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Gläubigervergleich oder Verbraucherinsolvenz?

Manchmal ist es sinnvoller, sich mit den Gläubigern zu einigen, als ein Insolvenzverfahren einzuleiten.

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Stand: 18. Juli 2010 (aktualisiert)

Wir beschreiben die Vorteile des Gläubiger-Vergleichs und die Vorteile der Verbraucherinsolvenz für Überschuldete und sagen, welche Bedingungen die Chancen des Überschuldeten auf einen "günstigen" Vergleich erhöhen.

Überschuldeten bietet die Verbraucherinsolvenz eine erfolgreiche Lösung für das Schuldenproblem: Hat das Gericht das Verbraucherinsolvenz-Verfahren eröffnet, wird dem Betroffenen nach sechs Jahren eine "Restschuldbefreiung" gewährt.

Weniger bekannt und häufig noch vorteilhafter ist es, sich vorher über einen guten Vergleich mit den Gläubigern zu einigen. Dann entfällt der Antrag auf Verbraucherinsolvenz. Im bundesweit angebotenen anwaltlichen Rechtshilfeangebot "Erfolgreich aus der Schuldenkrise" wird auf einen günstigen Vergleich besonderen Wert gelegt. Nur wenn dieser Vergleichsversuch keinen Erfolg hat, wird im nächsten Schritt das Verbraucherinsolvenz-Verfahren beantragt.

außergerichtlicher Einigungsversuch in Verbraucherinsolvenzverfahren

Bevor Sie den Antrag auf Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens und auf die Restschuldbefreiung stellen können, müssen Sie zunächst versuchen, sich außergerichtlich mit Ihren Gläubigern zu einigen. Erst wenn die außergerichtliche Schuldenbereinigung gescheitert ist, können Sie die Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens beantragen. Das Scheitern muss von einer geeigneten Stelle (z. B. Schuldnerberatungsstelle) oder Person (z. B. Anwalt) bescheinigt werden (s. § 305 InsO).

Nachstehend geben wir einen Überblick zu den Vorteilen und Chancen des Gläubigervergleichs und der Verbraucherinsolvenz.

Vorteile eines Vergleichs mit den Gläubigern

Beim Gläubigervergleich lassen sich die Gesamtschulden häufig auf einen kleinen Bruchteil der vorherigen Schulden senken. Drei konkrete Fallbeispiele für typische Vergleiche finden Sie im Beitrag "Fallbeispiele: Schuldenfrei durch Gläubigervergleich oder Verbraucherinsolvenz". Die Vergleichsvorschläge sind oft erfolgreich, weil der Anwalt die Gläubiger vor die Alternative stellt, entweder den Vergleich anzunehmen oder womöglich gar kein Geld mehr zu sehen, weil der Schuldner sonst das Verbraucherinsolvenzverfahren einleitet.

Der Vergleichsbetrag wird dabei meist in Miniraten über sechs Jahre abgezahlt. Die meisten Betroffenen können dabei ihre Anwaltsgebühren über einen kostenlosen Beratungshilfeschein vom Amtsgericht abrechnen. Auch die anerkannten Schuldnerberatungsstellen sind - abgesehen von teilweise berechneten geringen Sachkosten wie Portoauslagen - kostenlos tätig.

Bei einer Überschuldung ist es zumeist ungünstig, wenn der Schuldner den Gläubigern selbst einen Vergleichsvorschlag unterbreitet. Der Laie zieht gegenüber Banken, Inkassounternehmen und anderen Profis leicht den Kürzeren, weil dem Schuldner die Erfahrung für Vergleiche mit diesen Institutionen fehlt. Gute Erfolgschancen haben dagegen professionell formulierte Vergleichsvorschläge, die den Gläubigern vom Rechtsanwalt oder einer Schuldnerberatungsstelle zugestellt werden - schon der Briefkopf zeigt Wirkung. Die Vergleichsvorschläge sollten als außergerichtlicher Einigungsversuch nach der Insolvenzordnung bezeichnet werden. Für den Fall, dass der Vergleich scheitern sollte, wird damit den Gläubigern die Einleitung des Verbraucherinsolvenzverfahrens angekündigt.

Wer einen ernsthaften Vergleich anstrebt und das Verbraucherinsolvenzverfahren vermeiden will, sollte eher einen Anwalt wählen, der sich im Thema gut auskennt. Die ebenfalls kompetenten Schuldnerberatungsstellen konzentrieren sich nämlich überwiegend auf den so genannten "Nullplan", sofern - wie meist der Fall - nur geringes Einkommen vorliegt. Beim Nullplan wird den Gläubigern im Vergleichsvorschlag nicht mehr angeboten, als die Gläubiger beim Insolvenzverfahren eventuell an pfändbaren Beträgen erhalten würden. Nur die Treuhändergebühr von etwa 10 Euro pro Monat würde dann von den pfändbaren Beträgen vorher abgezogen. In der Praxis lehnen Gläubiger diese Nullplan-Vergleiche fast immer ab. Wer den Gläubigern einen Nullplan vorschlägt, sollte wissen, dass damit fast nie ein erfolgreicher Vergleich zustande kommen wird.

Ein "günstiger" Gläubigervergleich gegenüber dem Verbraucherinsolvenzverfahren hat jedoch durchaus Vorteile, nämlich:

  • die schnellere Löschung aus dem Schuldnerregister, ggf. die sofortige Löschung;

  • die schnellere Löschung der negativen Schufa-Einträge, ggf. sogar sofortige Löschung;

  • weniger Probleme mit einem eigenen Girokonto;

  • je nach Vergleich keine Probleme bei der Eröffnung eines Geschäftskontos;

  • keine aufwändige Antragstellung für das Verbraucherinsolvenzverfahren nötig;

  • die Gebühren für den Treuhänder beim Insolvenzverfahren entfallen;

  • die Gerichtskosten für das Verbraucherinsolvenzverfahren entfallen. Die können zwar gestundet werden, erlöschen aber nicht nach sechs Jahren wie die übrigen Schulden. Erst wenn der Schuldner auch danach die Kosten vier weitere Jahre nicht aufbringen kann, werden die Gerichtskosten erlassen (§ 4b Abs. 2 S. 4 InsO).

  • Schnellere Schuldenbefreiung: Auch beim Vergleich wird regelmäßig vereinbart, dass nach sechs Jahren die vereinbarten Raten abgezahlt sind und keine Schulden mehr bestehen. Da es aber bei der Verbraucherinsolvenz etwa drei bis neun Monate dauert, bis das Gericht das Verfahren eröffnet und die sog. Wohlverhaltensperiode startet, beginnen die sechs Jahre bis zur Restschuldbefreiung hier entsprechend später als beim Vergleich.

  • Schnellere Beendigung von Pfändungen oder eidesstattlicher Versicherung.

So erhöhen Sie die Chancen auf einen guten Gläubiger-Vergleich

Die Chancen auf einen für den Schuldner günstigen Gläubiger-Vergleich erhöhen sich, wenn eine oder gar mehrere der folgenden Bedingungen gegeben sind:

  • Es liegen schon ergebnislose Pfändungen und eine eidesstattliche Versicherung vor.

  • Beim Betroffenen war schon länger "nichts mehr zu holen".

  • Es gibt nur wenige Gläubiger. Je mehr Gläubiger beteiligt sind, desto schlechter sind die Chancen, dass auch alle Gläubiger dem Vergleich zustimmen.

  • Als Quote beim Vergleich werden mindestens 8 Prozent der bestehenden Schulden als Quote angeboten. Je höher die angebotene prozentuale Quote ist, desto höher sind die Vergleichschancen. 15 Prozent der Schulden anzubieten, führt bereits recht häufig zum Erfolg. Dabei ist zu beachten, dass mit dem Vergleichsschluss Zinsen und weitere Kosten entfallen. So kann beispielsweise ein Vergleich auf 50 Prozent der bisherigen Schulden die Zahllast um etwa 75 Prozent reduzieren.

  • Es liegen keine Schulden bei öffentlichen Gläubigern (Finanzamt etc.) vor. Diese stimmen einem Vergleich meist erst bei einer sehr hohen Quote (Beispiel: 70 Prozent der bestehenden Schulden) zu.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren

Vor einem Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahren muss nach Insolvenzordnung immer ein so genannter "außergerichtlicher Einigungsversuch" erfolgen. Erst nachdem dieser Vergleichsversuch mit den Gläubigern gescheitert ist und dieses Scheitern durch eine "geeignete Stelle" (Schuldnerberatungsstelle, Anwalt) bescheinigt wurde, kann das Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt werden. Gleichzeitig wird der Antrag auf "Restschuldbefreiung" gestellt. Sechs Jahre nach Eröffnung des Verfahrens ("Wohlverhaltensperiode") wird dann eine Restschuldbefreiung erteilt. Ausgenommen sind Schulden aus Strafsachen und Geldbußen.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestimmt das Gericht einen Treuhänder - in der Regel einen Rechtsanwalt.

Wenn er kann, muss der Schuldner dem Treuhänder Gebühren für die Betreuung und Verwaltung bezahlen. Die Treuhändergebühren betragen jährlich mindestens 120 Euro. Außerdem entstehen Gerichtsgebühren von etwa 1.500 Euro, die das Gericht dem Schuldner auf Antrag jedoch stunden kann. Sie erlöschen jedoch nicht nach sechs Jahren.

Liegt das Einkommen des Schuldners über den Pfändungsfreibeträgen, muss der Schuldner den jeweils pfändbaren Teil seines Mehreinkommens an den Treuhänder abführen. Anhand der jeweiligen Quote bzw. des Insolvenzplans verteilt der Treuhänder die Beträge dann an die Gläubiger.

Um eine Restschuldbefreiung zu erhalten, muss sich der Schuldner in den sechs Jahren zwischen Eröffnung bis zum Ablauf der sechs Jahre gegenüber den Gläubigern wohl verhalten. Daher werden diese sechs Jahre auch "Wohlverhaltensperiode" genannt. Das bedeutet unter anderem, dass sich der Schuldner um ein angemessenes Einkommen, also um Arbeit bemühen muss. Auch darf er gegenüber dem Treuhänder kein Einkommen verschweigen und kein verstecktes Einkommen erzielen.

Nach sechs Jahren spricht das Gericht die Restschuldbefreiung aus, wenn er Schuldner sich "wohlverhalten" hat.

Ein weiterer Vorteil des Insolvenzverfahrens ist, dass sich die Gläubiger während des Insolvenzverfahrens nur noch an den Treuhänder wenden dürfen. Sie dürfen selbst keine Pfändungen oder eine eidesstattliche Versicherung beim Schuldner veranlassen. Das ist bei einem Vergleich allerdings genauso.

Bis zur endgültigen Restschuldbefreiung bleibt der Schuldner beim Insolvenzverfahren im Schuldnerregister und behält damit auch seinen Negativ-Eintrag bei der Schufa. Dieser bleibt noch drei ganze Jahre nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens bestehen. Beim Vergleich kann die Löschung dagegen schon nach der unterzeichneten Vergleichsvereinbarung beantragt werden.

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Herr William.

Schuldensumme

Nein, das Einkommen hat sich nicht erhöht. Die Raten wurden auch pünktlich bezahlt. Wie wäre das denn z.b das WEinkommen höher wäre ? Würde sich dann nur die Rate erhöhen und die Schuld schneller getilgt sein, oder würde sich auch die Schuldsumme aus der Einigung wieder erhöhen ?

Abänderungsklausel

Ich bitte um Verständnis darum, dass wir unmöglich die Rechtslage aus der Ferne beurteilen können - Beratung im Einzelfall können und dürfen wir auch gar nicht leisten. Deshalb nur ganz allgemein: Wenn ein Vergleich bzw. Schuldenbereinigungsplan eine - wirksame! - Abänderungsklausel enthält, die Änderungen der zu bezahlenden Quote oder der Raten an eine mögliche Änderung der Einkommens- oder Vermögenssituation knüpft, dann kann sich natürlich sowohl die Rate erhöhen (oder auch erniedriegen, etwa bei Arbeitslosigkeit) wie auch die Summe, die insgesamt abgestottert werden muss.

Oh nein,

in dem Schreiben der Bank steht wörtlich :

Dem in dem Schreiben vorgeschlagenen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplan, wird unter Berücksichtigung, dass die monatliche Mindestrate von 400,00 erhöht wird, sobald sich ein höherer pfändbarer Betrag ergibt zugestimmt.

???

In der Zwangsvollstreckung verlangt die Bank jetzt wieder die gesamte Summe ? Für was macht man denn dann einen Vergleich, wenn das so ist.

Kann der Anwalt da noch helfen ? Ich habe einen Termin zur Vermögensauskunft in 2 Wochen

Vielen Dank schonmal für die Hilfe

Sehr einzelfallabhängig

Hat sich denn ein höheres Einkommen ergeben und wurde in diesem Fall die Rate angepasst? Wurde wirklich immer pünktlich bezahlt? Es ist eher unwahrscheinlich, dass eine Bank quasi allein aus Krawallsucht vollstrecken will, wenn der Plan ordnungsgemäß bedient wurde und sich nicht plötzlich eine veränderte Sachlage (vollstreckbares Vermögen) ergeben hat.
Jedenfalls: In einem solchen Fall ist es oft tatsächlich sehr schwer vermeidbar, dass das Insolvenzverfahren wieder anläuft. Ggf. wird das Gericht dann einen Schuldentilgungsplan prüfen. Der kann aber von der Mehrheit der Gläubiger abgelehnt werden.
Bitte verstehen Sie, dass wir zum konkreten Einzelfall keine Ratschläge geben können - dafür müssen Sie sich wirklich an einen Rechtsanwalt oder die Schuldnerberatung wenden.

erfolgreicher Vergleich

Hallo,

ich habe im Juni erfolgreich einen Vergleich mit allen 4 Gläubigern
erziehlt. dafür muss ich jetzt 6 Jahre 400 mtl bezahlen. Gestern hatte ich nun einen Brief vom Gerichtsvollzieher im Briefkasten . Einer der Gläubiger hat die Zwangsvollstreckung beantragt. Geht das denn, obwohl ich die Raten seit dem Vergleich alle ordnungsgemäss und pünktlich bezahlt habe ? :(

Das ist möglich, Vorsicht!

Ja, es gibt Fälle, wo trotz vereinbartem Vergleich oder Schuldenbereinigungsplan trotzdem noch der ursprüngliche Titel gültig und vollstreckbar ist, das hängt stark davon ab, was genau ihr vertraglich vereinbart habt! Da hilft nur eines, schnell zum Anwalt oder zur Caritas-Schuldnerberatung.

Hier ist so ein Fall: http://www.rechtslupe.de/zivilrecht/zwangsvollstreckung-trotz-festgestel...

Kann ein Gläubiger seine Zustimmung eines Vergleiches widerrufen

Mein Schuldnerberater hat von Gläubigern Zustimmungen zu den Vergleichsangeboten erhalten. Da aber die Vergleichsverhandlungen mit allen Gläubigern jetzt drei Jahre gedauert hat. Wollen sich nun die Gläubiger sich nicht mehr an Ihre Vergleiche halten und fordern höhere Summen. Dürfen die das oder ist der zugestimmte Vergleich noch von den Gläubigern einzuhalten?

wie soll man das sagen?

dazu muss man dohc alle Details kennen. Grundsätzlich ist ein Vergleich ein Vertrag und damit bindend. Aber natürlich können Verträge unter bestimmten Bedingungen unwirksam sein. Oder es steht drin, dass er erst wirksam wird, wenn alle Gläubiger zugestimmt haben.

Das ist eine Frage für die Schuldnerberatung (z. B. Caritas)und nicht für ein Forum im Internet.

Vergleich

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich eines Vergleichs. Ich schulde der Sparkasse zirka 6000 Euro und einem weiteren Gläubiger 3000. Ich würde gerne einen Vergleich machen und alles sofort zurück zahlen um damit aus der Schufa zu kommen. Wie viel Prozent müsste ich der Bank anbieten damit sie sich auf den Vergleich einlassen?

Vielen Dank

Vergleich

Hallo ich schulde der bank für mein haus 272.000,00 euro letztes jahr kamm es zur Zwangsversteigerung 2 mal zur dritte nicht da hat die Bank abgebrochen, meine frage kann ich der bank ein vergleich anbieten auch wenn die 2 Versteigerung ansteht? habe 272.000 und 38.000 bei andere bank und 7.000 euro klein Kredite, wir verdienen 4800 netto zusammen aber keine andere bank möchte uns umfinanzieren. verzweifelt, möchte eine privat insolvence vermeiden.

Ich rate Ihnen, einen Anwalt aufzusuchen!

Ich möchte Ihnen raten, sich anwaltliche
Fachberatung zu nehmen. Wenn sie beim Amtsgericht nachweisen können, dass Sie den Anwalt nicht selbst bezahlen können, bekommen Sie einen "Rechtshilfeschein" mit dem viele Anwälte Sie dann gegen evtl. einer Beteilungspauschale von 10 € beraten können.

Vergleich

Hallo ich schulde der bank für mein haus 272.000,00 euro letztes jahr kamm es zur Zwangsversteigerung 2 mal zur dritte nicht da hat die Bank abgebrochen, meine frage kann ich der bank ein vergleich anbieten auch wenn die 2 Versteigerung ansteht? habe 272.000 und 38.000 bei andere bank und 7.000 euro klein Kredite, wir verdienen 4800 netto zusammen aber keine andere bank möchte uns umfinanzieren. verzweifelt, möchte eine privat insolvence vermeiden.

hat man nach Abschluss eines Vergleichs bei Kreditkündigung noch

hallo,

nach zähen Verhandlungen habe ich mit Bank einen Vergleich abgeschlossen (Kredit meines Ex-Mannes, wo ich leider mit unterschrieben habe..). Jetzt gibt es noch das neue Urteil bzgl. Bearbeitungsgebühren. Habe ich noch nach dem Vergleich das Recht, diese zurückzufordern oder ist mit dem Vergleich alles abgegolten?

schulden,

Hallo ich habe insgesamt 32000 euro schulden, 22000 schulde ich der bank, 6500 der finazamt, und der rest klein beträge, mein frage ist wieviel geld brauche ich um ein vergleich zu machen,? danke voraus...

vergleich

Hallo,
Habe bei 4 Banken schulden in hoehe von Ca. 75000€, nettoejnkommen 2800,- und 2 unterhaltspflichtige Kinder + evtl. Ehefrau (teilzeitarbeit 1000€ netto). Schulden Sind alleine von mir aufgenommen worden. Kann hier ein Vergleich in Erwaegung gezogen werden. Vermögen ist keines vorhanden.

Nur realistisch, wenn Sie was anbieten können, glaube ich

Die Banken werden sich vermutlich nur auf einen Vergleich einlassen, wenn Sie eine größere Summe als Abschlag zusammenbekommen - idealerweise die Hälfte oder zwei Drittel auf einmal, z. B. aus der Verwandtschaft geborgt oder so. Sonst ist das für die interessanter, Sie die sechs Jahre Wohlverhaltensperiode während der Insolvenz zu pfänden.

Und oft weigern Banken sich auch einfach mal, einem Vergleich zuzustimmen, selbst wenn sie anders gar nicht an irgendwas kommen können, weil sie die Forderungen noch in den Büchern stehen und noch nicht abgeschrieben haben.

Aber gehen Sie lieber zur Schuldnerberatung oder schauen Sie, ob Sie einen Anwalt bekommen über eine Rechtsberatungsschein, der das für Sie verhandelt, sonst ziehen die Banken Sie über den Tisch. Die machen das jeden Tag und sind Profis. Nur ein Tipp. Trotzdem sinnvoll, erstmal Vergleich zu probieren, denn die Privatinso bleibt ja immer noch als Alternative.

Andi

Was ist wenn private Schulden

Was ist wenn private Schulden auch noch ins spie kommen, sprich Ehefrau und Eltern die vor Jahren ausgeholfen haben, koennen die sich als gläubiger melden auch wenn es keine expliziten Verträge aber Nachweise gibt oder wird man dann von den Banken wegen Betrugs in Haftung genommen da man dies bei Abschluss nicht angegeben hat?

Betrügerischer Vergleich?

Es gibt doch noch gar keinen Vergleich, oder doch? Der Vergleich ist ein Vertrag zwischen den betreffenden Gläubigern und Ihnen, evtl. weitere Forderungen sind davon zunächst ja nicht berührt. Wenn der Vertrag allerdings aufgrund unwahrer Angaben zustande kommt, kann er zumindest angefochten werden. Mir ist aber nicht klar, wie sich das auf den vorliegenden Fall bezieht - ein Vergleich ist doch nur realistisch, wenn Sie eine Teilzahlung erbringen können. Wenn Sie diese vertraglich zusagen und dabei schon wissen, dass Sie sie nicht leisten können, wäre das nach meiner - unmaßgeblichen - Meinung aber durchaus Grundlage für Betrugsvorwürfe.

Neon es gibt keinen

Neon es gibt keinen vergleich. Wenn ich aber als glaeubiger nun die banken habe, aber die Familie die intern aushalf nun auch als gläubiger auftritt und sagt dem habe ich vor zwei Jahren Geld geliehen, Ich moechte bei einem Vergleich berücksichtigt werden. Macht das sinn?

Frage bezüglich des vergleichs

hallo,

Wenn ich jetzt mehrere gläubiger bei einem Inkasso institut habe biete ich dann eine Summe x für alle gläubiger an oder jedem gläubiger einzeln einen Betrag?

Hallo zusammen,
ich habe Schulden bei 3 Banken:
Bank1: 15.300 €
Bank2: 6.000€
Bank3: 550€
Aktuel lebe ich vom Hatz4 und die EV habe ich vor 4 Monate abgegeben. Jetzt schreibt mir Bank1 und will eine Vergleichszahlung von mir haben. Ich finde die Sache als Entgegendkommen von der Bank und gute Sache mit den Anderen Gläubiger vorzugehen. Mein Bruder will mir helfen und die Vergleichsumme für mich Zahlen, wenn das in einem angemessen Rahmen bleibt.
Wir Ihr sieht, Deutsch ist nicht meine Muttersprache und brauche ich dringend Hilfe.
1- wie gehe ich da überhaupt vor (Schritte)
2- was soll ich anbietten als Vergleich?
3- soll ich eine einmahlige oder Ratenzahlung vorschlagen?
4- wie ist sicher, dass keine Nachzahlungen kommen?
5- was ist mit meinem Schufaeintrag?
Vielen Dank im Voraus
Antworten Bitte an: jonimare@hotmail.de

Hallo,
ich habe einen Gläubiger bei meinem PI-Antrag nicht gemeldet und hab die Rechnung in Teilen während meiner "Wohlverhaltensphase" voll abbezahlt. Kann das Auswirkungen auf meine Restschuldbefreiung haben..?

@akademie: danke für die Antwort, aber das erscheint mir unlogisch. Ein Arbeitnehmer oder Rentner darf 1050 Euro behalten und mir bleibt nur 570 Euro zum Leben? Kann ja nicht sein...((

Hallo, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir hier keine Einzelfallberatung leisten können.

Bitte beachten Sie, dass die Pfändungsfreigrenzen nur für Arbeitseinkommen sowie Altersrenten gelten (und nicht für Immobilien). Genauere Auskunft darüber, was bei Ihnen im Fall eines Insolvenzverfahrens pfändbar ist und wie viel Ihnen bleibt, erhalten Sie in einer Schuldnerberatungsstelle in Ihrer Nähe (http://www.f-sb.de/adressensbstellen/such_kurz.php) oder von einem insolvenzerfahrenen Anwalt (z. B. der Kanzlei Heckmann: http://www.akademie.de/direkt?pid=29235).

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von akademie.de

Antwortet hier eigentlich niemand mehr?? ;-((

Hallo, ich hoffe, hier kann mir jemand einen Rat geben. Vor 20 Jahren wurde ich anwaltlich falsch beraten und eine hohe Summe in eine Grundstücksgesellschaft investiert, die nun liquidiert wird. Nun wird von mir 81000 Euro als Liguidationsfehlvetrag gefordert, was ich natürlich nicht aufbringen kann. Mein Anwalt machte einen Vergleichsvorschlag, und die Gesellschaft bot an, mich durch eine Einmalzahlung von 30 000 aus den Verpflichtungen zu entlassen. Der Vetrag wäre aber sofort fällig gewesen. Das konnte ich aber nicht aufbringen und wir haben 15000 Euro angeboten in Raten. Darauf haben die aber nicht geantwortet und nun kam der Mahnbescheid. Zu meiner Situation: ich habe ein Einkommen von 670 Euro inkl.Wohngeld und besitze ein Haus, welches ich nun verkaufen muss, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Meine Frage nun: wenn weitere Vergleichsverhandlungen scheitern, was kann man mir vom Erlös meiner Immobilie pfänden oder was bleibt mir im Falle einer Insolvenz? Der Pfändungsfreibetrag liegt ja bei 1050 Euro. D.H. man müsste mir ja monatlich noch ca. 900 Euro lassen und auch für die nächsten Jahren einen Betrag monatlich zum Leben. Ich bin 56 Jahre, Witwe und habe keine Arbeit. Sehe ich das falsch? Ich wäre dankbar für Ratschläge.

@anonym vom 23.09.

Mehr zur eidesstattlichen Versicherung finden Sie in unserem Kurs speziell dazu:
http://www.akademie.de/direkt?pid=27880

Dort steht auch u.a.: "Löschung wegen eines Löschungsantrags: Der Schuldner kann beim Amtsgericht jederzeit seine Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis beantragen. Das hat Erfolg, wenn glaubhaft gemacht (belegt!) wird, dass sich die Forderungen des Gläubigers erledigt haben. Die Löschung erfolgt unabhängig davon, ob noch weitere Schulden bei anderen Gläubigern bestehen. In der Regel vergewissert sich das Amtsgericht vor einer Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis noch beim Gläubiger. Es lässt sich von ihm bestätigen, dass die Schulden beglichen wurden oder anderweitig eine einvernehmliche Regelung über den Schuldenausgleich erfolgt ist."

freundliche Grüße
Ihre akademie.de-Redaktion

Wirklich interessante und hilfreiche Beiträge. Vielen Dank! Wie ist es wenn ein Haftbefehl bereits besteht und der Termin mit GV in 2 Tagen ist zur Abgabe der EV? Mit Gläubger ist der Kontakt aufgenommen worden und warte auf Antwort, ob sie meine Ratenzahlung akzeptieren. Meine Frage, wenn ich bis zum GV Termin keine Antwort vom Gläubiger erhalte, und gezwungen bin die EV abzugeben: kann ich nachträglich die Löschung vom Amtsgericht erzielen, wenn ich nach Abgabe die Zusage des Gläubigers für eine Ratenzahlung bekomme?

@anonym vom 15.09.

Natürlich gibt es ganz viele Kriterien, von denen es abhängt, ob und in welchem Umfang Gläubiger vergleichsbereit sind - von der Situation des Schuldners bis hin zur Person des Gläubigers selbst. Die Vergleichsbereitschaft gilt jedoch überwiegend für bereits titulierte Forderungen. Ganz pauschal lässt sich sagen, dass in einem Fall, wie er von Ihnen geschildert worden ist, gerade Banken im vorgerichtlichen Bereich kaum bereit sind, auf Vergleichsverhandlungen einzugehen.

beste Grüße
Ihre akademie.de-Redaktion

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