Für Ihre Kunden Skonto anbieten: So kalkulieren Sie richtig

Wie Sie rechnen müssen, wenn Sie Skonto einräumen wollen - denn Skonto motiviert Ihre Kunden zum schnellen Bezahlen

Von: Robert Chromow
Stand: 15. März 2011 (aktualisiert)
Anmelden um Kommentare zu schreiben

Downloads zu diesem Beitrag

Über den Autor:

bild134003

Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

Beiträge des Autors als Atom-Feed Atom-Feed: Neues von akademie.de

Die Zahlungsmoral der Kundschaft ist in den vergangenen Jahren nicht besser geworden. Dienstleister und Lieferanten sind daher gut beraten, attraktive Zahlungsanreize zu bieten. Besonders wirkungsvoll sind Schnellzahlerrabatte. Damit Skonto-Abzüge nicht zu Ihren Lasten gehen, sollten Sie Preisnachlässe von vornherein in Ihre Angebotspreise einkalkulieren. Wir zeigen, wie Sie richtig rechnen.

Bezahlte Rechnungen sind besser als offene Posten. Und: Wer die attraktivsten Zahlungsbedingungen bietet, kassiert zuerst. Aber wie kalkuliert man Skonto und Preis optimal?

Skonto aus Sicht des Rechnungsempfängers

Wie sinnvoll es ist, selbst gewährte Skonti in Anspruch zu nehmen, darüber sind Sie sich als Kunde vermutlich im Klaren. Wenn nicht, empfehlen wir unseren Grundlagenbeitrag "Schnellzahlerrabatt: Skonto ziehen lohnt sich (fast) immer".

Vorher-Nachher-Betrachtung: Barverkaufspreis und Zielverkaufspreis

Die bemerkenswerte Zinswirkung beim Skonto-Abzug sollten Sie auch dann kennen, wenn Sie selbst Ihren Kunden Zahlungsanreize bieten wollen. Der prozentuale Nachlass auf den Rechnungsbetrag stellt faktisch die (meist sehr ordentliche) Verzinsung eines Lieferantenkredites dar: Schließlich haben Sie Ihren Teil des Geschäfts durch Ihre Lieferung oder Dienstleistung ja bereits geleistet und verzichten bis zum Eintreffen der Zahlung auf das Ihnen zustehende Geld. Bei umgehender Zahlung könnten Sie das ja zinsbringend anlegen.

Als Anbieter sollten Sie daher von vornherein unterscheiden zwischen dem ...

  • Barverkaufspreis (das ist die von Ihnen kalkulierte Einnahme, die nach dem angebotenen Skontoabzug tatsächlich in Ihrer Kasse oder auf Ihrem Konto landen soll) und

  • dem Zielverkaufspreis (das ist der ausgehandelte Endpreis, bevor der Kunde Skonto abgezogen hat).

Von "vornherein unterscheiden" bedeutet, dass Sie auf Ihren Preislisten und individuellen Angeboten grundsätzlich den (höheren) Zielverkaufspreis nennen - in Verbindung mit Ihren üblichen Zahlungsbedingungen, versteht sich. Das hindert Sie ja nicht daran, im Einzelfall bestimmten Kunden günstigere Konditionen einzuräumen.

Diese Seite ist für Mitglieder von akademie.de reserviert.

Möchten Sie die Mitgliedschaft 14 Tage kostenlos testen und den Beitrag komplett lesen?

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Probemitglied werden
Ich kann in den 14 Tagen Probezeit formlos z.B. per E-Mail stornieren. Wenn ich das nicht tue, entscheide ich mich für ein