10 beliebte Rechtschreibfehler

Dieser Artikel zeigt Rechtschreibfehler, die im Geschäftsleben besonders häufig vorkommen - und wie man sie vermeidet.

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Stand: 4. November 2015

Im Schriftverkehr und in Werbematerialien finden sich oft Fehler, entweder Flüchtigkeitsfehler aus Eile oder Rechtschreibfehler aus Unkenntnis. Niemand ist vor Tippfehlern gefeit, und einen Buchstabendreher kann und wird man verzeihen. Häufen sich allerdings Rechtschreibfehler, kann das den Erfolg der Kommunikation beeinträchtigen oder schlimmstenfalls zunichtemachen. Welche Fehler oft im Geschäftsleben vorkommen und wie man sie vermeidet, zeigt dieser Artikel.

Um es vorab zu sagen: Die amtliche Rechtschreibung ist – wie der Name schon sagt – nur für Schulen und Verwaltungen verbindlich. Wenn Sie also nicht gerade Lehrerin, Schüler oder Verwaltungsangestellte sind, müssen Sie sich nicht daran halten, für Sie stellen die Rechtschreibregeln lediglich Empfehlungen dar. Es ist aber sehr sinnvoll, sich an diese Regeln zu halten. Von den vielen guten Gründen, die dafür sprechen, will ich drei nennen:

  • So wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung die Entwicklung des gemeinsamen Neuhochdeutschen geprägt hat, so hat Konrad Duden mit seinem Wörterbuch die Entwicklung einer einheitlichen Schreibung maßgeblich beeinflusst. Auch wenn sich Gelehrte und Dichter schon vorher um mehr Einheitlichkeit bemühten und normierend wirkten, schrieb doch jeder mehr oder weniger, wie er wollte. So etwas geht auf Kosten der Lesbarkeit und Verständlichkeit. Mit einer einheitlichen Rechtschreibung werden Wörter schneller erkannt und der Leseprozess gefördert, außerdem Missverständnisse verringert. Eine einheitliche Schreibung trägt also zu einer besseren Kommunikation bei, woran sowohl dem Schreiber als auch dem Leser gelegen ist.

  • Wer kommuniziert, will etwas erreichen. Selbst bei einem harmlosen Wettergespräch wollen wir – bewusst oder unbewusst – eine neue Bekanntschaft anbahnen, eine Bindung mit einem anderen festigen, eine nette Gesprächsatmosphäre schaffen oder einen weichen Einstieg in eine harte Verhandlung finden. Häufig geht es uns darum, den Kommunikationspartner zu veranlassen, etwas Bestimmtes zu tun, etwa Unterstützung zu geben oder ein Produkt zu kaufen. Das gilt gleichermaßen für die mündliche wie schriftliche Kommunikation.

    Nun stellen Sie sich einmal vor, ein Partyservice offeriert seinen potenziellen Kunden Ahl grün, geräucherten Lacks und Rotenheringsalat. Sie können zwar erahnen, was gemeint ist, nämlich Aal, Lachs und – vielleicht nach etwas Nachdenken – kein Salat von einem roten Hering, sondern Heringssalat Rheinische Art, doch würden Sie diesen Partyservice in Anspruch nehmen? Selbst wenn die Rechtschreibkompetenz nicht das Geringste zu den Kochkünsten beitragen mag, hätten Sie wohl Bedenken, einem Koch zu vertrauen, der seine eigenen Gerichte nicht richtig schreibt. Sie würden unwillkürlich denken: „Wenn der so kocht, wie er schreibt ...“

    Ein zweites Beispiel: Sie finden auf der Website eines Online-Marketing-Beraters einen Mix aus allen möglichen und unmöglichen Schreibweisen von Online-Marketing. Nicht einmal eine falsche Schreibweise ist konsequent durchgehalten. Sie denken vermutlich: „Wie mag es wohl um die Kernkompetenz dieses Beraters bestellt sein, der nicht einmal sein Kernprodukt richtig bzw. einheitlich zu schreiben vermag?“ Nun könnte man einwenden, dass vielen potenziellen Kunden oder Partnern eine falsche Rechtschreibung gar nicht auffällt. Das mag stimmen, aber es gibt immer auch genügend, denen es auffällt – und aufstößt.

    Drittes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie erhalten zwei praktisch identische Angebote von Malern, von denen das eine vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt und das andere nicht. Für welches von beiden würden Sie sich wohl entscheiden?

    Wer also auf der sicheren Seite sein und seine kommunikativen Ziele erreichen will, sollte sich tunlichst um eine korrekte Rechtschreibung bemühen und Fehler möglichst vermeiden: in Geschäftsbriefen, auf der Speisekarte, in Werbeflyern oder auf der Website.

  • Wer Rechtschreibfehler auf Internetseiten begeht, hat schlechtere Karten, von Suchmaschinen gefunden zu werden. Selbst wenn manche Suchmaschinen falsche Schreibweisen durch richtige ersetzen oder Alternativen vorschlagen, bleibt immer noch das Ranking. Zumindest bei Google wird vermutet, dass bei inhaltlich ähnlichen Seiten solche ohne Rechtschreibfehler bevorzugt werden.

E-Mail mit Email

Der (gefühlt) häufigste Fehler, der im Schriftverkehr und in Werbematerialien vorkommt, ist die Schreibweise der elektronischen Post oder kurz: E-Mail. Was findet man da nicht alles: von email über e-mail und eMail bis zu Email, der Bezeichnung für einen glasartigen Schmelzüberzug aus dem Französischen. (Das Email oder auch die Emaille wird französisch ausgesprochen; wer bei einer Aussprache unsicher ist, wird im Online-Duden bei dem jeweiligen Wort fündig: www.duden.de.) Unzählige Signaturen in E-Mails, Impressen von Websites und Angaben auf Geschäftspapieren sind mit dieser französischen Schmelze oder der englischen Schreibe versehen. Es gibt jedoch nur eine einzige richtige Schreibweise im Deutschen: E-Mail. Dahinter stecken die beiden allgemeinen Regeln, dass 1. Hauptwörter großgeschrieben werden sowie 2. in Zusammensetzungen mit Einzelbuchstaben, Abkürzungen und Ziffern ein Bindestrich gesetzt wird: E-Learning, T-Shirt, BGH-Urteil, Fußball-WM, 40-Tonner. Deshalb sind auch alle Dipl. Ingenieure und Dipl. Pädagogen falsch unterwegs. Richtig sind Dipl.-Ing. und Dipl.-Pädagoge. Eigenschaftswörter werden kleingeschrieben (s-förmig) und bestimmte Abkürzungen unverändert übernommen (km-Geld, Pb-haltig).

Der aufmerksame Smartphone-Besitzer mag nun einwenden: Und was ist mit dem iPhone? Das ist ein (Produkt-)Eigenname, der die Rechtschreibregeln außer Acht lässt. In Fällen wie diesem wird übrigens auch am Satzanfang kleingeschrieben: iPhone zu verkaufen! Das sieht seltsam aus, und auch deshalb sollte man es sich gut überlegen, ob man seine Produktnamen wirklich entgegen den Regeln schreibt.

Richtig siezen

Ob man jemanden besser duzt oder siezt, ist nicht immer leicht zu entscheiden; ob man jemanden in schriftlichen Texten richtig siezt, dagegen schon. Dennoch kommt es erstaunlich oft zu Fehlern, weil Sie (als Anrede) und sie (als Vertreter für ein Hauptwort) verwechselt werden: Frau Müller, geben Sie mir bitte Bescheid, wann Sie [= die Angesprochene] kommen vs. Frau Müller, geben Sie mir bitte Bescheid, wann sie [= die Mitarbeiter von Frau Müller] kommen. Im besten Fall stolpert die Leserin darüber, im schlechtesten missversteht sie es. Analog verhält es sich in Sätzen wie Geht es Ihnen/ihnen gut? oder Das ist Ihre/ihre Sache. Die Unterscheidung ist eigentlich klar und einfach zu treffen, und deswegen zählt dieser Fehler zu den überflüssigsten, die man begehen kann.

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Hier irrt sich der Autor

zu Beginn seines Artikels, wenn er schreibt: "Die amtliche Rechtschreibung ist – wie der Name schon sagt – nur für Schulen und Verwaltungen verbindlich. Wenn Sie also nicht gerade Lehrerin, Schüler oder Verwaltungsangestellte sind, müssen Sie sich nicht daran halten,
für Sie stellen die Rechtschreibregeln lediglich Empfehlungen dar."

Das Gegenteil ist richtig: Für alle Schreibenden der deutschen Standardsprache ist die Amtliche Rechtschreibung in der Fassung von 2006 verbindlich. Abweichende Schreibungen hiervon dagegen sind immer fakultativ (wie z. B. die Variantenschreibweisen des Dudens, Wahrig, Presse-, gar Firmen- und Werbeschreibweisen). Hinzu kommen einzelne DIN-Regelungen (z. B. DIN 5008: Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung)sowie die Spezifika der schweizerischen und österreichischen Regelungen.

Orthographiestrafrecht

Die Rechtslage ist hier dringend und baldigst zu pointieren, ja ich wage hinzuzufügen: zu verschärfen! Sprachlicher Unfug, undisziplinierter Umgang mit den Vorschriften der Rechtschreibung, Verlotterung des Sprachbewusstseins auf allen Ebenen des Volkes sind so nicht fürderhin hinzunehmen. Wir brauchen einen Strafrechtsparagraphen, der derlei Korruption rechter Rede richtig rächt - rücksichtslos.

Für das provisorische Reichssprachamt
Reinwulf R. Rechthäberle
Rechtsprechbeauftragter

Ich denke der Autor irrt sich an diesem Punkt nicht

"Rechtliche Grundlage für die Anwendung der Neuregelung sind in Deutschland Beschlüsse der Kultusministerkonferenz[11] sowie Erlasse bzw. Rundschreiben, in denen die Kultusministerien der Bundesländer die Anwendung der reformierten Regeln und die Gültigkeit des Wörterverzeichnisses der Amtlichen Regelung für den Schulbereich vorschreiben. „In Zweifelsfällen werden“ darüber hinaus, so wird z.B. in Brandenburg formuliert, „Wörterbücher zugrunde gelegt, die nach den Erklärungen des Verlags der Neuregelung (Stand 2006) vollständig entsprechen.“[12][13] Daneben gibt es – zumeist in Form verbindlicher Dienstanweisungen – interne Vorschriften in öffentlichen Einrichtungen, Behörden, Unternehmen und Verlagen, die ebenfalls die Anwendung der reformierten Regeln festlegen (vielfach in Form einer sogenannten Hausorthographie, d. h. mit Abweichungen von den offiziellen Regeln).[14] Eine über den schulischen Rahmen hinausgehende rechtliche Verbindlichkeit existierte vor der Reform nicht und wurde mit der Reform auch nicht eingeführt, wie nicht zuletzt das Bundesverfassungsgericht in mehreren Entscheidungen erklärte.[15]

Die Bundesverwaltungen haben die Regelung gemäß einem Beschluss des Bundeskabinetts vom 27. Januar 1999 zum 1. August 1999 ebenfalls übernommen.[16]" Aus Wikipedia zum Thema der Rechtsverbindlichkeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1...
Schaut man sich die angegebenen Quellen an, was ich auch tat - dann sieht man, dass die amtliche Rechtsschreibung in der Fassung von 2006 keineswegs "für alle" verbindlich ist, sondern für Schulen und Verwaltungen.

Wie kommen Sie eigentlich zu der gegenteiligen Meinung? Können Sie das belegen? Das würde mich wirklich interessieren.

"Letzte Instanz": Amtliche Rechtschreibung

Womöglich liegt hier ein Missverständnis vor, da ich mich offenbar etwas zu kurz geäußert habe. Ihre Zitation – vielen Dank dafür – sagt jedoch geradewegs inhaltlich aus, was ich versuchte, zu sagen: Die GfdS http://gfds.de/duden-verbindlichkeit/ bringt es hier kurz und bündig auf den Punkt.

Im Einzelnen: Die verschiedenen Varianzschreibweisen – insbesondere die des Dudens und des Wahrigs – führen im professionellen Textbearbeitungsbereich zuweilen zu Problemen, was denn nun die "gültige" Schreibweise beziehungsweise Varianz sei. In diesem Falle ist die Amtliche Rechtschreibung mit dem Wörterverzeichnis die "letzte Instanz", die verbindlich die Orthografie, Interpunktion und weiteres bestimmt. Dies wollte ich ausdrücken.

Nebenbei: Nach der Rechtschreibreform von 2006 hat unglücklicherweise die größere mögliche Flexibiliät wohl auch zu einer grösseren Unsicherheit über die "korrekte" Rechtschreibung geführt. Vielleicht könnte man hier kritisch anmerken, dass die mannigfaltigen bereichs- und fachspezifischen DINs, Presse-, Haus-, Werbe- und grafische Industrie-Schreibweisen diese Unsicherheiten der Schreibenden wohl eher noch fördern. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Definieren Sie gerade "Missverständnis" neu?

Die von Ihnen jetzt angeführte Quelle http://gfds.de/duden-verbindlichkeit/ besagt doch gerade:
"Die Rechtschreibung gilt nur in offiziellen Kontexten (Behörden, Schulen etc.) – im Privaten kann man schreiben, wie man möchte."

Für mich ist das inhaltlich weitgehend gleichbedeutend mit der von Ihnen kritisierten Textstelle:
"Die amtliche Rechtschreibung ist – wie der Name schon sagt – nur für Schulen und Verwaltungen verbindlich. Wenn Sie also nicht gerade Lehrerin, Schüler oder Verwaltungsangestellte sind, müssen Sie sich nicht daran halten, für Sie stellen die Rechtschreibregeln lediglich Empfehlungen dar."

Womit für mich hinreichend bewiesen ist, dass es auch hinsichtlich der Textverständlichkeit bedeutend Wichtigeres gibt als Rechtschreibung.

Einersites - anderersites: Was unterscheidet E-Mail von U-Bahn?

Ist schon etwas seltsam, dass in einem Artikelüber rechtschreibung Email im Deutschen nur als "Bezeichnung für einen glasartigen Schmelzüberzug aus dem Französischen" akzeptiert wird.
Zum einen denke ich, dass der Autor - wollte er sich korrekt im Sinne von verständlich ausdrücken - wohl besser "aus dem Französischen stammende Bezeichnung für einen glasartigen Schmelzüberzug" schreiben sollte. Denn nirgendwo ist definiert, dass der Schmelzüberzug aus Frankreich kommen muss.

Zum andern kann das Mokieren über "die englische Schreibe" die man auf "Impressen von Websites" einfach nur selbstironisch gemeint sein. Da regelt der Duden auf den Buchstaben genau, was wir aus der englischen Sprache entnehmen dürfen: Es hat E-Mail zu heißen, weil es sich beim E um eine Abkürzung handelt und das "deutsche Wort" Mail groß geschrieben wird. Dass der Mail die Eindeutschung erlaubt ist, welche der Email verwehrt bleibt, versteht wohl nur, wer in gleicher weise den Familiennachzug für syrische Flüchtlinge regelt.

"Mail" steht im Englischen für "Brief", ob elektronisch oder vom Briefträger überbracht. Im Deutschen erfährt die Mail einen Bedeutungswandel, indem sie nur noch für elektronische Post steht. Denn im Briefumschlag übersandte Texte bezeichnen wir weiter als Brief. Das deutsche E-Mail ist demnach so doppelt gemoppelt wie E-Email es wäre.

Wer deutsch schreiben will, möge E-Brief schreiben. Wer sich am Englischen orientiert, tut sicher nichts Falsches, wenn er statt der zweideutigen Mail die eindeutige Email eindeutscht. In zwei oder drei Jahr wird es auch im Duden so stehen. Denn der folgt dem Sprachgebrauch.

Anders als bei der U-Bahn ist die Schreibweise Email auch deshalb sinnvoll, weil wir zwar unterschiedliche Bahnen (z.B. S-Bahn) unterscheiden, nicht aber unterschiedliche Mails. Email ist ein Begriff für eine Sache.

Rechtschreibung folgt dem Sprachgebrauch

Es ist grundsätzlich falsch, eine Rechtschreibung dem Sprachgebrauch folgen zu lassen, denn damit werden auch Fehler offiziell "zugelassen" und die Schüler, die korrekt schreiben, bekommen Fehler markiert und schlechtere Noten. Beispiele: mit Hilfe, Mithilfe und mithilfe, oder zur Zeit, derzeit und zurzeit. Wozu das führen kann, zeigt die italienische Sprache in krassester Form.

1. Wenn die Rechtschreibung

1. Wenn die Rechtschreibung nicht dem dem Sprachgebrauch folgt, sondern irgendeiner Logik, dann erklären Sie doch mal, warum das englische Wort für Brief (mail) in deutscher Sprache als (Kurz-)Bezeichnung für E-Brief offiziell übernommen wurde, nicht aber das englische Wort für E-Brief (Email), obwohl Letzteres häufig benutzt wird.

Welcher Logik folgt diese Art der Einführung von Begriffen aus der englischen Sprache? Eine Differenzierung wie bei S-Bahn und U-Bahn ist nicht möglich, da es nicht verschiedene Arten von Mails gibt sondern nur die eine E-Mail.

2. Nicht jeder Fehler muss zur Norm erhoben werden. Aber bei sehr häufig gemachten Fehlern kann das sinnvoll sein. Und auch bei neuen Begriffen folgt der Duden dem Sprachgebrauch.

3. Wenn man mehrere Schreibweisen offiziell zulässt, bedeutet das nicht, dass andere Schüler deshalb schlechtere Noten bekommen müssen.

4. Kennen Sie den Spruch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben ... ?
Etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland ist nicht in der Lage einen Text wie in den Kommentaren hier einigermaßen fehlerfrei zu schreiben (und auch mein obiger Kommentar war leider mit Fehlern gespickt; sorry für die mangelnde Aufmerksamkeit meinerseits).

4. Wem und welchem Zweck soll die Sprache dienen? Der Verständigung zwischen den Menschen? Dann braucht es Regeln, die von deutlich mehr als 50% verstanden und angewendet werden können.
Wir haben eine - wie ich finde begrüßenswerte - Entwicklung, in der immer mehr Menschen Zugang zu schriftlicher Verständigung haben, gerade auch per Email, email, e-mail und E-Mail, etwas seltener auch mittels iMail. Dem müssen die Schreibregeln gerecht werden; umgekehrt wird es nicht funktionieren.

Schreibweise E-Mail, e-Mail

Logisch betrachtet steht e-mail doch für "electronic mail" oder eingedeutscht für "elektronische Post" oder auch "elektronische Mail". So gesehen sollte die Schreibweise "e-Mail" lauten und nicht E-Mail. Es wundert mich, daß bislang diese Schreibweise in den zugehörigen Beiträgen nicht zu finden ist.

E-Murks

Naja, Substantive werden im Deutschen groß geschrieben.

Interessanterweise kennt der Duden zwar 'E-Mail' und 'E-Post', nicht aber den 'E-Brief'. Der taucht zwar als Synonym für 'E-Mail' auf, hat aber keinen eigenen Eintrag.

Ich sehe den Duden da noch in der Findungsphase und werde weiterhin 'Email' schreiben. Der Duden wird's schon irgendwann kapieren ...

Schreibweise E-Mail, e-Mail

"elektronisch" ist kein Substantiv.

Aber 'E-Mail' ist ein

Aber 'E-Mail' ist ein Substantiv.

'weich' ist ebenfalls kein Substantiv; dennoch wird 'Weichmacher' groß geschrieben. Der Bindestrich macht aus 'E-Mail' eben noch keine zwei Wörter.

Anführungszeichen richtig verwenden!

Lieber Vorredner,

bitte machen Sie sich doch die Mühe und halten Sie sich an den vorgegebenen, verbindlichen Gebrauch von Anführungszeichen. Sie verwenden statt dessen sogenannte Hochkommata, das ist fehlerhaft und sollte unterbleiben. Diesbezügliches Wissen können Sie sich unter der folgenden Adresse erwerben, was ich Ihnen auch dringend anrate: http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/anfuehrungszeichen

Mit freundlichem Gruß
N.N.

Verbindlich?

Nö, mir gefallen in diesem Fall Hochkommata besser. Zur Frage der Verbindlichkeit von Rechtschreibregeln können Sie sich gern in den anderen Beiträgen auf dieser Seite informieren. Sie müssen das nicht, denn es steht Ihnen in diesem Kontext frei, das zu tun, was Sie für richtig halten. Sie dürfen mir auch Vorschriften machen, soviel sie wollen. Nur muss ich sie nicht befolgen. :)

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Über den Autor:

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Joachim Fries ist freier Lektor und Trainer. Sein Schwerpunkt sind Bücher und Bildungsmedien rund um das Thema Management. Vor seiner Freiberuflichkeit war er viele Jahre als Führungskräftetrainer un ...

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