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Top20 der Visitenkarten-Tricks

Visitenkarten gestalten und erfolgreich unter die Leute bringen

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Stand: 18. Mai 2011 (aktualisiert)

Visitenkarten gestalten

Wer Visitenkarten als simple Adress-Datenträger betrachtet, unterschätzt ihre Image- und Werbewirkung. Schon, weil die kleinformatigen Aushängeschilder als Bindeglied vom persönlichen Gespräch zum Online-Angebot dienen können. Wir nennen wichtige Gestaltungsregeln und pfiffige Kniffe im Umgang mit den unterschätzten Mini-Werbeträgern.

Bei der Suche nach Mitteln und Wegen zu neuen Kunden wird ein sehr effektiver Werbeträger leider oft vernachlässigt: die "Karte". Und das, obwohl Visitenkarten über das persönliche Gespräch hinaus vielfach den ersten materiellen Eindruck von Selbstverständnis und Professionalität eines Unternehmens vermitteln.

Visitenkarte

Aber auch die innovativste und durchdachteste Visitenkarte nützt herzlich wenig, wenn sie ein Schattendasein in der Brieftasche oder im Schreibtisch fristet: Sie muss auch zum Einsatz kommen! Und zwar so, dass man sich an Sie erinnert! Auch dabei helfen Ihnen die folgenden "Top-20 des Business-Kartenspiel".

Visitenkarte als Link ins Web

Hinzu kommt: Im Online-Zeitalter unterliegt die rund 45 Quadratzentimeter kleine Image-Anzeige in eigener Sache einem bislang wenig beachteten Funktionswandel: Auf einfache Weise lassen sich schließlich zielgerichtet Links etwa zu aktuellen Produkt- und Dienstleistungs-Informationen, Referenzen und Arbeitsproben oder auch anderen attraktiven Inhalten wie etwa einem Blog aufnehmen.

Dafür genügt jedoch nicht die obligatorische Nennung Ihrer Homepage-Adresse: Durch Kurz- bzw. Direktlinks auf spezielle Unterseiten sorgen Sie dafür, dass Ihre Gesprächspartner gleich an der gewünschten Stelle landen.

Visitenkarten gestalten

  1. Verzichten Sie unbedingt auf billig wirkende Computer-Eigenbauten: Mit Tintenstrahl-Farbausdrucken auf vorgefertigten, mikro-perforierten Kartonbögen outen Sie sich im Geschäftsleben ungewollt als Grünschnabel. Dabei sind die Eigenbauten gar nicht unbedingt billiger als Profidrucke: Der Digitaldruck ermöglicht mittlerweile auch relativ kleine Druckauflagen in guter Qualität zu günstigen Preisen.

    Die "Gratis-Angebote" mit Werbeaufdruck der Druckerei lassen Sie besser links liegen: 250 Visitenkarten sind heutzutage schon für um die 20 Euro zu haben. Kleinere Auflagen gibt es sogar für noch weniger Geld. Anhaltspunkte für die Größenordnung von Druckkosten finden Sie zum Beispiel bei printweb.de, printplanet.de, vistaprint.de oder prinux.de.

  2. Bei aller inhaltlichen Experimentierfreude: Aufgrund des konservativen Lese- und Archivierungsverhaltens der meisten Geschäftsleute empfehlen sich normalerweise die Standardabmessungen (ca. 85 x 55 mm). Falls Sie sich an Privatleute richten, sind Alternativformate (z. B. Klappkarten) schon eher vertretbar.

  3. Auch beim Datenträger liegen Sie mit konservativem Karton (mindestens 180g bis 200g, besser 250g aufwärts) meistens richtig.

  4. Verkneifen Sie sich schreiendes Design in extravaganten Formaten auf exotischen Materialien: Mit eigenwilligen Abmessungen, Formen, Farben, Zeichensätzen, Hintergründen, Materialien etc. sollten Sie nur dann experimentieren, wenn Auffallen um jeden Preis zweifelsfrei zu Ihrer Branche und Ihrer sonstigen Selbstpräsentation passt: Was bei einem Eventmanager unter Umständen gut ankommt, geht bei einem Unternehmensberater oder Beerdigungsredner schnell nach hinten los.

  5. Bei allem Mitteilungsbedürfnis: Achten Sie auf gute Lesbarkeit und Klarheit der Inhalte. Vermeiden Sie Überfrachtung. Setzen Sie Prioritäten, lassen Sie alles, was entbehrlich ist, weg. Und: Nutzen Sie die meist sträflich vernachlässigte Rückseite. Die Mehrkosten des beidseitigen Drucks sind erschwinglich.

Die Visitenkarten-Inhalte

  1. Prüfen Sie gründlich, welche der zahlreichen Standard-Kontaktdaten wirklich unverzichtbar sind: Nicht immer sind sämtliche Berufs- und Funktionsbezeichnungen, Verbandszugehörigkeiten etc. erforderlich - von der privaten Postanschrift ganz zu schweigen. Auch bei den Telekommunikationsangaben ist weniger oft mehr: Konzentrieren Sie sich auf je eine Fest- und Mobilfunknummer, unter der Sie am besten erreichbar sind.

  2. Platz für Wichtigeres schaffen Sie, indem Sie die Komplettübersicht über Ihre Kontaktkanäle ins Internet verlagern und auf Ihrer Visitenkarte darauf verweisen. Wie das geht, zeigt unser Beitrag "vCards: Virtuelle Visitenkarten".

    Praktischer Nebeneffekt: Erstens erleichtern Sie Ihren Geschäftspartnern dadurch die erwünschte Übernahme Ihrer Daten in deren Adress- und Kontaktverwaltung. Und zweitens ersparen Sie sich bei Änderungen nachrangiger Informationen teure Neudrucke.

  3. Nehmen Sie statt vollständiger und änderungsanfälliger Komplettangaben lieber Direktlinks zu aussagekräftigen und verkaufsfördernden Referenzen, Arbeitsproben, Sonderangeboten oder vielleicht sogar Weblogs, RSS-Newsfeeds und Newsletter-Aboseiten auf.

  4. Überlegen Sie, welche anderen attraktiven oder gar nützlichen Elemente Sie aufnehmen können: Gute Erfahrung haben Profis zum Beispiel mit Hinweisen auf kostenlose Downloads gemacht, z. B. von Freeware oder E-Books. (Wie Sie mit vertretbarem Aufwand und ohne Kosten zum E-Book-Fachautor werden, verrät unser Beitrag "Marketing by E-Book".) Besonderen Eindruck macht dabei die Einrichtung eines Passwort-Schutzes: Dadurch haben Sie beim Überreichen Ihrer Visitenkarte die Möglichkeit, Ihr Gegenüber durch Weitergabe eines Insider-Passworts zu "adeln".

  5. Machen Sie es Ihren Geschäftskontakten leicht, sich an Sie zu erinnern: Überlegen Sie, ob der Einsatz eines Fotos möglich und sinnvoll ist. Bei Beratern, Coaches und anderen, sehr persönlichen Dienstleistern kann ein vertrauenerweckendes Bild weitaus wirksamer sein als ein eigens entwickeltes Logo.

  6. Setzen Sie Ihren Slogan an prominenter Stelle ein. Falls Sie noch keinen haben, überlegen Sie, ob Sie eigens für Ihre Visitenkarte einen entwickeln. (Erste Hilfe bei der Formulierung einer prägnanten Selbstverständnis-Schlagzeile leistet unser Beitrag "So bereiten Sie wirkungsvolle Selbst-Präsentationen vor".)

  7. Bieten Sie verschiedene Produkte oder Dienstleistungen an? Richten Sie sich an unterschiedliche Zielgruppen? Niemand hindert Sie daran, mehrere Karten-Varianten bereitzuhalten.

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Naja, wenn das Heimbüro der Unternehmenstandort ist, dann ist die Privatanschrift nun einmal zugleich die Postanschrift des Unternehmens. Wo ist das Problem? Ein Unternehmen _ohne_ Postanschrift wirkt mit Sicherheit unprofessioneller als eines, bei dem die Privatanschrift zugleich die Büroanschrift ist. Abgesehen davon: Welchem potenziellen Kunden soll das denn wodurch auf Anhieb auffallen!?
Dass kostenlose Visitenkarten mit Werbeaufdruck auf der Rückseite keinen guten Eindruck machen, ist unbestritten. Hat das jemand empfohlen?
Mit freundlichen Grüßen
Robert Chromow

Frage zurück: Welchen Vorteil soll die Privatadresse auf der Visitenkarte haben?

Ich finde eine Adresse bei einem Unternehmen, das nicht generell per Brief kontaktiert wird unprofessionell. Für mich ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass jemand zum ersten Mal Visitenkarten hat drucken lassen. Vistaprint.de-Werbung auf der Rückseite hat fast den gleichen Effekt.

Ich habe dazu auch einen Artikel verfasst:

http://www.cta-group.de/blog/erstellung-und-gestaltung-professioneller-v...

Ich denke als Ergänzung ist er sehr gut geeignet :)

Aber ja, Frau Plötzky,
warum auch nicht? Oder an welche Adressalternative haben Sie gedacht? Den Verzicht auf die Angabe einer Postanschrift halte ich jedenfalls auch im Online-Zeitalter nicht für sinnvoll.
Abgesehen davon ist es doch nicht ehrenrührig, im Home Office zu arbeiten. Mit kurzen Unterbrechungen mache ich das seit über 15 Jahren - und kann das nur empfehlen. :-)
Apropos: Dazu passt der Beitrag ...
"Kundenbesuch im Heimbüro"
http://www.akademie.de/direkt?pid=10725
Alles Gute und viel Erfolg
Robert Chromow

Hallo, ich gründe gerade ein Dienstleistungsunternehmen und werde von zuhause aus arbeiten. Ist es ratsam, meine Büroadresse, also Privatadresse auf die Visitenkarte zu nehmen? Für eine Antwort vielen Dank im voraus, Herzliche Grüße, Kirsten Plötzky

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