In vielen Word-Makros soll ein Benutzer die Möglichkeit erhalten, mal eben den Namen und Pfad einer Hilfsdatei anzugeben oder die Ergebnisse in einer frei wählbaren Datei zu speichern. Lorenz Hölscher zeigt die nötigen Tricks, damit Sie das mit möglichst wenig Aufwand programmieren können.
Interne Word-Dialoge
Anders als in Excel (siehe Beitrag "Excel-VBA: Dateiauswahl-Dialog programmieren") gibt es in Word aber keinen direkt eingebauten VBA-Befehl, um den Benutzer eine Datei auswählen zu lassen. Immerhin gibt es dort eine Dialogs-Auflistung, mit deren Hilfe sich das Problem doch lösen lässt.
Dazu geben Sie am besten eine entsprechende Variable des Datentyps Dialog vor, deren Details Sie im Code dann bestimmen können. Um den üblichen DateiÖffnen-Dialog zu erzeugen, wie er unter Windows in allen Programmen erscheint, eignet sich die folgende Prozedur:
Sub DateiOeffnen()
Dim dlgDatei As Dialog
Set dlgDatei = Dialogs(wdDialogFileOpen)
With dlgDatei
If .Display() Then
MsgBox "Die Datei '" & CurDir() & "\" & .Name & "' soll geöffnet werden."
Else
MsgBox "Der Benutzer hat abgebrochen.", vbCritical
End If
End With
End SubDer eigentliche Dialog wird der Variablen dlgDatei zugewiesen, die Konstante wdDialogFileOpen legt fest, dass es sich um den DateiÖffnen-Dialog handelt. Die Display-Methode gibt als Boolean-Rückgabewert an, ob der Dialog bestätigt oder abgebrochen wurde.
Gleichzeitig sorgt die Display-Methode auch dafür, dass er sich zwar komplett wie der DateiÖffnen-Dialog verhält, aber die angegebene Datei am Ende nicht öffnet. Soll der Dialog wirklich aktiv sein, müssen Sie stattdessen seine Execute-Methode aufrufen.
Windows-Version
Obwohl der VBA-Code völlig identisch ist, ändert sich der DateiÖffnen-Dialog mit der jeweiligen Windows-Version, so dass Sie automatisch immer einen aktuellen Dialog sehen. Mit Windows XP beispielsweise erscheint dieser Dialog:
Der DateiÖffnen-Dialog unter Windows XP
Führen Sie das Makro unter Vista aus, sieht Ihr Benutzer diesen Dialog:
Der Name der vom Benutzer ausgewählten Datei ist in der Name-Eigenschaft des Objekts enthalten, allerdings ohne Pfad. Den Pfad ermitteln Sie völlig unabhängig davon mit der CurDir()-Funktion.
