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Bilder fürs Web verkleinern und optimieren

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Stand: 15. Februar 2008

Verkleinern und Skalieren: Wie und in welcher Reihenfolge?

Fotos verkleinern fürs Web

Das Web verlangt kleine Dateien - das gilt auch für Bilder. Das Verkleinern von Bilddateien geht jedoch immer mit einem Qualitätsverlust einher. Beim Bearbeiten geht es also darum, den goldenen Mittelweg zu finden zwischen einem optimal präsentierten, d. h. ansehnlichen Foto und einer möglichst geringen Datenmenge.

Ein bewährter Grundsatz: Im Zweifelsfall sollten Sie lieber ein paar Kilobyte mehr spendieren oder ein Foto weniger verwenden, als die Kunden bzw. Besucher mit flauen oder pixeligen Bildern zu vergraulen.

Wie verkleinert man Fotos am Computer? Alle Bildbearbeitungsprogramme bieten eine Skalieren-Funktion, also die Möglichkeit, Fotos zu verkleinern oder zu vergrößern. In Qualität und Bearbeitungskomfort gibt es gewisse Unterschiede. Wenn Sie diese Funktion vermissen, haben Sie womöglich nur einen einfachen Foto-Viewer installiert, der es Ihnen zwar erlaubt, Bilder zu betrachten, aber nicht, diese auch zu bearbeiten. In diesem Fall müssen Sie sich eines der vielen Bildbearbeitungsprogramme herunterladen und installieren. Kostenlose Software sind etwa IrfanView, Gimp oder Picasa. (Nicht nur die jeweilige Download-Adresse, sondern auch eine kompakte Einführung finden Sie in den Beiträgen "Digitalfotografie: Bildbearbeitung mit IrfanView" und "Bildbearbeitung mit dem kostenlosen Grafikprogramm GIMP".)

Die Reihenfolge der Arbeitsschritte

Die ideale Reihenfolge in der Bearbeitung sieht so aus:

  1. Bildbearbeitung, falls nötig/gewünscht: korrigieren und kreativ bearbeiten (Drehen, Helligkeit, Kontraste, Farben etc.),

  2. Bild verkleinern,

  3. Beschriftung hinzufügen, falls gewünscht,

  4. Bild/Text schärfen,

  5. Bild unter neuem Namen/in einem neuen Ordner als JPG speichern.

Skalieren bitte nur einmal!

Grundsätzlich gilt: Ein Foto sollte nur ein einziges Mal skaliert werden. Jeder weitere Vergrößerungs- oder Verkleinerungsschritt würde die Bilddaten zu stark beschädigen. Deswegen ist das Skalieren der vorletzte Schritt jeder Bildbearbeitung.

Nach dem Verkleinern müssen Fotos fast immer nachgeschärft werden. Das Schärfen bzw. Unscharf Maskieren sollte folglich der jeweils letzte Bearbeitungsschritt sein.

Vielleicht soll ein Schriftzug oder ein Grußtext auf das Foto geschrieben werden? Bei Fotos mit eingeblendetem Text ist es besonders wichtig, die Bearbeitungsschritte in der richtigen Reihenfolge vorzunehmen, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Verkleinert man ein bereits beschriftetes Foto, kommt es leicht dazu, dass die Schrift unansehnlich, zu klein oder pixelig wird. Darum ist es günstiger, das Foto zuerst auf die gewünschte Größe zu skalieren und erst danach den Text auf das Bild zu schreiben.

Das Copyright im Bild ist nicht schön, aber sinnvoll, um Bilder im Web gegen Diebstahl zu schützen. Den Text fügt man im Idealfall erst nach dem Verkleinern des Bildes ein...

Bild mit verkleinertem, unansehnlichem Text

Übrigens: Das Verkleinern eines Fotos verringert nicht nur die Ladezeit, es stellt selbst auch einen gewissen - wenn auch kleinen - Schutz gegen den Bilderdiebstahl im Internet dar. Minibilder lassen sich vielleicht unbemerkt in Präsentationen oder andere Webseiten einbauen, zumindest für den Druck eignen sie sich aber nicht mehr.

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Über die Autorin:

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Jacqueline Esen ist freiberufliche Fotografin und gibt ihr Wissen in Foto-Kursen, Online-Workshops und Fachbüchern weiter. Ihre Bücher "Der große Fotokurs" und "Digitale Fotografie" sind Bestseller ...

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