industrie- und Handelskammern in einem gewissen Umfang. Denn über die direkten Serviceleistungen für gegenwärtige und künftige Mitglieder hinaus ...

  • überwachen sie zum Beispiel die Berufsausbildung,

  • nehmen Prüfungen ab,

  • unterstützen und beraten staatliche Behörden durch Vorschläge, Berichte und Expertisen,

  • erstellen Gutachten im Rahmen von Gerichtsverfahren,

  • nehmen Aufsichtsfunktionen im Umweltrecht wahr oder

  • sorgen für die Vereidigung öffentlicher Sachverständiger.

All diese Aufgaben könnten zwar ebenso gut die aus Steuermitteln finanzierten staatlichen Institutionen direkt erfüllen. Doch Politik (und westliche Besatzungsmächte) haben sich nach dem Zweiten Weltkrieg dafür entschieden, einige hoheitliche Aufgaben den historisch gewachsenen Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft zu überlassen.

Widerstand gegen Pflichtmitgliedschaft

Bei vielen Betrieben sind in den letzten Jahren jedoch die Zweifel gewachsen, ob den oft happigen Beiträgen ein angemessener Nutzen gegenübersteht. Seit Mitte der 90er-Jahre haben sich sogar ausgesprochene Kammer-Verweigerer zusammengeschlossen, um Front gegen die Pflichtmitgliedschaft zu machen.

Sie fühlen sich dabei mit Blick auf den europäischen Binnenmarkt bestärkt: Vergleichbare Zwangsvereinigungen gibt es nur noch in wenigen EU-Staaten. Ein Durchbruch in Richtung auf eine freiwillige Interessenvertretung zeichnet sich bislang aber noch nicht ab. Den "Kammerjäger"-Kampagnen ist es aber mit zu verdanken, dass in zwei Gesetzesnovellen der letzten Jahre einheitliche Erleichterungen für Existenzgründer und Kleinunternehmen geschaffen wurden.

Zwar haben

etwas an der obligatorischen Mitgliedschaft geändert. Aber immerhin ist die Zahl der beitragsfrei gestellten oder finanziell entlasteten Mitglieder etwas größer geworden.

Freiberufler-Privileg

Nicht ins Handelsregister eingetragene Freiberufler und ähnliche Selbststämdige sind von der IHK-Mitgliedschaft befreit. Falls sie darüber hinaus keiner speziellen berufsständischen Kammer angehören (wie etwa der Ärzte-, Rechtsanwalts-, Architekten- oder Steuerberaterkammer), gibt es für sie gar keinen Kammerzwang.

Bitte beachten Sie: Viele Kammerleistungen stehen auch Nichtmitgliedern zur Verfügung. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Praxistipp "Lassen Sie die IHK nicht links liegen!"

Gesetzlich geregelte IHK-Beiträge

Der IHK-Beitrag setzt sich in der Regel aus einem – meist gestaffelten – Grundbeitrag und einer sogenannten Umlage zusammen. Mitglieder, die nicht im Handelsregister eingetragen sind und deren Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro nicht übersteigt, zahlen laut § 3 IHK-Gesetz gar keine Beiträge.

Gewerbeertrag oder Gewinn?

Mit der Alternative "Gewerbeertrag" oder "Gewinn aus Gewerbebetrieb" hat es Folgendes auf sich: Sofern ein Betrieb gewerbesteuerpflichtig ist, stellt der Gewerbeertrag laut §§ 7 bis 9 Gewerbesteuergesetz die Beitragsbemessungsgrundlage dar. In allen anderen Fällen ist der Gewinn laut § 4 Einkommensteuergesetz maßgebend.

Tipp: Falls Sie sich mit der Unterscheidung der unterschiedlichen betrieblichen Steuerarten schwertun, empfehlen wir einen Blick auf unseren Grundlagenbeitrag "Existenzgründung: Mit welchen Unternehmenssteuern muss ich rechnen?"

Mitglieder, die

  • in den fünf Wirtschaftsjahren vor der Betriebseröffnung keine Einkünfte als Selbstständige, Gewerbetreibende oder Landwirte hatten (und demnach als Existenzgründer gelten),

  • in dieser Zeit auch nicht mit mehr als 10 Prozent an einer Kapitalgesellschaft beteiligt waren und

  • deren Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 Euro nicht übersteigt,

zahlen in den beiden ersten Jahren ebenfalls keine IHK-Beiträge. Im dritten und vierten Jahr zahlen sie nur den Grundbeitrag und sind von der Umlage befreit.

Zahlenbeispiel

Wie hoch der IHK-Beitrag im Einzelfall ist, hängt vom jeweiligen Standort ab: Denn auf Basis der gesetzlichen Vorgaben genießen die Industrie- und Handelskammern Satzungs- und Finanzhoheit. Die Höhe von Grundbeitrag und Umlage wird jährlich von den regionalen IHK-Vollversammlungen beschlossen. Unter bestimmten Umständen können die Freistellungsgrenzen notfalls sogar herabgesetzt werden.

Um Ihnen eine Vorstellung von der Größenordnung zu geben, hier die konkreten Zahlen aus der aktuellen Wirtschaftssatzung 2015 der IHK Berlin (PDF, 2,7 MB, Stand: 2015). Dort ist der Grundbeitrag folgendermaßen gestaffelt:

  • Nichtkaufleute mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn von bis zu 5.200 Euro sind beitragsfrei,

  • beitragspflichtige Nichtkaufleute mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 5.200 Euro und 15.000 Euro zahlen 32 Euro,

  • beitragspflichtige Nichtkaufleute mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 15.000 Euro und 30.000 Euro zahlen 48 Euro,

  • beitragspflichtige Nichtkaufleute mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 30.000 Euro und 50.000 Euro zahlen 80 Euro,

  • beitragspflichtige Kaufleute mit einem Verlust oder einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn von bis zu 50.000 Euro zahlen 80 Euro,

  • alle beitragspflichtigen IHK-Mitglieder mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 50.000 Euro und 100.000 Euro zahlen 128 Euro,

  • alle beitragspflichtigen IHK-Mitglieder mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 100.000 Euro und 200.000 Euro zahlen 256 Euro und

  • alle beitragspflichtigen IHK-Mitglieder mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 200.000 Euro und 400.000 Euro zahlen 480 Euro,

  • alle beitragspflichtigen IHK-Mitglieder mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 400.000 Euro und 800.000 Euro zahlen 832 Euro,

  • alle beitragspflichtigen IHK-Mitglieder mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 800.000 Euro und 1,5 Mio. Euro zahlen 1.600 Euro,

  • alle beitragspflichtigen IHK-Mitglieder mit einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn zwischen 1,5 Mio. Euro und 3 Mio. Euro zahlen 3.200 Euro,

  • bis zu einem Gewerbeertrag bzw. Gewinn von 10 Mio. Euro steigt der Grundbeitrag anschließend stufenweise auf 9.600 Euro.

  • Sofern bestimmte Bilanz-, Umsatz- und Mitarbeiter-Werte überschritten werden, kann der Grundbeitrag sogar 12.800 Euro erreichen.

Als Umlage sind darüber hinaus 0,21 % des Gewerbeertrags bzw. Gewinns fällig. Die Bemessungsgrundlage wird dabei im Fall von natürlichen Personen und Personengesellschaften um einen Freibetrag von 15.340 Euro vermindert.

Wer es noch genauer wissen will, kann seinen Beitrag mithilfe eines Online-Rechners auf der Website der IHK Berlin ganz genau ermitteln. Ein nicht gewerbesteuerpflichtiger Selbstständiger mit einem Gewinn von 45.000 Euro zahlt demnach 80 Euro Grundbeitrag und eine Umlage in Höhe von 62,29 Euro (45.000 ./. 15340 x 0,21%), insgesamt also 142,29 Euro.

IHK-Finder

Welche genauen Beiträge auf Sie zukommen, erfahren Sie bei der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer. Falls Sie noch nicht wissen, welche das ist, hilft Ihnen der IHK-Finder des Deutschen Industrie- und Handelskammertages weiter.

Sonderfall Handwerk

Was Gewerbebetrieben die IHK, ist den Handwerksbetrieben die Handwerkskammer. Deren Vorschriften sind in vielen Fällen noch weitaus rigider als die für andere Gewerbetreibende: So gelten für Handwerker nach wie vor die auf das mittelalterliche Zunftwesen und das nationalsozialistische Handwerksrecht zurückgehenden Zugangsbeschränkungen (Stichwort: Meisterbrief). Dass die Gewerbe- und Berufsfreiheit in einem dermaßen großen Wirtschaftszweig außer Kraft gesetzt ist, stellt zumal vor dem Hintergrund der innereuropäischen Konkurrenz einen bemerkenswerten Anachronismus dar.

Im Vorlauf der letzten Handwerksordnungs-Novelle stand einmal mehr die Aufhebung des Meisterzwangs zur Debatte. Nach massiver Intervention der Handwerkslobby wurde eine Neufassung des Handwerksrechts verabschiedet. Die Zahl der zulassungspflichtigen Berufe in Anlage A der Handwerksordnung (HWO) wurde dabei um mehr als die Hälfte (von 94 auf 41) reduziert. Bis auf wenige Ausnahmen handelt es sich bei den in der Anlage B zur HWO aufgeführten 53 "zulassungsfreien Handwerken" jedoch um historische Berufe, die in der heutigen Handwerkslandschaft zahlenmäßig eine eher randständige Rolle spielen. Ungeachtet aller rechtlichen und wirtschaftlichen Bedenken hat der Deutsche Bundestag den Meisterzwang im Handwerk im Dezember 2014 noch einmal ausdrücklich bestätigt.

Gesetzlich geregelte HWK-Beiträge

Die Kammer- und Beitragspflicht gilt gemäß § 90 HWO auch für nicht meisterpflichtige Handwerke sowie die handwerksähnlichen Gewerbe. Beitragsrahmen sowie Freigrenzen und Ausnahmeregelungen sind in § 113 HWO geregelt.

  • "Minderhandwerker" gemäß § 90 Abs. 3 HWO, deren Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro nicht übersteigt, zahlen demnach keine Beiträge.

  • Existenzgründer, deren Gewerbeertrag oder Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 Euro nicht überschreitet, sind im Jahr der Anmeldung von allen Beiträgen befreit.

  • Im zweiten und dritten Jahr zahlen sie nur die Hälfte des Grundbeitrages und sind vom Zusatzbeitrag befreit.

  • Im vierten Jahr zahlen sie den ganzen Grundbeitrag, sind aber noch vom Zusatzbeitrag befreit.

Ab dem fünften Jahr sind unabhängig von der Ertragslage gestaffelte Grundbeiträge sowie Zusatzbeiträge in Form von prozentualen Beiträgen auf den Gewerbeertrag oder Gewinn fällig. Bei Jahresüberschüssen von mehr als 25.000 Euro müssen Grund- und Zusatzbeiträge in voller Höhe gezahlt werden.

Die für Sie gültigen Konditionen erfragen Sie am besten direkt bei der für Sie zuständigen Handwerkskammer. Falls Sie nicht wissen, welche das ist, werden Sie auf der Suchseite des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fündig.

Und gleich noch ein Tipp hinterher: Gute Anlaufstellen für unabhängige, kammerkritische Informationen sind

Fazit

Ungeachtet der verständlichen und in vielerlei Hinsicht berechtigten Kritik an der Kammerpflicht von Gewerbetreibenden und insbesondere Handwerkern: Viele IHKs und HWKs leisten durchaus qualifizierte und nützliche Beratungs- und Servicearbeit. Wer die Angebote vor Ort wahrnimmt, kann in den Genuss eines angemessenen Gegenwerts für seine Beiträge kommen.

Die Kammern tun umgekehrt jedoch gut daran, der schwindenden Legitimation durch verbesserte, praxisnahe Dienstleistungen zu begegnen. Dann werden sie auch nach der absehbaren Aufhebung der Zwangsmitgliedschaft eine wichtige Funktion im Wirtschaftsleben behalten.

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HWK Ulm

Hallo,

Danke für die Rückmeldung. Ja, ich hab natürlich gleich angerufen. Dort wurde mir gesagt, dass es da gar keine Möglichkeit gibt. Ich könnte jetzt Wiederspruch gegen die Zahlungsaufforderung einlegen. Aber zahlen muss ich ja trotzdem, da sie sich stur stellen und ich mir nen Anwalt deswegen nicht leisten kann. Die ham halt den längeren Hebel und einfach mehr Geld (auch meines). Der Wiederspruch hat auch keine aufschiebende Wirkung.

Muss ich bei nem Wiederspruch dann Unterlagen des Finanzamtes beilegen?

Antwotz: HWK Ulm

Hallo,
lassen Sie sich bloß nicht abschrecken: Legen Sie unbedingt Widerspruch ein. Der kostet nichts. Den Nachweis Ihres geringen Gewinnes müssen Sie selbstverständlich erbringen (z.B. Kopie des letzten Steuerbescheids). Falls sich die Kammer weiter querstellt und Sie sich keinen Anwalt leisten können / wollen, können Sie sich bei einer der im Beitrag genannten kammerkritischen Verbände Unterstützung holen.
Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Kosten bei Widerspruch

Habe gerade gesehen, dass bei den meisten Handwerkskammern ein Widerspruch eine Gebühr zwischen 50€ und 150€ kostet.
Bei Ulm hab ich konkret nichts gefunden, wird aber wohl nicht besser sein. Ich kann nicht glauben, dass das legal sein soll.

Es hat was Sektenhaftes.

Aber vielen Dank für die vielen und guten Informationen!

Antwort: Kosten bei Widerspruch

Hallo und vielen Dank für Ihre nette Rückmeldung.
Sollten Ihre Informationen zutreffen, ist Ihr Unverständnis absolut nachvollziehbar!

Da es sich bei Kammern um Körperschaften des öffentlichen Rechts handelt und die allgemeine Beitragspflicht gesetzlich festgelegt ist, halte ich Widerspruchsgebühren für höchst fragwürdig - vor allem natürlich dann, wenn Bürger womöglich sogar für _erfolgreiche_ Widersprüche zur Kasse gebeten werden. Ist das nach Ihren Erfahrungen so?

Vielen Dank für den Hinweis - ich habe bereits bei Handwerksexperten nachgefragt, ob der von Ihnen geschilderte Sachverhalt zutrifft und was man dagegen unternehmen kann. Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder.

Freundliche Grüße
Robert Chromow

kosten widerspruch

nein, ich denke es kostet nur, falls dem Widerspruch nicht stattgegeben wird.

siehe: http://www.frankfurt-main.ihk.de/ihk/vorstellung/beitrag/widerspruch/

Das kann doch nicht sein

Ich verdiene als Kleinunternehmerin (Haushaltshilfe) ca.10000 Euro im Jahr und muss 165 Euro an den Verein zahlen, das ist doch eine Schweinerei! Da bin ich mit einem 400 Euro Job ja x mal besser dran! Und dann wundert sich Deutschland das es soviel Schwarzarbeit gibt! Sauerei !!!

Unverschämt!

Wie Recht du hast. Ich verstehe es auch nicht. Bezahlen ohne einen Gegenwert zu bekommen.

Gegenwert / Zwangsmitglied hier mein Beitrag.

Hier mein Beitrag hierzu. Ich habe folgende Post an alle Fraktionen im Bundestag gesendet. Geantwortet haben bisher nur die Linken. OJÉ..ECHT Elend. Ich habe mir überlegt eine Unternehmerseite zu machen Anti Zwangsmitgliedschaft. Wer Interesse hat, mitzumachen, der kann mir ja auf unsere Firmenmail schreiben.

Hier das Schreiben:
Betreff: Gesetzesänderung HWK

Sehr geehrte Damen und Herren,
Art 17
Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.
Hat man nur das Recht sich an jemanden zu wenden oder auch das Recht dass man sich an entsprechenden Stellen darum kümmert??
Hiermit beschwere ich mich über die Zwangsmitgliedschaft in der HWK.
Ich beschwere mich darüber, dass trotz anhaltender Proteste verschiedener und unterschiedlichster Betriebe, Unternehmen, Verbände und Einzelpersonen nichts unternommen wird.
Protestaktionen, die scheinbar keine Auswirkung haben:
• Die Zahlungen an die HWK werden zurückgehalten. Auch bis zum Mahnbescheid.
• Briefe, Faxe und Beschwerde mails an die HWK noch und nöcher.
• Beschwerden bei den Volksvertretungen
• etc.etc.etc
Ich frage Sie nun: Was muss man tun, um diese Ungerechtigkeit abzuschaffen. Wie viele Unternehmer müssen unterschreiben, um die HWK endlich in die Vergangenheit zu schießen?
Welche Teile der HWK kann man sofort schließen um kein weiteres Kapital zu vernichten und Arbeitsplätze zu schaffen. Wie kann man die HWK dazu zwingen, freiwillige Mitglieder zu bewegen und die Zwangsmitgliedschaft mit erpressten Zwangsgeldern zu beenden.
Alles Gerede für die HWK läuft bei den Unternehmen ins Leere.
Was können wir Unternehmen und ihre Mitarbeiter als 'DAS VOLK' tun, um eine Gesetzesänderung zu erwirken?
Zum besseren Verständnis sende ich Ihnen einen Brief an die HWK. Einer von sehr vielen. Wie deutlicher müssen die Aktionen werden? In Frankreich gäbe es das so nicht.
EU Recht wird das mit der HWK ohnehin nicht. Es ist eine Wettbewerbsverzerrung zu allen EU-Ländern. Also warum auf die lange Bank schieben.
Bitte ersparen Sie mir vergangene Gerichtsurteile des BVG oder Ähnliches pro HWK.
Es muss doch eine Möglichkeit geben, wenn eine gewisse Zahl der Unternehmen Nein zur HWK sagt eine Abschaffung durchzusetzen. Schließlich sind wir eine Demokratie. oder etwa nicht.
Bitte teilen Sie mir die erforderlichen Schritte mit.

mit freundlichen Grüßen, Düren, den 30.04.2013 Georg Brings

Anhang Brief an die HWK

HandwerkskammerAachen
Assessor Karl Fährmann

TMG,DL INFO V, ZDH, BLA, BLA, BLA,

Sehr geehrte Damen und Herren! An Alle!

Sie weisen die Betriebe auf Unzulänglichkeiten hin, die es ohne die Handwerkskammer gar nicht gäbe. Diese Überprüfung, die dort von der HWK vorgenommen wird ist lächerlich.
Sollte dies der klägliche Versuch sein, die der Fantasie entsprungenen erpressten Abzockersummen, die als Handwerkskammerbeitrag deklariert werden zu rechtfertigen? Dann war das wohl nichts.
Seien Sie doch so ehrlich und schreiben Sie die Betriebe nicht mit Mitglied, sondern mit Zwangsmitglied an. Schreiben Sie nicht Beitrag, sondern erpresste Zwangsgelder für private Zwecke unter dem Deckmantel eines antiken Gesetzes. Tun Sie nicht so, als wären die Betriebe freiwillig in der HWK und würden nicht zu Ihrem Unglück gezwungen. Tun Sie nicht so, als gäbe es für die Abzockersumme irgend eine nicht dem verirrten Sinne entsprungene Gegenleistung.
Sagen Sie einfach: Dies ist ein Zwangsgeld, um meinen Arbeitsplatz zu bezahlen, denn so ist es einfach für mich meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ihr dummen Unternehmer bezahlt nicht nur mich, sondern auch meine ganzen Kollegen. Eine sinnvolle Beschäftigung für den Tag, suchen wir uns schon selber. Und damit Ihr glaubt, dass wir etwas für unseren horrenden monatlichen Bezüge arbeiten, bekommt Ihr für Eure Zahlungen ohne Gegenleistung einfach 12 Zeitungen im Jahr. Die liest zwar keiner, bringt uns aber durch die Werbung auch noch Geld. Das können wir dann als Urlaubsgeld verteilen. Dann nehmen wir noch die Signal Iduna dabei. Diese Angebote gibt's auf dem Markt zwar viel billiger, aber das merkt ja keiner. Die blöden Unternehmer haben ja eh keine Zeit weil sie für die Zwangsabzocke schuften müssen und merken das nicht. Und schon haben wir unser Weihnachtsgeld zusammen.
Das Argument der HWK: Wir stellen ja Leistungen bereit kann man nicht gelten lassen. Sie schaffen unter Vorspiegelung sinniger Ausgaben vernichtetes Kapital. Wir Unternehmer können auch nicht für die Vorhaltung von Maschinen, Werkzeug und Arbeitskraft unseren Kunden willkürliche Rechnungen stellen. Desweiteren müssen unsere Kunden nicht Kunden sein, sondern wir müssen dafür arbeiten, dass Sie unsere Kunden werden und bleiben. Und Sie?
Ist Ihnen eigentlich klar, dass die erpressten Abzockersummen Arbeitsplätze kosten? Mancher Betrieb könnte von diesem Geld komplette Arbeitsstellen zur Verfügung stellen. Andere vielleicht Geringverdienern ein Einkommen geben.
Wissen Sie, dass die Summen, die Sie bei einem Unternehmer erpressen , seinen Betrieb in schweren Zeiten vor dem Konkurs retten könnte.... Nun reden Sie nicht von Härteklauseln. Ich spreche von mehreren Jahren. Und jeder weiß, die HWK nimmt das was Sie an sich reißen kann und gibt bestimmt nichts zurück.
Schämen Sie sich nicht von bei anderer Leute erpresstem Geld zu leben? Wollen Sie Ihren Lebensunterhalt nicht mit ehrlicher Arbeit verdienen ? Nicht, dass Sie rechtschaffende Unternehmer abzocken, sie verhindern auch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen und damit den Abbau der Arbeitslosigkeit.
Und somit unterstützen Sie die Kinderarmut in diesem Land.
Ja, Sie lesen richtig. Sie sind einer der Verursacher, genau wie jeder einzelne Ihrer Kollegen. Hätten Sie nicht gedacht, ist aber so. Sind Sie mal ehrlich zu sich selber. Denken Sie ein oder zweimal darüber nach, wenn's denn geht.
Wenn Sie jedoch der Meinung sind, dass die Menschen die HWK brauchen und möchten...dann machen Sie aus der Zwangsmitgliedschaft und Abzocke einfach freiwillige Mitglieder mit freiwilligen Mitgliedsbeiträgen.
Aber wir alle wissen, warum Sie das nicht wollen....nicht wahr?
PS.Herr Fährmann..
Da Sie ja nur Gehilfe sind, gehe ich davon aus, dass Sie dieses Schreiben an Ihren Vorgesetzten weiterleiten...
Es würde mich freuen, wenn jeder Mitarbeiter des ZDH darauf hingewiesen Zugang zu diesem Schreiben hat. Sowie als Rundschreiben an alle Zwangsmitglieder...... Heuchler HWK oder nicht?
Auch wenn die HWK zur Zeit durch ein Recht geschützt ist, ist es doch Un-Recht. Und gegen dieses Unrecht kämpfen wir im Rahmen des Rechts. Schade, dass manchen Menschen bewusst geschützt durch das Recht unrecht begehen. Nur um des eigenen Vorteils willen, das Recht der Mitmenschen untergraben. Ohne einen gesunden Menschenverstand. Was sind das für Menschen???
PS: Auch wir haben zum 30.04.2013 einen Mitarbeiter entlassen. Gäbe es die Abzocke der HWK nicht, hätte er eine Chance gehabt. Danke HWK. Auch im Namen unseres Mitarbeiters.
Düren, den 30.03.2013
mit freundlichen Grüßen
Georg Brings, Geschäftsführer der B&F GmbH, der GuT Brings Vermögensverwaltung GbR, der Schweißtechnik Brings Düren, des Konstruktionsbüro Brings Vettweiß, der Filzschuhgießerei Möllenbrink, Import Export Paderborn, Kupferschmied und Apparatebauer, Staatlich geprüfter Techniker Maschinentechnik Entwicklung und Konstruktion, Eingetragen in der Handwerksrolle zu Aachen im Metallbauerhandwerk, Eingetragen in der Handwerksrolle zu Aachen im Apparate- und Behälterbauerhandwerk, Zwangsmitglied bei- und abgezockt durch die HWK Aachen Sandkaulbach...Steuernummern 207242652525252 521225211251 262225621 2222265542 DE1202126523 BE21221252122 NL121212544422 312Honululu98SP0815cologne4711
( So oder ähnlich werden Sie dies bei Zeiten auf unserer Internetseite finden. Ich hoffe Ihrem Eifer ist damit genüge getan).

ABSENDER:
NAME: B&F GmbH Düren Georg Brings
STRASSE: Nickepütz 10
PLZ: 52349
ORT: Düren
Land: DEUTSCHLAND
TELEFON: 02721207638

EMAIL: bufgmbh@t-online.de

FORMULAR: Deutsch

DIESE NACHRICHT WURDE IM INTERNET
DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES ERFASST
Sa Mrz 30 17:26:42 2013
______________________________________________

Danke für diesen überaus informativen Beitrag

...welcher mir sehr geholfen hat die Dinge zu erkennen, die auf mich zurollen. Stellen Sie sich vor, ich beschäftige mich gerade mit einer angehenden Selbstständigkeit und scheine das nächste Opfer dieser hwk zu werden. Abartig. Auch dass die Politik keine Abhilfe schafft?! Eben - warum auch?

Das kann doch nicht sein

Doch es ist so, hier muss man bezahlen für ein Gesetz was noch von Hitler gezeichnet wurde. Ich glaube, wenn sich hier Leute zusammen tun würden und vors Gericht in Brüssel ziehen, stehen die Aussichten auf Erfolg nicht schlecht. Das was hier abläuft ist auf Europa bezogen ungerecht. Andere Zahlen solch eine unsinnige Abgabe nicht.
Ich kann mir das gern auf freiwilliger Basis vorstellen, nur hat da die HWK Angst. Viele Leute dort wären aufeinmal arbeitslos.
Nicht nur reden, zusammen tun und reagieren, ich zähle über 20 Jahre in die HWK und bekomme einmal im Jahr Post. Genau die ist meine Rechnung. Bis zum nächsten Jahr.

Handwerkskammer

Hier sind alle 52 Handwerkskammern aufgeführt:

http://kammerspartakus.files.wordpress.com/2012/02/liste-handwerkskammer...

Mit Vergleich: IHK und Handwerkskammerbeiträge.

Beiträge für Handwerker viel höher als für IHK-Mitglieder v. 23.10.2012

http://kammerspartakus.wordpress.com/2010/12/20/kurzmeldung-was-verdient...

Die Handwerkskammern in BRD: Ein dunkles Kapitel in Kammerland

http://kammerspartakus.wordpress.com/2012/10/17/die-handwerkskammern-in-...

HWK beitragsfrei?

{Mitglieder, deren Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro nicht übersteigt, zahlen demnach keine Beiträge.}
====== F A L S C H ======
Hallo,
diese Ihre Aussage ist so nicht richtig.
Die HWK Rostock unterscheidet nach "Vollhandwerker" und "Nichtvollhandwerker".
Ausserdem zerlegt die HWK den Begriff Beitrag, der in Ihrer Aussage genannt ist, in Grundbeitrag und Zusatzbeitrag.
Der Grundbeitrag wird beitragsfrei beschieden (Jahresgewinn 800 Euro),
der Zusatzbeitrag ist keinesfalls wegen geringem Einkommen beitragsfrei.
Der kommunale Vollstrecker kassiert und Beitragsfreiheit ist blaue Luft.
Eigenes aktuelles Erleben.
Und so viele nehmen das hin.

mfG.
H.Glienke

Kann ich nur bestätigen

Auch ich musste an die HWK zahlen, obwohl ich einen Kosmetik und Fußpflegesalon eröffnet hatte. Der Grundbetrag wurde nur bei Existenzgründung für 3 Jahre
halbiert. Auch für den Raum Rostock. Nun habe ich einen Salon in Baden-Württemberg, durch Familiären Umzug eröffnet....aber wenn ich das hier alles so lese ahne ich Schlimmes...Bescheid habe ich bekommen...erst einmal 175 Euro für die Eintragung ins handwerksähnliche Verzeichnis...Und was kommt nun noch??? Katrin F.4

Antwort: HWK beitragsfrei?

Hallo H. Glienke,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Sie haben Recht: Statt "Mitglieder" muss es heißen "Minderhandwerker gemäß § 90 Abs. 3 HWO". Ich habe den Text gleich entsprechend geändert.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und freundliche Grüße
Robert Chromow

Minderhandwerker

Guten Tag Herr Chromow,
leider ist der "Minderhandwerker" und die Beitragsgrenze in der HWO nicht zu finden, können Sie eventuell einen entsprechenden Link "vorschlagen" welcher zur entsprechenden Passage in der Ordnung führt?
Mit freundlichen Grüßen,
M.Schütz

Antwort: Minderhandwerker

Guten Tag, Herr / Frau Schütz,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Den Begriff "Minderhandwerker" gibt es in der Handwerksordnung tatsächlich nicht. Direkt neben dem Begriff finden Sie im Beitrag aber den Verweis auf § 90 Abs. 3 HWO ...
http://www.gesetze-im-internet.de/hwo/__90.html
... in dem der Personenkreis definiert ist, der in den Genuss der Beitragsvergünstigungen des § 113 HWO kommen:
http://www.gesetze-im-internet.de/hwo/__113.html
Dort finden Sie übrigens auch die Gewinn-Freigrenze von 5.200 Euro, bis zu der Minderhandwerker keinen Kammerbeitrag zu zahlen brauchen.
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Kammerbeiträge

Mir ist aufgefallen, dass das IHKG immer auf im Handelsregister
eingetragene (daher als Vollkaufleute geltende) und nicht
eingetragene Firmen, d.h. i.d.R.nicht Vollkaufleute, abstellt. Nach der
Einführung von Unternehmergesellschaften (auch sog. "kleinen GmbHs")
mit einem theoretischen Stammkapital von 1 Euro,halte ich diese
Unterscheidung als nicht mehr verfassungsgemäß. Verletzt sehe
ich vor allem den Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz. So bin
ich zum Beispiel GF einer UG, die einen Jahresumsatz von unter
10.000 Euro und keinen Gewinn erzielte, und bei einem Stammkapital
von 150 Euro einen Kammerbeitrag von 125 Euro zahlen soll.
Jeder Markthändler mit einem wesentlich höheren Eigenkapital und
wahrscheinlich auch Umsatz ist aber bis zu einem Jahresgewinn von
unter 5.200 Euro von Beiträgen befreit. Gibt es für diesen
Sachverhalt schon Musterfälle ? Meine Einsprüche gegen die Bescheide
wurden von der IHK Berlin verworfen und zwangsweise eingetrieben.
Als Grund wurde mir u.a. auch mitgeteilt, die Gesellschaft hätte ja
zum Beispiel eine Rechtsform wählen können, die keine Handelsregistereintragung bräuchte. Das ist aber sehr an den Haaren
herbeigezogen, da die Muttergesellschaft ein e.V. ist, also eine
Personengesellschaft ohne HR-Eintragung gar nicht möglich war.
Ist ein Beitrag, der quasi das Eigenkapital abgreift, denn noch
als angemessen zu sehen ? Streng genommen, wäre das nach Handelsrecht ja schon ein Grund, Konkursantrag zu stellen.

IHKG und Beitragspflicht

Leider wird immer wieder übersehen, daß die Zwangsmitgliedschaft in einer IHK nicht an den Handelsregistereintrag gekoppelt ist, sondern an die Gewerbesteuerveranlagung! IHK-"Beiträge" sind also nicht anders als eine "verlängerte Gewerbesteuer". Würde die Gewerbesteuer abgeschafft, die historisch gesehen als eine Sonderabgabe für Infrastrukturleistungen des Staates aufzufassen ist (kommt noch aus dem 19. Jahrhundert) und damit noch nicht einmal eine "Steuer" im juristischen Sinn darstellt, fiele diese Zwangsmitgliedschaft ersatzlos weg. Eine IHK-Mitgliedschaft ist somit nicht anderes als eine "Vertretung der Gewerbesteuerpflichtigen". Insofern ist die Verwendung des "Beitragsbegriffs" bei gleichzeitigem Bezug auf den sog. Gewerbeertrag (eine reine Fiskalgröße, die sich vom betriebswirtschaftlichem Ertrag z.B. durch Hinzurechnungen (!) von Zinsen und Pachten unterscheidet) höchst zweifelhaft. Eine analoge Diskussion gibt es derzeit dazu um den sog. Rundfunkbeitrag, der auch mehr den Charakter einer "Wohnraumsteuer" als einer Sonderabgabe oder eines Beitrags für den sog. "Staatsrundfunk" hat. Die Ergebnisse entsprechender Klagen hierzu dürfen mit Spannung erwartet werden!
Weiter wird übersehen, daß durch die vielfältigen, wirtschaftlichen Betätigungen der IHKs (Adressenhandel, Gewerberaumvermietung, Weiterbildungsangebote, Unternehmensberatung usw., alles gegen Rechnung (!)) eine Eintreibung von IHK-Beiträgen durch kommunale Behörden im Rahmen der "Amtshilfe" unzulässig ist.
Amtshilfe darf laut Verwaltungsverfahrensgesetz nie bei Erlangung von wirtschaftlichen oder persönlichen Vorteilen (Stichwort: Selbstalimentierung der IHK-Angestellten, da diese keine Beamten sind) gewährt werden. Die Eintreibung von IHK-Beiträgen durch Kommunen stellt zudem eine unzulässige Beihilfe nach dem EU-Beilhilferecht dar und kann erfolgreich abgewiesen werden.
Die IHK wird dann einen "eigenen Gerichtsvollzieher" oder "Kontopfänder" beauftragen müssen. Hat man ein EU-Auslandkonto wir das dann zunehmend schwieriger ohne entsprechenden Gerichtstitel usw..
Informationen zu diesem und anderen Kammerthemen (demnächst kommen Pflegekammern nach gleichem Zwangsmuster in Bayern und Rheinland-Pfalz für die kleinen UNSELBSTÄNDIGEN Pflegedienstleister hinzu!) gibt es beim Bundesverband für freie Kammern (BffK), wie hier bereits mehrfach genannt.

Antwort: Kammerbeiträge

Guten Tag,
ein Musterprozess zur Beitragspflicht einer UG, die als Tochtergesellschaft eines e.V. gegründet wurde, ist mir nicht bekannt. Wenn unbillige Härten vorliegen, können Kammern die Beiträge erlassen. Ihr geringer Jahresumsatz spricht dafür, dass ein solcher Härtefall vorliegt. Haben Sie schon einen Antrag auf Beitragserlass gestellt oder bislang nur dem Beitragsbescheid widersprochen?
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Zwangsmitgliedschaft

Klagen wir doch gemeinsam in Brüssel
Es gibt in der EU sonst keine BG
Es gibt in der EU sonst auch kaum Kammern
Wo ist das Problem?
Wir wolle doch´" Wettbewerb"
Aber auch gleich gestellt sein.

Austritt

Hallo ,

wenn es schon irgendwo eine Vereinigung giebt die dagegn klagt oder sich für den Austritt aus der HWK stark macht , dann möchte ich sofort Mitglied werden , dami die Abzocke endlich mal aufhöhrt

Antwort: Austritt

Hallo,
zwei bundesweit aktive kammerkritische Handwerks-Organisationen werden im Text weiter oben genannt:

*Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker (BuH e.V.)
http://www.buhev.de/
und
* Interessenverband freier und unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker (IFHandwerk e.V.)
http://www.if-handwerk.de/

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Zwangsmitgliedschaft

Hallo,
Ich bin seid 2005 im Gastgewerbe selbstständig und habe die IHK noch nicht einmal in Anspruch genommen und werde das auch nicht. Das kann die IHK von mir schwarz auf weiß haben. Ich finde es bemerkenswert das neben sämtlichen Steuern die sich der Staat im laufe der Jahre ausgedacht hat auch noch diese Zwangsmitgliedschaft erschaffen wurde. Ich glaube das die Zeit mehr als reif ist für drastische Änderungen im Steuerrecht. Wenn jeder Selbstständige in unserem Staat ein viertel Jahr keine Steuern bezahlen würde müsste der Staat handeln. Es ist eine Ungerechtigkeit ohne gleichen, ob ich viel oder wenig Umsatz mache ist mittlerweile egal geworden wenn ich mehr mache zehren das Steuern und Abgaben auf... Was macht da noch Sinn nach mehr zu Streben.

Verjährung von Beiträgen

Hallo ich habe eine wichtige Frage.

Wenn die Handwerkskammer vergessen hat die Beiträge zu berechnen, weil ein Widerspruch eingegangen ist, und dies dann irgendwie untergegangen ist, wann verjähren dieses Beiträge? Kann mir hier jemand einen Tipp geben oder mir mitteilen, an wen ich mich wenden kann. Vielen herzlichen Dank.

nko123

Festsetzungsverjährung nach 4, Zahlungsverjährung nach 5 Jahren

Für die Verjährung von Kammerbeiträgen gelten m.W. die gleichen Regelungen, die für die Verjährung von Steuerforderungen gelten. Demnach hat die Kammer vier Jahre Zeit für den Erlass des Bescheids, gerechnet vom Jahr an, das auf die den Beitrag begründete Frist folgt. (Zwangs-)Mitglied 2012 -> Kammer hat bis 2016 Zeit für einen Bescheid. Wird der Bescheid später erlassen, ist er verjährt (Festsetzungsverjährung, §§ 169, 170 AO, http://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__169.html )

Mit der Fälligkeit der Beitragsforderung beginnt dann die Frist für die Zahlungsverjährung zu laufen, sie beträgt fünf Jahre (§ 228 ff AO). Wird in der Zeit gemahnt, gestundet o.ä., wird diese Frist unterbrochen, und beginnt ab dem auf diesen Akt folgenden Jahr wieder neu zu laufen.

Da ein Widerspruch gegen den Beitragsbescheid einer Kammer normalerweise nicht von der Zahlungspflicht befreit, könnte das Datum des Bescheids der Beginn der fünfjährigen Zahlungsverjährungsfrist markieren. Aber das hängt von den Details Ihres Einzelfalls ab.

Weitere Informationen finden Sie bei kammerkritischen Verbänden wie dem "Bundesverband für freie Kammern", der wiederum weitere einschlägige Anlaufstellen im Internet auflistet.
http://www.bffk.de/aktuelles/internetforen.html

Ich hoffe, das hilft Ihnen etwas weiter.

Viel Erfolg wünscht
Simon Hengel
Ihre akademie.de-Redaktion

Doppelte Beitragspflicht möglich?

Mein Lebensgefährtin erlebt mit diesen Verbänden derzeit einen kleinen Supergau. Das Gewerbeamt hat ihre Gewerbeanmeldung an die IHK sowie an die HWK geleitet und nun wollen Beide Verbände Mitgliedsbeiträge kassieren. Wie geht denn sowas, was ist denn hier schief gelaufen?

Ist es praktisch so, wenn ich einen Handwerksbetrieb führe und dann auch noch entsprechendes Material verkaufe, dass man einmal wegen dem Handwerk bei der HWK landet und wegen dem Handel bei der IHK??????

Es ist doch nur ein Gewerbe, warum zwei Beiträge?
Hat darauf einer eine plausible Antwort? Ein kleiner Hinweis wäre sehr nett, weil es wenig Spaß macht mit zwei Raubrittern zu kommunizieren?

Danke vorab
Torsten

www.photownder.com

Antwort: Doppelte Beitragspflicht möglich?

Hallo Torsten,
wenn ein Unternehmen sowohl einen handwerklichen Betriebsteil als auch einen (separaten) gewerblichen Betriebsteil hat, ist eine Doppelmitgliedschaft grundsätzlich durchaus möglich. Der Verkauf von Material macht aus einem Handwerksbetrieb aber noch lange kein Handelsunternehmen!
Meines Wissens wird die Beitragspflicht nur bei Unternehmen durchgesetzt, die ins Handelsregister _und_ in die Handwerksrolle eingetragen sind. Bei nicht ins Handelsregister eingetragenen Misch-Unternehmen ruht die IHK-Mitgliedschaft normalerweise. Beiträge sind dann nicht fällig.
Von einem "Supergau" kann bei Ihrer Lebensgefährtin also (noch) nicht die Rede sein. Es kann sich durchaus um Standardbenachrichtigungen handeln. Bevor sie gegen "Raubritter" in den Krieg zieht, sollte sie den Sachverhalt mit den beteiligten Kammern klären: Wahrscheinlich löst sich die Sache schnell in Wohlgefallen auf. Andererseits: Falls Ihre Lebensgefährtin bereits schlechte Erfahrungen mit Kammern gemacht hat, holt sie sich am besten Unterstützung bei kammerkritischen Organisationen. Im Bereich Handwerksrecht sind das vor allem der
"Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker"
http://www.buhev.de/ und der
"Interessenverband der freien Handwerkerinnen und Handwerker"
http://www.if-handwerk.de/
Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Zwangsmitgliedschaft

Zum Thema Menschenrechte und Grundrechte:

Die Kammern behaupten, sie würden die Gesamtinteressen der Witrtschaft vertreten. Ich stelle fest, Gesamtinteressen gibt es nicht. Ich bin ein Kleingewerbetreibender. Meine Kundenbesuche werden ausschließlich mit dem Fahrrad erledigt. Aber die "zuständige" Kammer (die IHK-Köln) macht ständig Öffentlichkeitsarbeit mit Straßenausbau, Autobahnausbau etc. Der frühere IHK-Geschäftsführer Vetterlein polemisierte gegen Radfahrer in der Kölner Presse: "Das Geld ist da, aber es wird für andere Zwecke ausgegeben. Wenn (...) jährlich 200 Mill Mark für Radwege ausgegeben werden (...) dann stimmen die politischen Vorgaben nicht mehr". Das war 1999. Heute hat die IHK ihr Ziel durchgesetzt und viele Radwege sind verschwunden.

Politisch kann ich die Partei wählen, die die Fahrradinfrastruktur verbessert. In einer funktionierenden Demokratie brauche ich auch kein Mitglied der Autolobby sein. Anderererseits muß ich Zwangsmitglied dieser Autolobby sein und habe kein Recht, aus diesem Verein auszutreten. Ich fühle mich politisch vergewaltigt in Deutschland. Und kein Deutsches Gericht gebietet mir Beistand!

Gerichtsvollzieher

Obwohl ich ständig mit der Handwerkskammer, wegen meines Widerrufs der Eintragung, in Kontakt stand und mir gesagt wurde dass die Angelegenheit geprüft wird, kam nach der zweiten Mahnung wortlos der Gerichtsvollzieher. E-Mails die ich wegen der Mahnungen schicken sollte sind nie bei der HWK angekommen da sie ein unüberwindbaren Spamfilter haben. Sogar wenn man auf die e-Mail der HWK antwortet bleiben diese hängen. Ich habe mit min. vier verschiedenen Mitarbeitern der HWK telefoniert von denen mir jeder etwas anderes erzählt hat. Mein letztes Telefonat heute mit der Handwerkskammer Karlsruhe beendete der gute Mann mit den Worten "Weil halt" und hat aufgelegt. Davor wurde mir noch geraten, ich hätte beim Existenzgründerseminar besser zuhören müssen. Da wurde ja wohl ausgiebig informiert welche Verbindlichkeiten als Selbstständiger auf mich zukommen. Soviel zu der Argumentationsstärke der Kammern. Mich mach es einfach nur wütend wie rigoros Gebühreneintreibungen vollstreckt werden.

Ach ja, als ich den guten Mann fragte wie er sich fühlen würde wenn er dazu verpflichtet wäre meine Betriebskosten zu übernehmen, meinte dieser dass man das ja nicht vergleichen könne. Einen Satz später, als Antwort auf mein Anliegen, dass ich es nicht einsehe und verstehe warum ich für etwas bezahlen muss mit dem ich nichts anfangen kann, sagte er nur "Sie bezahlen ja auch Steuern".

Daraus erschließt sich mir dass die Kammern ihre eigenen Beitragserhebungen genauso sinnlos finden wie Steuern zu zahlen.

Mein Glückwunsch an die Kammern!

Gerichtsvollzieher HWK

Ja, ich vermute da sitzen Menschen die eben als kleine aber durchaus erfolgreiche Monopol Gesellschaft über alles und jeden erhaben sind.

Ich habe unseren Ärger mit Beiden Verbänden (IHK und HWK) bereits hier kommuniziert. Meine Lebensgefährtin, ebenfalls Kleinunternehmer, soll wegen ihrem Gewerbeschein sowohl an die HWK und an die IHK Beiträge abführen. Beide Verbände bestehen drauf. Wenn man dann ihren Beitrag liest, macht das ja richtig Hoffnung. Ich glaube bei uns hat das Unheil schon in der Amtstube vom Gewerbeamt angefangen. Da denkt keine mit und da denkt auch keiner für den Bürger. Da wird unüberlegt gehandelt und der kleine Unternehmer hat den Ärger am Bein.

Es ist so nervig, zu Zeitaufwendig und auch so mühselig sich mit diesen Raubrittern vernünftig zu unterhalten um die Sache ebenso vernünftig zu klären.

Auch von mir
Glückwunsch an die Kammern und das Gewerbeamt.

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