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Zeit ist Geld! Selbst- und Zeitmanagement für Arbeitswütige

Ziele

Definition eines Ziels

Haben Sie Wünsche?

Aufgabe: Ganz persönliche Fragen:

  • Haben Sie Wünsche?

  • Oder einen konkreten Wunsch, den Sie bislang nicht umgesetzt haben?

  • Wie wichtig ist dieser für Sie?

  • Und warum haben Sie ihn bislang noch nicht realisiert?

Es ist gut, wenn Sie noch Wünsche haben. Wenn Sie diese auch umsetzen möchten, stellt sich nur noch die Frage, weshalb es bislang nicht gelungen ist. Der Realisierung kommen Wünsche näher, wenn sie aus zwei Faktoren zusammengesetzt sind, aus dem Spaßfaktor „Wie fühle ich mich, wenn ich es habe ...“ und dem Detail „Was genau soll es sein ...“ — sonst bleiben sie gute Wünsche und Vorsätze.

Die Klassiker unter den Vorsätzen sind „Abnehmen wollen“ und „Sport treiben“. Die Formulierung klingt nach „Nix genaues weiß man nicht.“ Es fehlen die Details, die genauen Angaben, der Umsetzungscharakter. Vielleicht ist es jedoch auch gar nicht IHR Wunsch oder IHR Ziel. Ein Indiz hierfür ist die Formulierung „Ich muss ...“. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass Sie persönlich gar nicht an diesem Ziel interessiert sind. Auch ein Grund, weshalb sie nicht zur Umsetzung kommen (können).

Wünsche sind Ideen, an deren Umsetzung kein wirkliches Interesse besteht. In diesem Fall sind es Träume, die kommen und gehen, es jedoch niemals schaffen, realisiert zu werden. Wenn Sie so wollen: Es sind Illusionen, an denen wir festhalten. Woran ist dies zu erkennen? An den Wörtern „Ich hätte gern ...", „Es wäre schön ...", „Wenn ... dann...", „Ich möchte ...".

Mit einem Step weiter kommen wir zu Visionen. Visionen sind ein mit Energie gefülltes Idealbild unserer persönlichen Zukunft. Und da unser Gehirn in Bildern denkt, stellen wir uns diese Zukunft auch bildhaft mit allen Farben vor.

Beispiel: Das Wunschauto

Nehmen wir als Beispiel den Wunsch nach dem Besitz eines BMW 840 CXI. Sobald Sie sich vorstellen können, wie es ist, wenn Sie in diesem Auto sitzen, wie sich das Lenkrad anfühlt, wie das Gefühl ist, mit diesem Auto zu fahren, welche Gegenden Sie mit diesem Auto bereisen und Ihr Wunsch zum Greifen nahe ist - dann wird es Ihre Vision. Im Gegensatz dazu lautet der einfache Wunsch: Ich hätte gerne einen BMW 840 CXI, weil mir die Form gefällt. Bei einer Vision stellen Sie sich also die Situation, das Gefühl, die Umsetzung vor. Sie visualisieren diese Situation mit allen Sinnen. Genau diese Vorstellung ist die Basis dafür, dass Sie Ihre Vision in die Tat umsetzen.

Ziele

Ziele sind konkrete Vorhaben. Ziele sind somit Wünsche, die es uns wert sind, in die Realität umgesetzt zu werden. Bei unseren Visionen stellen Ziele die Meilensteine zur Umsetzung dar. Und manchmal ist bereits der Weg das Ziel, denn in manch einem Fall ändert sich das Ziel.

Ziele sind Wegweiser: Wegweiser für Entscheidungen, für den Weg, für das wirklich Wichtige im Leben. Gerade in turbulenten Zeiten besteht die Gefahr, sich zu verzetteln oder nur noch zu reagieren. Ziele helfen uns, unseren Weg zu gehen und immer wieder auf diesen zurückzukommen.

Deshalb an dieser Stelle einige Denkansätze, um Ihre persönlichen Ziele zu erkennen:

  • Meine Herzenswünsche: Was wollte ich schon immer einmal erreichen, erleben oder haben?

  • Wenn ich mir über Geld keine Gedanken machen müsste, was würde ich mir dann vornehmen? Was würde ich dann umsetzen wollen?

  • Was könnte ich bereuen, wenn ich es niemals getan habe?

  • Wovon habe ich bereits als Kind geträumt?

  • Welche Tätigkeiten, Aufgaben, Herausforderungen bereiten mir wirklich Freue, Spaß und Erfüllung?

  • Welche Ziele kann ich aus den Antworten auf die vorangegangen Fragen ableiten?

Und gleich noch eine Übung, die Ihnen hilft, Ihre Werte zu erkennen. Werte sind eine wesentliche Basis von Zielen. Ziele, die Ihren Werten nicht entsprechen, werden Sie nicht umsetzen. Dazu müssten Sie sich "verbiegen". Woran erkennen Sie dies? Sie nehmen sich etwas vor und haben dabei ein komisches Gefühl. So richtig in die Gänge kommen Sie auch nicht. Das kann daran liegen, dass das ganze Vorhaben oder Teile davon Ihrem eigenen Wesen und Ihren Werten widersprechen.

Aufgabe: Mein idealer Tag

Beschreiben Sie Ihren idealen Tag. Ziehen Sie sich an Ihren Lieblingsplatz zurück, nehmen Sie etwas zum Schreiben mit und sorgen Sie dafür, ungestört zu sein. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen zu dem idealen Tag einfällt. Verlassen Sie dabei die Grenzen Ihres Alltags. Nichts spielt eine Rolle; weder Geld, noch Ihre Umwelt oder Ihre derzeitigen Fähigkeiten. Je nachdem, was Ihnen besser gefällt, können Sie Ihre Gedanken aufschreiben, aufnehmen, ein Bild davon zeichnen oder eine Collage erstellen.

Anleitung

  • Wählen Sie nur Dinge, die Ihnen langfristig Freude machen. Alles, was nur kurzfristig und vorübergehend Spaß bringt, wird schnell langweilig - vor allen Dingen, wenn dies jeden Tag möglich ist.

  • Keine Grenzen! Lösen Sie sich von dem engen Rahmen dessen, was Sie persönlich für möglich halten. Theoretisch ist alles möglich. Deshalb: ALLES aufschreiben, nach vorne orientiert und ohne Barrieren.

  • In welchem Land wohnen Sie jetzt und wo wollen Sie wohnen? Leben Sie auf dem Land und möchten Sie lieber in der Stadt sein? Oder umgekehrt. Wie sähe das dann aus? Langfristig gesehen? Mit welchen Menschen möchten Sie sich umgeben? Auf wen wollen Sie auf gar keinen Fall verzichten?

  • Wie sieht Ihr Tag aus? Wie möchten Sie diesen gestalten? Wie verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt? Welchen Hobbys gehen Sie nach? Haben Sie persönliche Projekte?

  • Wie sieht Ihr Besitz aus? Wünschen Sie sich ein teures Auto, ein großes Haus, eine Yacht oder ... oder... oder ist das gar nicht wichtig für Sie?

  • Möchten Sie Tiere, Pflanzen um sich haben? Genießen Sie die Jahreszeiten oder brauchen Sie andauernde Wärme oder andauernd gemäßigtes Wetter?

Und so leiten Sie aus Ihrem idealen Tag reale Ziele ab: Teilen Sie die einzelnen Elemente Ihres idealen Tages in die folgenden drei Kriterien ein:

  1. Was ist für Sie absolut unverzichtbar? Worüber wären Sie unglücklich, wenn Sie es nicht bekommen können?

  2. Was ist für Sie wichtig? Wenn Sie dies jedoch nicht bekommen können, geht die Welt nicht unter.

  3. Was wäre ganz nett, aber trotzdem können Sie darauf gut verzichten?

Übung mehrmals durchführen

Belassen Sie es jedoch nicht beim einmaligen Durchführung dieser Übung. Was uns heute wichtig erscheint, kann in einiger Zeit Schnee von gestern sein. Sofern Sie diese Übung in regelmäßigen Abständen durchführen, erkennen Sie, was Bestand hat und was sich im Laufe der Zeit überholt hat. Auch dies ist ein wichtiger Aspekt, um sein persönliches Lebensziel ermitteln zu können.

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Inhalt

Über die Autorin:

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Ursula Vormwald, Betriebswirtin (VwA) und Change Managerin, ist Inhaberin von time for business. Sie berät Einzelunternehmer und KMU im Bereich Wissenstransfer. Ihr Angebot umfasst Seminare, Workshop ...

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