Lastschriftverfahren

Alles über Einzugsermächtigungen und Abbuchungsaufträge

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Stand: 5. August 2010

Überblick

Selbst Geschäftsleute tun sich gelegentlich mit dem Unterschied zwischen den verschiedenen Lastschriftverfahren und den damit verbundenen Konsequenzen schwer. Können Abbuchungsaufträge und Einzugsermächtigungen widerrufen werden? Wenn ja, wie lange? Wer trägt die Beweislast und wer muss für die Kosten von Rücklastschriften aufkommen? Unser Überblick bringt Licht ins Zahlungsdickicht.

SEPA ante portas!

Bitte beachten Sie: Im folgenden Beitrag werden die aktuell geltenden Lastschrift-Grundlagen vorgestellt. Ab Februar 2014 treten jedoch auch im innerdeutschen Zahlungsverkehr die SEPA-Vorschriften in Kraft. Mit der Umstellung von Bankleitzahlen und Kontonummern auf das internationale IBAN-BIC-Format ist es dabei längst nicht getan: Die Lastschriftvorschriften ändern sich gründlich. So verschwindet unter anderem die gute, alte Einzugsermächtigung. Unter der Überschrift "SEPA-Pflicht ab 2014: Was sich bei der Lastschrift ändert" erläutern wir, was auf Sie zukommt und wie Sie sich rechtzeitig auf die Umstellung vorbereiten.

Bei klassischen Überweisungen veranlasst der Zahlungspflichtige die Gutschrift des Geldbetrags auf das Empfängerkonto. Im Lastschriftverfahren ist die Richtung umgekehrt: Hier erlaubt der Zahlungspflichtige dem Zahlungsempfänger, einen bestimmten Geldbetrag von seinem Girokonto einzuziehen oder abzubuchen.

Vorteil: Einfach, schnell und unbürokratisch

Sinnvoll sind Lastschriften sowohl für Warenlieferungen als auch für Dienstleistungen, bei denen keine ausdrückliche Abnahme durch den Empfänger erforderlich ist. In den meisten Fällen profitieren alle Beteiligten vom Lastschrift-Deal:

  • Vorteile aus Sicht des Zahlungspflichtigen: Lastschriften sind einfacher und bequemer als Bezahlung per Rechnung oder Nachnahme, schneller als Vorkasse und vor allem von praktisch jedem Girokonto aus möglich. Das Einrichten zusätzlicher Kreditkartenkonten oder anderer Bezahlverfahren erübrigt sich.

  • Vorteile aus Sicht des Zahlungsempfängers: Gutschriften im Lastschriftverfahren bieten mehr Zahlungssicherheit und erfolgen wesentlich zeitnäher und verlässlicher als bei Lieferung oder Leistung auf Rechnung. Durch die weite Verbreitung von Girokonten sind die organisatorischen Voraussetzungen für die Zahlung per Lastschrift fast immer gegeben.

Zwecks Standardisierung und Beschleunigung des Ablaufs haben die im Bundesverband Deutscher Banken zusammengeschlossenen Geldinstitute ein Lastschriftabkommen (PDF, 35 kB) geschlossen, in dem die Details des Informations- und Geldtransfers zwischen den beteiligten Instituten geregelt sind.

Das Lastschrift-Quartett

Genau genommen sind bei allen Lastschrift-Varianten vier Parteien beteiligt:

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