Technische Dokumentation: Verständliche und juristisch einwandfreie Bedienungsanleitungen schreiben

Von: René Brunner
Stand: 5. September 2011
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Kommunizieren statt dokumentieren!

Szenario 1: Die erste Serie der neuartigen Wärmepumpen steht bereit zur Auslieferung, nur die Bedienungsanleitung müssen Sie noch ...

Szenario 2: Die seit zwei Wochen überfällige Computerapplikation für die Bettenadministration im Regionalspital wird jetzt definitiv morgen den Stationsschwestern vorgestellt, die Einführung allerdings muss noch warten, bis Sie die Programmbeschreibung fertig ge...

Leider sind die beiden (nicht etwa erfundenen) Beispiele recht typisch. Die Dokumentation wird zu oft stiefmütterlich behandelt. Sicher, während der Produktentwicklung stehen andere Prioritäten im Vordergrund, als trockene, abstrakte Texte zu schreiben - die eigentlich niemand lesen will. Aber: Technische Dokumentation gewinnt an Bedeutung; dies zeigen die gegenwärtigen Trends:

  • Die Systemintegration nimmt zu - und damit die Risiken

  • Laufende Produkthaftungsklagen zeigen: Die Auflagen für Hersteller verschärfen sich

  • Gemäß EU-Richtlinie 89/392/EWG, der sogenannten Maschinenrichtlinie, gilt jede Vorrichtung, bei der mindestens ein Teil beweglich ist, als "Maschine" und weiter: "Jede Maschine muss mit einer Betriebsanleitung versehen sein (...)".

Ein Hinweis zum Haupttitel: Allgemein sprechen wir von "Technische Dokumentation"; dies ist auch die Terminologie in den einschlägigen EU-Richtlinien. Aber ersetzen Sie doch gedanklich diesen verstaubten, statischen Ausdruck durch "Technische Kommunikation"!

Wieso? Während der Produkterstellung fließt Information: In der Entwicklungsphase gewinnen Sie spezifisches Fachwissen, auch markt- und anwenderseitiges Know-how (Input), das Sie bei der Auslieferung über die Produktbeschreibung weitergeben (Output).

Nutzen Sie diese Chance zum Motivieren und Werben, zum Präsentieren und Demonstrieren - kurz, stimmen Sie die Anwender positiv für Ihr Gerät, Ihre Computerapplikation. Verschonen Sie Ihre Anwender mit Fachjargon!

Wie Sie sicher nicht auf die Anwender zugehen dürfen, zeigt Bild 1.

Bild 1

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