Kooperation unter Freelancern: Regeln und Rechtsformen

Für Freiberufler und Selbstständige, die an gemeinsamen Aufträge arbeiten, gilt: klare Absprachen, erfolgreiche Zusammenarbeit.

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Von: Ann Yacobi
Stand: 20. März 2012 (aktualisiert)

Einzelkämpfer als Team: Regeln festlegen!

Überzeugter Einzelunternehmer? Schön und gut, aber es gibt Projekte, bei denen man als Einzelkämpfer an seine Grenzen stößt. Oder komplexere Aufträge, die man allein gar nicht annehmen könnte, weil man Dienstleister eines anderen Fachgebiets zur Erledigung braucht. Wir zeigen, welche gängigen Formen der Zusammenarbeit es gibt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich mit anderen Selbstständigen zusammentun möchten. Dazu gibt es für Mitglieder von akademie.de Checklisten zur praktischen Umsetzung.

Kooperation von Freelancern - Checkliste

Um Sie bei der praktischen Umsetzung der folgenden Tipps rund ums Kooperieren zu unterstützen, haben wir die Tipps in drei Checklisten zusammengefasst, die als PDF zum Download bereitstehen:

Download: "Checkliste 'Kooperationen zwischen Freelancern'"

Die Checklisten sind für Mitglieder von akademie.de frei zugänglich. Sie sind noch nicht Mitglied? Informieren Sie sich über die Vorteile der Mitgliedschaft hier.

Zumindest minimale Absprachen sind nötig!

Wer als Selbstständiger mit anderen zusammenarbeitet, hat wichtige Fragen zu klären: Es geht um die Aufgabenverteilung im Team, um Verantwortlichkeiten und Entscheidungen, um Honorarfragen und schließlich - wo gehobelt wird, da fallen Späne - auch um Haftungsfragen. Vom Umfang und dem Ziel der Kooperation hängt ab, wie viel die Teilnehmer untereinander und nach außen regeln sollten.

Vor Unstimmigkeiten und Streit ist man selbst in einer gut funktionierenden, langjährigen Kooperation nicht gefeit. Umso besser, wenn man grundlegende Regeln der Zusammenarbeit festgelegt hat, die im Streitfall nicht mehr zur Debatte stehen. Wie detailliert die Absprachen bei einer Kooperation sein sollten, hängt von den Mitgliedern des Teams und von den gemeinsamen Zielen ab. Einen "richtigen" Vertrag sollte man aber schon aufsetzen, weil man sich im Zweifelsfall auf Schriftliches besser berufen kann als auf mündliche Absprachen.

Faustregel: Je weniger sich die Mitglieder kennen, desto mehr sollten sie vertraglich festlegen, um Streit und böse Überraschungen zu vermeiden. Das Vertragswerk muss nicht aufwendig sein. Geregelt werden sollten jedoch zumindest diese Punkte:

  • Aufgabenverteilung im Team: Wer übernimmt was? Wer bespricht offene Fragen mit dem Kunden? Wer koordiniert die Zusammenarbeit der einzelnen Teammitglieder?

  • Verantwortlichkeiten: Wer überwacht die Zusammenarbeit mit dem Kunden? Wer sorgt für die Einhaltung von Fristen?

  • Entscheidungen: Wer entscheidet, was zu tun ist, wenn es irgendwo "klemmt"? Kann jedes Teammitglied Entscheidungen treffen, die Kosten verursachen, oder müssen alle gefragt werden?

  • Honorarfragen: Wer verdient wie viel? Wer angelt sich den Auftrag? Was passiert, wenn einer den Auftrag für das Team annimmt, und der Kunde dann nicht zahlt?

  • Haftungsfragen: Wer steht für Fehler - eigene und der Mitstreiter - gerade, die durch Missverständnisse entstehen können? Wer übernimmt die (finanzielle) Verantwortung, wenn das Projekt nicht so erfolgreich abgeschlossen wird wie geplant?

  • Kündigungsfristen: Wie ist der Ausstieg aus dem Team geregelt? Welche Frist gilt, und wie werden laufende Projekte und gemeinsame Anschaffungen abgegolten?

  • Vertragsstrafen: Hier geht es um Strafen für Teammitglieder, die vereinbarte Leistungen nicht erbringen (können).

Die Rechtsform

Je nach Zweck und Dauer der Kooperation und Hierarchien bzw. Verantwortlichkeiten nach außen, bestimmt man den formellen Rahmen der Zusammenarbeit. Um diese Entscheidung zu treffen, muss man sich also erstmal überlegen, wie das Netzwerk angelegt sein soll:

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