Erfolgsfaktor "Abschalten": Urlaub, Pausen und Auszeiten für Selbstständige

Auch Freelancer und Unternehmer brauchen Erholungsphasen

Von: Robert Chromow
Stand: 17. Januar 2011 (aktualisiert)
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Über den Autor: Robert Chromow

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Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

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Urlaubsverzicht? Bloß nicht!

Typisch: Eigentlich brummt es immer gerade viel zu sehr, als dass Sie Zeit für Erholungspausen hätten. Oder es herrscht Auftragsflaute - erst recht keine Zeit für Regeneration. Kennen Sie das auch? Viel zu viele Selbstständige finden stets gute Gründe, um Erholungsurlaub und sogar Wochenend-Auszeiten ausfallen zu lassen. Das Unabkömmlichkeits-Denken ist aber ausgesprochen ungesund: Für Ihr Unternehmen wie für Sie selbst. Was dagegen hilft, sind unsere organisatorischen Tipps für Ihre schöpferischen Pausen.

Selbstständigkeitskriterium: Nie mehr Urlaub?

Es gibt viele Eignungstests und Ratgeber für angehende Existenzgründer, und zwar sehr unterschiedliche. Bei der Feststellung, ob Sie ein Unternehmertyp sind oder nicht, taucht jedoch unweigerlich eine der folgenden stereotypen Formulierungen auf (alles O-Töne): "Sind Sie bereit ...

  • ... weitgehend auf Urlaub, Freizeit und Familienleben zu verzichten?

  • ... auf Urlaub weitgehend zu verzichten?

  • ... auf Urlaub und Freizeit zu verzichten?

  • ... zunächst auf Freizeit und Urlaub zu verzichten?

  • ... viel zu arbeiten und auf Urlaub zu verzichten?

  • ... oft jahrelang auf Urlaub, Freizeit und Familienleben zu verzichten?

Die Bereitschaft zum Urlaubsverzicht gilt also geradezu als Eintrittskarte in den Klub der Selbstständigen.

Unabkömmlichkeits-Denken als Relikt der Gründer-Zeit

Die Ideologie der Vollzeit-/Vollblut-Chefs hat gewiss einen rationalen Kern - und ist oft auch aus der Erfahrung der eigenen Gründung geboren. Schließlich darf ein junger Betrieb oder ein Nachwuchs-Freelancer gerade in der Anlaufphase seinen (neuen!) Kunden nicht den Eindruck vermitteln, man pflege eine "freizeitorientierte Schonhaltung" und setze die eigene Erholung über die Kundenzufriedenheit. Es gilt, präsent zu sein: Wenn Aufträge in größerer Zahl vorliegen, müssen sie abgearbeitet werden. Wenn Auftragsflaute herrscht, dürfen Kunden-Anfragen nicht ins Leere laufen.

Zunächst, in der Pionierphase, fällt der Dauerbetrieb den meisten Gründern auch gar nicht schwer. Wer selbstbestimmt und auf eigene Rechnung arbeitet, hat oft mehr Spaß am eigenen Berufsalltag, ist nicht so schnell erschöpft und daher auch seltener "reif für die Insel".

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