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Selbstständig als Coach

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Stand: 12. März 2012

Rückblick: Was gut lief - und was nicht so gut

Die Entscheidung über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Selbständigkeit als Coach hängt von vielen Faktoren ab. Einige Faktoren können Sie beeinflussen und gestalten, andere wiederum nicht (z.B. Wirtschaftskrise, Einsparungen im Weiterbildungssektor, ...).

Ihr oberstes Ziel muss zu Beginn die Steigerung Ihres Bekanntheitsgrades sein, um von Ihren potentiellen Kunden am Coaching-Markt wahrgenommen zu werden. Als Coach leben Sie von erfolgreicher Mundpropaganda.

Stellen Sie sich immer die Frage: "Wer bin ich als Coach? Was habe ich besonderes zu bieten? Welchen Nutzen haben meine Kunden von meinen Leistungen?" und positionieren Sie sich entsprechend. Bleiben Sie dabei aber immer authentisch!

Ein kleiner Rückblick auf meine eigene Existenzgründung:

Das habe ich richtig eingeschätzt:

  • Mein Organisationstalent aus meinem bisherigen Beruf kommt mir bei der Planung und zeitnahen Abwicklung der Coachings, Trainings und der sonst anfallenden Tätigkeiten zugute.

  • Gutes Netzwerken ist die halbe Miete. Erst investieren (ohne konkrete Hintergedanken) - dann ernten. Und genau so hat es bei mir funktioniert.

  • Ich bin ein Mensch, der zu jeder Tageszeit arbeiten kann. Die Woche hat für mich sieben Tage und 24 Stunden, in denen ich mir meine Arbeit selber einteilen kann. Für mich bedeutet das grenzenlose Freiheit.

  • Es tut gut, sein eigener Boss zu sein, selber die Verantwortung für sein Tun zu tragen und seine Zeit mit sinn- und wertvollen Dingen zu verbringen.

  • Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis und ein gutes Gespür für die Belange meiner Kunden. Das schafft Kundenzufriedenheit.

  • Qualität geht vor Quantität. Ich nehme nur Aufträge an, wenn ich auch davon überzeugt bin, dass die Rahmenbedingungen stimmen, um eine gute Performance abzuliefern.

Damit lag ich falsch:

  • Ich hatte die Vorstellung, bereits nach einem Jahr am Markt etabliert zu sein. Die persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass die Etablierungsphase eher zwei bis drei Jahre dauert.

  • Dass Unternehmen wenig Bereitschaft zeigen, neue und junge Partner am Markt überhaupt erst kennenzulernen und stattdessen an altbekannten Partnern eisern festhalten.

  • Dass die Wirtschaftskrise einem so einen Strich durch die Rechnung machen kann. Zur falschen Zeit am falschen Ort.

Das habe ich mitgebracht (abseits des Fachlichen):

  • Viel Zuversicht und Optimismus. Erfolg heißt, dass man einmal mehr aufsteht, als man hinfällt.

  • Ein gutes finanzielles Polster, das ich in meinem letzten Job ansparen konnte.

  • Meine Vision, die Welt ein Stückchen besser machen zu wollen.

  • Tolle Kollegen, Freunde und Mentoren, die mir persönlich und beruflich bei meiner Entwicklung als Stütze immer zur Seite stehen.

Das habe ich gelernt:

  • Mich zu disziplinieren und auch ohne feste Termine morgens beizeiten aufzustehen.

  • Dass ein Wort nicht immer ein Wort ist und bei Geld die Freundschaft aufhört. Deswegen nur noch verbindliche und schriftliche Verträge.

  • Dass immer alles dann zu mir kommt, wenn ich es auch brauche. In den entscheidenden Momenten kamen die Aufträge und Zusagen. Vertrauen und Zuversicht ist alles!

  • Sei du selbst! Ich darf authentisch sein, auch im Business. Denn nur dann bin ich überzeugend.

  • Souverän mit Kunden umzugehen, die eher eine Therapie als ein Coaching benötigen.

  • Dass ich mir meine Dienste, auch wenn mir die Arbeit noch so viel Spaß macht, immer honorieren lasse.

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Über die Autorin:

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Mareike gr. Darrelmann ist Kommunikationswissenschaftlerin und zertifizierte Trainerin sowie Coach aus Düsseldorf. Seit 2008 ist sie als Business Coach und Begleiterin in Veränderungs-, Erkenntnis- u ...

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